Sebastian Rudy und der FC Schalke – das scheint einfach nicht zu passen. Im Spiel gegen seinen Ex-Klub Bayern München wurde der 28-Jährige bereits früh ausgewechselt. Ein Tiefpunkt.

Es lief die 33 Minute, da war das Spiel des FC Schalke gegen den FC Bayern München für Sebastian Rudy schon beendet. Der Mittelfeldspieler musste nach einer schwachen Leistung und nur 20 Ballkontakten das Feld verlassen.

Der Nationalspieler gefiel dies augenscheinlich nicht. Bei seiner Auswechselung verweigerte er den Handschlag mit Trainer Domenico Tedesco und verschwand ohne Worte in der Kabine.

Domenico Tedesco selbst nannte taktische Gründe für die Auswechslung. Man habe nach dem 1:2-Rückstand einen aggressiveren Sechser haben wollen. Schließlich habe man in der Anfangsphase viel gelitten. „Dementsprechend war die Auswechselung keine Entscheidung gegen Sebastian Rudy, sondern für Omar“, so der Trainer der Königsblauen.

Rudy wird von Heidel kritisiert

Manager Christian Heidel fand deutlichere Worte und machte klar, dass man auf Schalke mit dem Sommerneuzugang noch nicht zufrieden ist. „Er muss einfach besser Fußball spielen“, erklärte Heidel. Man könne bei Rudy nicht alles auf die Umstellung schieben. „Mein Eindruck ist, dass da ein bisschen mehr Power und Leidenschaft rein muss. Diese Dinge gehören bei uns dazu.“

Auch die frühe Auswechslung gegen seinen Ex-Klub sorgte beim Schalker Manager nicht für Mitgefühlt. „Der Junge ist ja keine 18. Er ist Profi und 28.“

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Es ist nicht das erste Mal, dass Rudy sich auf Schalke herber Kritik ausgesetzt sieht. Bereits Ende Dezember, beim Spiel gegen den FC Augsburg, war der Mittelfeldspieler aus dem Schalker Kader geflogen. Bereits damals nannte Tedesco „sportliche Gründe“.

Schalker und Sebastian Rudy, bisher scheint die Beziehung ein großes Missverständnis zu sein. In seinen bislang zwölf Einsätzen wirkte der Ex-Münchener oft wie ein Fremdkörper und schaffte es nicht entscheidende Akzente zu setzen. Auch ein Tor wollte dem 16,5 – Millionen-Transfer noch nicht gelingen.