Bild: Tim Rehbein/dpa

Mit Beginn des neuen Jahres hat Trainer Domenico Tedesco die Zügel angezogen. Journalisten, die beim Schalke-Trainingslager in Spanien vor Ort sind, berichteten zuvor von teils zu „lieben“ Einheiten. Spieler stimmten daraufhin zu. Dabei verwundert vor allem eine Aussage.

232 Foulspiele, 42 Gelbe Karten und zwei Rote Karten. Kein anderer Bundesligist weist in diesen Kategorien höhere Werte als Schalke auf.

Einzig bei den Ampelkarten hat der S04 gegenüber Hannover 96 (2) mit null Gelb-Roten Karten das Nachsehen. Das Endergebnis ist trotzdem deutlich.

52 Punkte sammelte Schalke demnach schon in der Fairnesstabelle. Geht es hier nach, sind die Königsblauen ernstzunehmender Titelkandidat. Eine Gelbe Karte zählt einen Punkt, eine Gelb-Rote gibt drei und ein glatt roter Platzverweise gibt fünf Punkte.

Schalke ist mit Abstand der unfairste Bundesligist

Nach den „Knappen“ klafft erst einmal ein großes Loch. Die nächsten sehr unfairen Teams sind RB Leipzig und die Hannoveraner mit jeweils 40 Punkten.

Zum Vergleich: Das fairste Team ist Borussia Mönchengladbach mit nur 21 Zählern (alle durch Gelbe Karten). Die „Fohlenelf“ foulte nur 158 Mal.

Und Ralf Fährmann? Der Torwart und Kapitän des S04 überrascht mit einer Aussage.

„Ich finde, dass wir oftmals in den Spielen zu lieb waren. In einigen Situationen hätten wir härter durchgreifen und auch einmal die gelbe oder die ‚orangene‘ Karte riskieren müssen.“

Stellt sich die Frage, wo Schalke stünde, wenn die Spieler noch öfter Verwarnungen kassiert hätten. Die Fährmann-Aussage sorgt in den sozialen Netzwerken seitdem für viele Diskussionen.

Vielleicht zeigen die Königsblauen am Freitag (11. Januar) direkt das richtige Gesicht. Dann geht es im Testspiel gegen KRC Genk.