Bild: Tim Rehbein/dpa

Im Achtelfinale der Champions League trifft der S04 auf Manchester City. Von dort verpflichteten die Königsblauen im Januar Rabbi Matondo. Den wollten die Engländer eigentlich zwingend behalten.

Der Vertrag von englischen Jugendspielern gleicht dem eines Spielers aus der Knappenschmiede. Millionen-Gehälter werden da nicht gezahlt, obwohl die Teams von der Insel wegen des lukrativen TV-Vertrags in Geld schwimmen.

Rabbi Matondo, der wegen eines Vorfalls in einem Flugzeug von der Polizei abgeführt wurde, hätte aber wohl Millionen bei Manchester City verdienen können. Nach Buzz04-Informationen machte der nächste Schalke-Gegner in der Champions League drei Angebote.

Der 18-Jährige lehnte aber alle ab. Nicht aus finanziellen Gründen.

Rabbi Matondo wechselte von Manchester City zu Schalke

Matondo sah seine Einsatzchancen bei dem englischen Spitzenklub als zu gering an. Beim S04 soll der walische Nationalspieler nun langsam herangeführt werden und dann zu immer mehr Einsatzzeiten kommen.

Bei Manchester City trainierte er zwar regelmäßig bei den Profis mit. Pflichtspiele waren bislang aber nur bei der U 23 zusammengekommen.

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Auf Schalke kam Matondo hingegen schon nach zwei Trainingseinheiten zum ersten Pflichtspiel und wurde gegen Borussia Mönchengladbach (0:2) eingewechselt. Dort blieb er in knapp 20 Minuten aber ohne jeglichen Ballkontakt.

Nur vier Tage später stand der Flügelspieler im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf (4:1) bereits in der Startelf. Zur Halbzeitpause war dann aber früh Schluss.

Trainer Domenico Tedesco und Manager Christian Heidel betonen unisono, dass Matondo langsam herangeführt werden müsse. Gegen Bayern München (1:3) war der 18-Jährige im Kader, wurde aber nicht eingewechselt.

Bei den Königsblauen unterschrieb der Waliser einen bis 2023 datierten Vertrag. „Der Vertrag ist für Schalke sehr, sehr gut“, betont Heidel.

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Signing for @s04, behind the scenes! 🎥🔵⚪

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Das Scouting-Team hatte Matondo laut Heidel-Angaben bereits seit circa einem halben Jahr im Fokus. „Vor allem in der Youth League ist er uns positiv aufgefallen, wo wir uns immer alle Spiele anschauen. Dort hat er zum Beispiel die TSG Hoffenheim ganz schön aufgemischt, weswegen sie auch nicht so uninteressiert an ihm war.“

Schalke bekam aber den Zuschlag. „Manchester City war erst einmal überrascht, als der Anruf von uns kam. Wir haben seit dem Transfer mit Leroy Sané aber einen guten Draht zueinander.“

Seit dem Transfer von Leroy Sané haben wir einen guten Draht zu Manchester City.

Christian Heidel

Die Führung des englischen Klubs attestierte in dem Zusammenhang Heidel nochmals eine „knüppelharte Verhandlung. Heute sagen sie mit einem Schmunzeln, dass es wohl ganz ok war“, muss der S04-Manager in Anbetracht der Entwicklung von Sané schmunzeln.

Sané brachte seit seinem Wechsel 2016 vom Ruhrgebiet auf die Insel den „Knappen“ bereits über 50 Millionen Euro ein. Damals wechselte der deutsche Nationalspieler als 19-Jähriger.

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Matondo ist 18 und kostete rund 10 Millionen Euro. „Manchester City war alles andere als glücklich, dass Rabbi sie verlässt“, verrät Heidel. „Bei der Konkurrenz sah er seine Einsatzchancen aber als zu gering an.“

Dazu kommen noch die ständig neuen Transfers, die der Klub tätigt. Auf Schalke fühlt er sich sofort wohl.

Insbesondere half und hilft Weston McKennie dem jungen Waliser, der sich vorher beim US-amerikanischen Nationalspieler über seinen neuen Klub erkundigte. Beide werden von derselben Berateragentur betreut.