Bild: Markus Scholz/dpa

Im April 2018 wechselte Peter Knäbel als „Direktor Technische Entwicklung“ zu Schalke. Vor allem die Knappenschmiede fällt in die Verantwortung des 52-Jährigen. Beinahe still und heimlich installierte er zuletzt ehemalige S04-Spieler, die beim Fortschritt helfen sollen. Der Anstoß dafür kam von einer Klub-Legende.

„Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Klaus Fischer, für mich der typische Stürmer schlechthin, hat mich dazu motiviert“, gibt Peter Knäbel im Gespräch mit Buzz04 zu.

Klaus Fischer inspirierte Peter Knäbel

„Mr. Fallrückzieher“ war der Meinung, dass positionsspezifisches Training gefördert werden müsse. Dafür wurden ehemalige Spieler wie unter anderem Stürmer Martin Max, Abwehrspieler Tomasz Waldoch oder Torwart Christian Wetklo einbezogen.

„Verstärken wäre die falsche Bezeichnung. Da greife ich dann in dem Zusammenhang gerne meinen offiziellen Titel ‚Technischer Direktor Entwicklung‘ auf: Sie sollen bei der Entwicklung helfen“, so Knäbel im Gespräch mit Buzz04 weiter.

Knäbel sieht die richtigen Voraussetzungen bei Martin Max und Co.

„Sie bringen alle die Voraussetzungen mit, wozu Können, Wissen und Ehrgeiz zählen. Ich finde es fantastisch, dass sie sich darauf einlassen.“

Dabei betont Knäbel, dass es damit allein aber nicht getan ist: „Das Training ist das eine, die Methodik dafür zu entwickeln und die richtigen Personen dafür zu finden, das andere.“

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.
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Der Grund für den ehemaligen HSV-Trainer liegt dabei auf der Hand. „Wir wollen nicht darauf warten, dass ein zweiter Leroy Sané vom Himmel fällt.“

In der Praxis sieht es dann so aus, dass noch weitere Hände helfen. Der ehemalige U23-Trainer Onur Cinel geht vor allem den Fragen der Methodik nach, wie Knäbel erklärt.

Onur Cinel und Charles Takyi helfen Martin Max

„Charles Takyi und Martin Max sind noch in den Anfängen, mit den Schulkooperationseinheiten vor allem morgens zu arbeiten. Das findet teamübergreifend von der U15 bis zur U19 statt,“ so der Direktor für die technische Entwicklung gegenüber Buzz04 weiter.

Knäbel gibt zu, dass das alles „mit Sicherheit keine Garantie für irgendetwas“ sei. „Noch ist das Projekt ein zartes Pflänzchen. Aber die ersten Schritte sind nach den ersten Monaten vielversprechend. Am Saisonende werden wir die Arbeit evaluieren, wobei wir schon jetzt sehr gutes Feedback erhalten.“

Aktuelle S04-Themen:

Für eine Spielidee für den gesamten Verein von ganz unten bis ganz oben „braucht es einen ganz, ganz, ganz, ganz langen Atem. Beim FC Basel war ich mit den Kollegen nah dran. Ich möchte mir aber auch nicht anmaßen zu beurteilen, wann wir mal einen blauen Faden haben“, so der 52-Jährige.

Knäbel betont: „Ohnehin muss eine Spielidee zur täglichen Arbeit gehören. Aber die Sehnsucht danach treibt uns ständig an.“