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Die Party-Nacht von Porto und ihre Folgen. Chef-Trainer Domenico Tedesco zieht mit Beginn des Jahres 2019 die Zügel ordentlich an. Auslöser dafür war ein Nacht-Ausflug von einigen Spielern, der nicht explizit verboten war. 

Als die Schalker am 28. November 2018 mit 1:3 das Champions-League-Gruppenspiel beim FC Porto verloren, waren die mitgereisten S04-Fans sauer. Nicht wegen der Niederlage an sich, sondern vielmehr wegen des schwachen Auftritts an sich.

War die Einstellung der königsblauen Profis zu lasch? Unmittelbar vor dem eigenen Spielbeginn stand schon fest, dass der Achtelfinal-Einzug perfekt war. Unabhängig vom Ausgang der eigenen Partie in Porto.

Dank Lokomotive Moskau, das Galatasaray Istasnbul besiegt hatte. An der richtigen Einstellung zum Beruf mangelte es nach der Partie einigen Angestellten des Vereins aber wohl auch.

Party-Nacht von Porto lässt an richtiger Einstellung zweifeln

Wie „BILD“ und „Sport BILD“ berichten, waren gleich sieben (!) Spieler plus Mitglieder des Funktionsteams und Sicherheitsleute bis spät in die Nacht in der portugiesischen Hauptstadt unterwegs. Genauer gesagt bis 4.30 Uhr!

Neben den bereits bekannten Namen waren das noch Matija Nastasic, Omar Mascarell, Yevhen Konoplyanka und Alexander Nübel. Ein Verbot gab es zwar nicht.

Unprofessionell war es trotzdem. Keine 72 Stunden später stand schließlich das Auswärtsspiel gegen TSG Hoffenheim (1:1) an. Dort stand dann übrigens nur Nastasic von allen Nachtschwärmern in der Startelf.

Nicht das einzige Problem. Denn: Verboten war das Ausgehen explizit nicht. Dennoch grenzt die Spieler-Reaktion an entweder großer Naivität oder nach schwacher Ausrede.

Trainer Domenico Tedesco hat genug gesehen und kündigte eine härtere Gangart an. Foto: Ina Fassbender/dpa

Hintergrund: Beim abendlichen Essen stieß Manager Christian Heidel mit einem halben Glas Champagner auf das Erreichen des Achtelfinals mit der Mannschaft an. Aber nur darauf und nicht auf den Auftritt kurz zuvor, wie er betonte.

Die Spieler sollen den Umtrunk falsch interpretiert haben. Kurze Zeit später ging es ins Nachtleben von Porto.

Schalke hat Porto-Vorfall mittlerweile bestätigt

Der Verein bestätigte übrigens mittlerweile den Vorfall in Porto. Für ein paar Spieler hatte es mal direkte, mal indirekte Folgen.

Franco Di Santo wurde bereits aussortiert. Tedesco begründete es mit sportlichen Gründen.

Indirekte Konsequenzen für mehrere Spieler

Amine Harit durfte nicht mit ins Trainingslager. Der Offensivspieler ist noch angeschlagen und soll seine Verletzung auf Schalke auskurieren. Kurios: Andere Spieler, die schwerer als Harit verletzt sind, durften mitreisen. Trudelt im Januar noch ein gutes Angebot ein, will Schalke es übereinstimmenden Medienberichten zufolge annehmen.

Naldo ist bereits zur AS Monaco gewechselt. Zwar überraschte der Wunsch des Spielers alle. Heidel deutete aber bereits an, dass ein Verbleib intern zu noch größeren Problem geführt hätte, als das Team durch seinen Abgang jetzt bereits habe.

Weitere Spieler wie Konoplyanka oder Mascarell wurden größtenteils in der Hinrunde nicht berücksichtigt. Nübel ist sowieso nur Ersatztorwart.