Bild: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Omar Mascarell wurde bereits als Fehleinkauf abgestempelt. Der Sommer-Neuzugang konnte bislang auf Schalke noch nicht überzeugen. Nun winkt ihm eine neue Chance.

Dass sich Omar Mascarell neue Möglichkeiten bieten, ist ganz eng mit einer anderen Personalie verknüpft. Sebastian Rudy ist beim S04 noch nicht angekommen und erlebte am Samstag (9. Februar) einen vorläufigen Tiefpunkt.

Der deutsche Nationalspieler wurde im Auswärtsspiel gegen seinen ehemaligen Klub Bayern München (1:3) nach 33 Minuten ausgewechselt. Eine Verletzung lag nicht vor. Trainer Domenico Tedesco entschied nach rein sportlichen Gesichtspunkten.

Dabei war Rudy mit 16,5 Mio. Euro Ablösesumme und vielen Vorschusslorbeeren von München nach Gelsenkirchen gekommen. Auch seinetwegen musste Mascarell lange Zeit mit einem Platz auf der Ersatzbank Vorlieb nehmen.

Mascarell kam bislang auf Schalke nicht zum Zug

Vor dem Spiel beim FC Bayern musste der Ex-Frankfurter sechsmal 90 Minuten lang in Folge zuschauen. Fünfmal von der Bank, einmal sogar von der Tribüne.

In der Liga durfte Mascarell sogar erst einmal über 90 Minuten spielen. Beim 2:0-Auswärtssieg gegen Fortuna Düsseldorf am 6. Oktober.

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.

Dazu kamen noch 90-Minuten-Einsätze in den sportlich wenig bedeutenden Champions-League-Partien beim FC Porto (1:3) und gegen Lokomotive Moskau (1:0). In insgesamt neun Pflichtspielen mit 471 Minuten Einsatzzeit gelang kein Tor und eine Torvorlage.

Im kommenden Heimspiel gegen den SC Freiburg (Samstag, 16. Februar) winkt Mascarell hingegen der nächste Startelf-Einsatz. Zu oft enttäuschte Rudy die Verantwortlichen und wurde zuletzt von Manager Christian Heidel sogar öffentlich kritisiert.

Genau diese beiden Spieler tauschten am vergangenen Samstag (9. Februar) ihre Rollen. Der eine wurde frustriert aus-, der andere motiviert eingewechselt. „Ich bin glücklich, dass ich spielen konnte“, sagte Mascarell nach der 1:3-Niederlage in München.

„Es war eine harte Zeit für mich. Trotzdem habe ich immer gesagt, dass ich die Entscheidung des Trainers akzeptiere. Ich habe dennoch hart an mir gearbeitet.“

Den Saisonbeginn verpasste der 26-Jährige wegen eines Muskelfaserrisses. Damals hatten die Königsblauen den defensiven Mittelfeldspieler für 10 Mio. Euro von Real Madrid verpflichtet.

Die Königlichen hatten Mascarell per Option nach zwei Jahren von Eintracht Frankfurt zurückgeholt, um ihn gewinnbringend weiterzuverkaufen. Ein knappes halbes Jahr später widersprach der Ex-Frankfurter, Schalke noch in der Winterpause verlassen zu wollen.

Aktuelle S04-Themen:

Obwohl die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld bei den „Knappen“ groß ist. Kein Wunder also, dass wohl der Spieler als auch der VfB Stuttgart gegenseitiges Interesse an einem Wechsel hatten.

Im Januar konnte Mascarell aber – im Gegensatz zum Sommer – die Vorbereitung voll mitmachen. „Ich fühle mich wohl auf dem Platz und ich bin fit. Und ich denke, dass ich der Mannschaft in den beiden Spielen auch helfen konnte. Für mich ist es wichtig, das Vertrauen zu spüren.“

Nach 20 Minuten im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf (4:1), kamen nun 60 Minuten in der Liga gegen den FC Bayern hinzu. Folgen gegen den SC Freiburg nun noch mehr Vertrauen und 90 Minuten?