Bild: Timm Schamberger/dpa

Am 29. Bundesliga-Spieltag standen die Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga mal wieder besonders stark im Fokus. Unter anderem auch am Freitag (12. April) in Nürnberg, wo dem FCN gegen Schalke ein reguläres Tor aberkannt wurde. Warum griff der Video-Schiedsrichter nicht ein?

Jochen Drees ist offiziell der fachliche Projektleiter für den Bereich Video-Assistent. Regelmäßig bezieht der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter in „Ich erklär’s mal“ auf der Homepage des DFB Stellung zu vermeintlich unklaren Szenen.

Schiedsrichter nahm das erste Gegentor für Schalke zurück

Am Freitag (12. April) in Nürnberg beim Spiel des FCN gegen Schalke gab es so eine. In der 43. Spielminute erzielte Hanno Behrens das vermeintliche 1:0, das der Unparteiische Dr. Robert Kampka aber abpfiff.

Kampka nahm ein Foulspiel von Behrens wahr, das es aber nicht gab. Warum griff also der Video-Assistent nicht ein?

Glück für Schalke: Schiedsrichter Kampka sah ein Foulspiel, das es nicht gab

Schiedsrichter Dr. Robert Kampka hatte das Spiel wegen eines vermeintlichen Foulspiels des Nürnberger Spielers Behrens durch einen Pfiff unterbrochen, als sich der Ball noch circa einen Meter vor der Torlinie befand. Dieser Pfiff war sowohl im Livebild als auch in der Analyse der Video-Assistenten eindeutig vernehmbar“, leitet Drees seine Erklärung auf DFB.de ein.

„Dadurch war das Spiel regeltechnisch unterbrochen, so dass für den Video-Assistenten Sven Jablonski keine Möglichkeit mehr bestand, die Situation zu überprüfen beziehungsweise dem Schiedsrichter eine nochmalige Betrachtung am Monitor in der Review-Area zu empfehlen“, so der fachliche Projektleiter für den Bereich Video-Assistent weiter.

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Heißt: Hätte Schiedsrichter Kampka erst gepfiffen, nachdem der Ball im Tor einschlug, hätte der Video-Assistent noch eingreifen dürfen, da nach seiner Beurteilung kein Foulspiel vorlag. So war Schalke im Glück.

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Drees erklärte in diesem Zusammenhang und mithilfe eines weiteren Beispiels auf dem Spiel zwischen der TSG Hoffenheim und Hertha BSC, dass bei Zweifeln mit dem Pfiff deswegen gewartet werden soll. „Dann hat der Video-Assistent noch die Möglichkeit, die Situation zu überprüfen, und der Unparteiische kann gegebenenfalls nach Ansicht der Bilder seine Entscheidung noch ändern.“