Bild: Uwe Bassenhoff

Am 15. April erscheint die Autobiografie „Gib alles – nur nie auf! Die Erfolgsstrategien vom Trainer der Weltstars“ von Norbert Elgert. Dort spricht der erfolgreiche und hoch angesehene U19-Trainer vom FC Schalke 04 über das Interesse von zwei internationalen Top-Klubs sowie eine extrem nervige Situation Anfang 2016.

„Ich hatte so oft die Chance, wieder zurück in den Profifußball zu kehren. Zweimal als Cheftrainer auf Schalke, bei einem österreichischen Spitzenklub und mehrfach in der deutschen 2. Liga. Aber es kam für mich nicht infrage, weil ich meine Erfüllung als Ausbilder gefunden hatte“, heißt es in der Autobiografie von Norbert Elgert.

Elgert verrät pikante Details in seiner Autobiografie

Die Sport Bild durfte vorab Auszüge veröffentlichen. In denen werden pikante Details bekannt.

„Einmal kam ein Headhunter auf mich zu, der im Auftrag von Arsenal London nachfragte, ob ich mir einen Wechsel nach England, wo ich dann auch für den Nachwuchs hätte verantwortlich sein sollen, vorstellen könnte. Doch das konnte ich nicht“, ließ Elgert vom Autor Kai Psotta schreiben.

Elgert Anfang 2016 vom erneuten Manager-Wechsel auf Schalke genervt

Was sich der 62-Jährige hingegen Anfang 2016 gut vorstellen konnte, war eine Luftveränderung. „Mich nervte damals extrem, dass wieder einmal ein neuer Manager nach Gelsenkirchen kommen sollte.“

Damals war klar, dass Horst Heldt bei den Profis zum Saisonende gehen müsste. Im März ließ sich Elgert dann zu der Aussage hinreißen, etwas „Neues zu machen. So etwas Ähnliches wie jetzt kann ich mir gut vorstellen. Nur eben woanders.“

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.
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Die Aussagen verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Der Jugendtrainer beschreibt in seiner Autobiografie, dass sich prompt Michael Reschke meldete, der damals noch beim FC Bayern München das Projekt „Campus“ maßgeblich gestaltete.

Reschke teilte Elgert mit, dass Uli Hoeneß ihn gerne kennen lernen würde. „Das hörte sich schon nach starkem Interesse an.“

Doch ehe es dazu kommen konnte, meldete sich Clemens Tönnies und lud ihn zu sich nach Hause ein. „Spinnst du?“, fragte der Aufsichtsratsvorsitzende rhetorisch, als er erfuhr, dass der wohl erfolgreichste Schalke-Jugendtrainer aller Zeiten überlegte den Klub zu verlassen.

Tönnies stritt sich nie so hitzig wie 2016 mit Elgert

„Ich habe mich in meinem Leben nie so hitzig gestritten, selbst mit Uli Hoeneß nicht, als es um Manuel Neuer ging“, wird Tönnies in dem Elgert-Buch zitiert.

Ein gemeinsamer Spaziergang um den See in Rheda-Wiedenbrück, dem Wohnort Tönnies‘, „Klartext und danach waren wir uns zum Glück wieder einig.“

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Die damalige Haltung von Elgert, die zu seinem Unmut führte, „hatte überhaupt nichts mit Christian Heidel zu tun, den ich gar nicht kannte. Mich störte lediglich, dass mit dem Weggang von Horst Heldt wieder ein neuer Ansprechpartner kommen würde. Und dann geht das ganze Spiel wieder von vorne lost (…).“