Bild: dpa

Peter Neururer hat seinen ehemaligen Verein Schalke 04 einmal mehr scharf kritisiert.

„Wenn man nach einem 2:4 von einer Trendwende spricht, hat man das Problem nicht erkannt“, sagte Neururer am Sonntag im Doppelpass bei Sport1. Eben jene Trendwende hatte Jochen Schneider bei seiner Vorstellung auf Schalke zur Bedingung für eine Weiterbeschäftigung von Domenico Tedesco gemacht.

„Wir brauchen eine Trendwende in der Leistung. Die haben wir heute, denke ich, bis zum 1:2 gesehen“, hatte Schneider nach der Partie in Bremen gesagt.

Gleichzeitig hatte Schalkes neuer Sportvorstand betont: „Es wäre besser gewesen, wenn wir es mit einem anderen Ergebnis gestützt hätten. Dennoch gebe „die Art und Weise der Niederlage“ dem Team „Kraft und Zuversicht“.

Neururer wundert sich über Optimismus

Diesen Optimismus kann Peter Neururer jedoch nicht nachvollziehen. Auch Sport-Moderator Reinhold Beckmann bezeichnete es als „Blödsinn“ nach dem Bremen-Spiel von einer Trendwende zu sprechen.

Der mittlerweile zurückgetretene Christian Heidel habe Schalke „vermainzt“. Es gebe derzeit keine Spieler, mit denen sich die Fans identifizieren könnten.

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.

Ins gleiche Horn stieß Peter Neurerer: „Der Führung ist es nicht gelungen, einen Stamm der Mannschaft herauszuarbeiten. Mit dem sich das Publikum und das Umfeld identifizieren könnten.“

Zudem kritisierte Neururer Schalkes Trainer Domenico Tedesco für dessen Personalpolitik:
„Es ist offenbar gefährlich, bei Schalke die Binde zu tragen.“

Aktuelle S04-Themen:

„Höwedes geht als Kapitän, dem Torhüter Fährmann wird ein anderer vorgesetzt und Naldo ebenfalls weggeschickt. Und dem nächsten wird die Binde von den Ultras weggenommen“, führte Neururer aus.

Auch Tedescos Maßnahme, für die Partie in Bremen mit Amine Harit, Hamza Mendyl und Mark Uth gleich drei fitte Spieler zuhause zu lassen, kritisierte der ehemalige Schalker-Trainer in der Sendung. „Die Spieler, die Tedesco nicht mit nach Bremen genommen und ausgebootet hat, die hat er verloren.“