Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Zu Jahresbeginn verließ Naldo Schalke überraschend Richtung AS Monaco. Im Interview warnt der Abwehrspieler den S04 mit einem prominenten Beispiel vor einem Abstieg und spricht über Domenico Tedesco und Huub Stevens.

„Der HSV-Absturz muss ein warnendes Beispiel für Schalke sein“, sagt Naldo in Interview mit der Sport Bild. In der aktuellen Ausgabe (10. April) des Fußballmagazins sagt der ehemalige Schalker, dass es ihm weh tue, den S04 im Abstiegskampf zu sehen.

„Dass Schalke nur auf Platz 14 steht, ist eine große Enttäuschung. Für die Fans, den Verein, die Spieler.“

Zum einen liegt es für Naldo daran, dass „mit Leon Goretzka, Max Meyer und Thilo Kehrer wichtige Spieler gegangen“ sind. Zum anderen gerieten die Königsblauen sofort in einen Negativ-Strudel.

Naldo verließ Schalke, ohne mit Tedesco gesprochen zu haben

Er selbst spielte nach seiner Vertragsverlängerung im Oktober immer seltener. Als kurz vor Weihnachten das Angebot der AS Monaco ins Haus flatterte, gab er dem damaligen Schalke-Sportvorstand Christian Heidel sofort Bescheid.

„Aber der Trainer hat mit mir nicht darüber gesprochen und um mich gekämpft“, sagt Naldo gegenüber der Sport Bild über den mittlerweile entlassenen Domenico Tedesco. „Ich will ihn nicht kritisieren, ich akzeptiere seine Meinung. Aber was soll ich dann machen?“

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Der 36-Jährige fühlte sich nicht mehr so gebraucht, wie zuvor. „Das tat weh. Monaco war dann einen große Chance für mich. Dabei wäre ich gerne auf Schalke geblieben.“

Zu den ehemaligen Mannschaftskollegen hat Naldo noch viel Kontakt, wie er zugibt. „Ich habe mir zuletzt das Spiel gegen Frankfurt angesehen. Die Mannschaft spielt unter Stevens viel organisierter. Die Niederlage war unglücklich. Darum bin ich zuversichtlich, dass Schalke in Nürnberg punktet.“

In Monaco kommt Naldo seit Februar nicht mehr zum Einsatz

In Monaco selbst kam der baumlange Innenverteidiger seit dem 26. Januar gar nicht mehr zum Einsatz. Zweimal musste der langjährige Bundesligaspieler wegen einer Rot-Sperre zuschauen. Zeitgleich kam der Trainer-Wechsel im Fürstentum.

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Doch auch danach saß Naldo nur noch auf der Bank. „Wenn eine Mannschaft funktioniert – wie jetzt in Monaco – dann muss ich das respektieren, auf der Bank zu sitzen. Doch das war auf Schalke nicht der Fall, wir waren als Mannschaft nicht erfolgreich. Dennoch habe ich keine richtige Chance mehr bekommen“, zitiert die Sport Bild den Ex-Schalker.