Bild: Ina Fassbender/dpa

0:7 verlor Schalke am Dienstag (12. März) in der Champions League bei Man City. Der ehemalige S04-Spieler Max Meyer machte sich anschließend über den ehemaligen Manager der Königsblauen Christian Heidel lustig.

Der „Greatest of all time“ (zu Deutsch: Größte aller Zeiten) wird Max Meyer im Fußball mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit nicht. Geht es nach dem 23-Jährigen, ist das eher Cristiano Ronaldo.

Der hatte praktisch im Alleingang seinen Klub Juventus Turin am Dienstag (12. März) ins Champions-League-Viertelfinale geschossen. Ronaldo erzielte alle drei Treffer beim 3:0-Sieg über Atlético Madrid, das das Hinspiel noch 2:0 gewonnen hatte.

Was das mit Meyer zu tun hat? Ganz einfach: Der postete nach den Champions-League-Spielen am Dienstag (12. März) in seiner „Instagram Story“ zwei Fotos nacheinander.

Meyer bezeichnet Heidel ironisch als „GOAT“

Auf dem ersten war Christian Heidel zu sehen, inklusive der Abkürzung „GOAT“ (Greatest of all time). Da im Englischen der Begriff auch für Ziege steht, war das Tier als entsprechendes Emoji ebenfalls dort zu sehen.

Pure Ironie von Meyer, der den ehemaligen Schalke-Manager damit verspottete und ihn anscheinend für die sportliche Misere der „Knappen“ verantwortlich macht. Im zweiten Bild postete der Ex-Schalker dann ein Foto von Ronaldo mit den Worten „Sorry, du warst gemeint“.

Die Fotos löschte Meyer zwar relativ schnell wieder. Doch da war es bereits zu spät. Zahlreiche User hatten einen Screenshot angelegt.

Meyer-Abrechnung mit Heidel hat eine Vorgeschichte

Damit geht die Abrechnung des Spielers mit dem ehemaligen S04-Manager weiter und findet ihren bisherigen Höhepunkt. In der vergangenen Saison hatten die Spannungen bereits in der Hinrunde begonnen.

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.
In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.

Vertragsverhandlungen zwischen Heidel und dem Berater von Meyer, Roger Wittmann, waren ab 2017 krachend gescheitert. Der Vertrag des Spielers lief im Sommer 2018 aus.

Wie angespannt das Verhältnis damals schon war, zeigte sich nach von Meyer erhobenen Mobbingvorwürfen in der Bild gegenüber dem Klub. „Ich finde es sehr mutig, sich als Mobbingopfer zu bezeichnen, wenn man weiß, wie es Mobbingopfern wirklich geht. Das ist an den Haaren herbeigezogen. Ich weiß nicht, was in ihm vorgeht. Ich weiß nicht, wie er zu dieser Aussage kommen kann“, sagte Heidel damals.

Für den Spieler selbst lag es ab dem Zeitpunkt, als Domenico Tedesco Trainer wurde, auf der Hand. „Vom ersten Tag“, sei ihm von Heidel klargemacht worden, „dass ich nicht mehr viel spielen würde. Ich war nicht mehr erwünscht. Ich sollte verkauft werden.“

Dennoch signalisierte Meyer zum Ende des Jahres 2017, dass er auf Schalke verlängern möchte, weswegen Heidel den Kontakt zu Wittmann suchte und fragte, ob es denn Sinn machen würde, wenn man sich überhaupt zusammensetze. Der Spielerberater antwortete mit den Worten, dass es nur Sinn ergeben würde, wenn man von demselben Spieler spricht.

Berater Wittmann bezeichnet Meyer als Weltklasse-Spieler

Der Spieler, der Champions League spielen kann, Europa League, ein deutscher Nationalspieler und, seiner Meinung nach, ein internationaler Klassespieler werden kann. Heidel hatte zu einem späteren Zeitpunkt beim TV-Talk „Sky90“ erzählt, dass Wittmann sogar von „Weltklasse“ gesprochen habe.

Der Berater entgegnete daraufhin mit folgenden Worten: „Ich glaube, dass der Christian Heidel Weltklasse gar nicht beurteilen kann. Weltklasse sind für mich Spieler wie Roberto Firmino, Luis Gustavo und Julian Draxler. Das ist eine völlig andere Liga als Meyer. Die sind aber teilweise fünf und zehn Jahre älter. Die spielen alle bei riesengroßen Klubs.“ Die genannten Spieler werden übrigens alle von Wittmanns Berateragentur betreut.

Aktuelle S04-Themen:

Zum Ende der Rückrunde im Frühling 2018 spielte der Spieler dann auf Schalke keine Rolle mehr. Erst saß der 23-Jährige nur noch auf der Ersatzbank, ehe er vom Training sogar ausgeschlossen wurde.

Das Ende ist bekannt. Nach wochenlanger Vereinssuche landete Meyer bei Crystal Palace, einem durchschnittlichen Verein in England, der derzeit fünf Punkte vor einem Abstiegsplatz steht. In der Liga kam der Ex-Schalker 28 Mal zum Einsatz. Elfmal davon stand er in der Startelf.