Bild: Tim Rehbein/dpa

Rabbi Matondo (18) vom FC Schalke 04 sorgte bei einem Flug von Portugal nach Wales mit der walisischen Nationalmannschaft wohl für einen Eklat. Nun stellt sich S04-Sportvorstand Jochen Schneider (48) schützend vor ihn.

  • Rabbi Matondo soll eine Stewardess beleidigt haben. Er wurde anschließend von der Polizei aus dem Flugzeug geführt.
  • Der Spieler selbst streitet die Vorwürfe vehement ab .
  • Jochen Schneider erklärte, dass er Matondo glaube und zu dem Schalker Spieler stehe.

Die Ereignisse überschlugen sich am Freitag (31. Mai). Es wurde bekannt, dass der walisische Nationalspieler sich den Anweisungen einer Flugbegleiterin widersetzt haben soll. Außerdem soll er sie noch schwer beleidigt haben.

Matondo streitet alles ab

Der Ernst der Lage wurde Schalke-Fans erst richtig bewusst, als Matondo in Begleitung von Polizeikräften das Flugzeug verlassen musste. In der Folge wurde der 18-Jährige von der Polizei verhört. Das bestätigte später am Tag auch der Verein.

Das Verhör, in dem er die Vorwürfe von sich wies, soll aber laut Medienberichten lediglich zehn Minuten gedauert haben. Der Waliser durfte aus Mangel an Zeugen wieder ins Flugzeug zurückkehren und die Reise fortsetzen.

Spieler kontaktierte auch Schalke

Matondo wendete sich auch mit einer Nachricht an Schalke, in der er alles abstritt. Er kündigte an, sich juristischen Beistand holen zu wollen.

Für Schalke, das wegen Länderspiele wohl zum Trainingsauftakt auf einige S04-Spieler wird verzichten müssen, schien sich die ganze Angelegenheit schnell erledigt zu haben. Ein Sprecher des Vereins sagte der dpa: „Wir sehen keine Notwendigkeit zu reagieren.“

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Nun äußerte sich auch Sportvorstand Jochen Schneider gegenüber der Bild zu dem Vorfall. Er stellte sich demonstrativ vor Matondo, der auch in der kommenden Saison bei den Profis voll angreifen will. „Ich kenne Rabbi seit drei Monaten persönlich, seinen Berater schon wesentlich länger.“

Beide seien laut Schneider aufrichtige und hochanständige Menschen. „Ich war bei dem Vorfall nicht dabei, aber wenn beide mir versichern, dass sich die Geschichte so nicht zugetragen hat, glaube ich ihnen und stehe zu 100% hinter Rabbi“, erklärte der 48-Jährige gegenüber der Bild. Das walisische Sprint-Ass scheint also die volle Unterstützung des Vereins zu genießen.

Matondo war erst in der Winterpause der aktuellen Saison – aus guten Gründen – zu den Königsblauen gewechselt. Ein Skandal wie dieser wäre dem 18-Jährigen und seiner jungen Karriere nicht zuträglich.

Jochen Schneider, der indes durch einige personelle Entscheidungen einen Umbruch bei Schalke einleiten möchte, betonte aber vehement, dass man dem Spieler glaube.