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Seit dem Trainerwechsel bei Schalke bekam Omar Mascarell immer mehr Spielzeit – und mauserte sich in den vergangenen Spielen immer mehr zum heimlichen Leistungsträger. Nach dem Spiel gegen Augsburg am Sonntag (5. Mai) sprach er über seine Pläne und Zukunft bei den Königsblauen.

Auf Schalke scheint man sichtlich erleichtert, dass der Klassenerhalt geschafft ist. Den Verlauf der Saison hatten sich Führung, Fans und Mannschaft sicher anders vorgestellt.

Wieder einmal kam Jahrhunderttrainer Huub Stevens zur Rettung und übernahm Mitte März von Domenico Tedesco. Einer, der davon profitierte: Omar Mascarell.

Der Spanier, der im Sommer von Eintracht Frankfurt kam, spielte unter Tedesco kaum eine Rolle, auch wenn er nicht verletzt war. Nun scheint er aber immer mehr in Fahrt zu kommen – und hat einiges mit Schalke vor.

Mascarell: Wenn du nicht triffst, gewinnst du nicht

In der Mixed Zone nach dem Spiel gegen Augsburg stellte sich Mascarell dann den Journalisten und betrieb Diagnostik beim angeschlagenen blauweißen Riesen aus Gelsenkirchen. Vor allem die Torsausbeute bemängelte er.

„Wir haben das Spiel kontrolliert und viele Chancen gehabt, die wir nicht verwandelt haben. Das ist Fußball: Wenn du nicht triffst, kannst du nicht gewinnen“, so der Spanier.

Auch im Revierderby machte Omar Mascarell einen guten Eindruck. Foto: dpa

Über den geschafften Klassenerhalt hatte Mascarell indes gemischte Gefühle. Man sei auf Schalke froh über das Halten der Klasse, habe aber natürlich andere Ansprüche.

„Wir müssen viel nachdenken und einiges besser machen nächste Saison, denn Schalke verdient das“, führte der blauweiße Mittelfeldmann weiter aus – und scheint Größeres vorzuhaben.

Mascarell profitiert von Stevens

Denn unter Huub Stevens kommt Mascarell endlich zu mehr Spielzeit. „Es ist wichtig zu spüren, dass sie an mich glauben. Ich bin hierher gekommen, um viele Jahre für Schalke zu spielen“, sagt Mascarell. Auch das Vertrauen des potentiellen neuen Trainers möchte er gewinnen.

„Jedes Spiel ist ein Test für uns. Jeder muss bereit sein, zu zeigen, dass er die Qualität und Kraft besitzt, für Schalke zu spielen“, erklärt der 26-Jährige.

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Und für Schalke spielen, das hat auch Mascarell fest vor. Auf die Nachfrage, ob er sich bei Schalke sehe, antwortete er: „Zu hundert Prozent. Es ist ein großartiger Klub mit großartigen Fans.“

Er fühle sich glücklich und wohl und: „Mit dem Kopf bin ich nur bei Schalke und werde hier auch lange Zeit bleiben.“

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Nach dem Revierderby ließ Mascarell bereits ähnliche Töne verlauten und sagte, er wolle, dass Schalke wieder in die Champions League komme. Da wo sie auch hingehören.

Solche Bekenntnisse scheinen vor allem im aktuell sehr hektischen und profitorientierten Fußballgeschäft Balsam für die geschundene Schalker Seele zu sein. Ob der Spanier noch zur Führungs- und Identifikationsfigur wird, wird sich dann in der neuen Saison zeigen.