Bild: Uwe Anspach/dpa

Sebastian Rudy (29) ist derzeit von Schalke 04 an die TSG Hoffenheim verliehen. Auf eine Rückkehr zum S04 scheint der Mittelfeldspieler nicht sonderlich scharf zu sein.

  • Sebastian Rudy ist nach einem enttäuschenden Jahr auf Schalke zur TSG Hoffenheim gewechselt.
  • In Sinsheim fühlt sich der 29-Jährige pudelwohl.
  • Sogar ein Verbleib bis zum Karriereende scheint nicht ausgeschlossen.

Mit dem Wechsel zur TSG Hoffenheim beendeten die „Knappen“ zumindest vorerst ein teures Missverständnis. Denn der 16-Millionen-Neuzugang Rudy kam auf Schalke nie richtig an.

Einst mit dem Wunsch verpflichtet, den geplanten Offensivfußball von Schalke im Mittelfeld zu lenken, wirkte der 29-Jährige unter Domenico Tedesco (33) meist wie ein Fremdkörper im S04-System. 28 Einsätze ohne eine einzige Torbeteiligung sprechen eine deutliche Sprache.

Rudy: Vom Missverständnis auf Schalke zur wichtigen Säule bei Hoffenheim

Seit seiner Rückkehr zur TSG ist Rudy unter Trainer Alfred Schreuder (46) gesetzter Stammspieler bei der Mannschaft aus Sinsheim. Besonders im Pokal-Krimi gegen die Würzburger Kickers (5:4 n.E.) glänzte die S04-Leihgabe.

Den Treffer zum 2:0 von Ihlas Bebou (25) in der 54. Minute bereite Rudy, wegen dessen Transfer zum S04 nicht alle begeistert waren, vor. Anschließend verwandelte er seinen Versuch im Elfmeterschießen sicher.

Rudy kann sich Karriereende bei Hoffenheim vorstellen

„Alfred kennt mich gut und weiß genau, was meine Stärken sind. Er hat mich in den persönlichen Gesprächen direkt überzeugt: wie er spielen will, was er machen will, was er von mir erwartet“, so der WM-Teilnehmer im Interview mit dem Vereinsmagazin Spielfeld.

Da der Vertrag von Rudy auf Schalke noch bis 2022 läuft, stünde im Sommer eigentlich die Rückkehr ans Berger Feld an. Allerdings liebäugelt der frühere Münchener mit einem längeren Verbleib bei der TSG Hoffenheim.

„Ich möchte definitiv länger hierbleiben und kann mir sehr gut vorstellen, meine Karriere bei der TSG zu beenden. Der Verein und die Region sind mir ans Herz gewachsen. Ich habe viele Freunde, die Menschen hier sind sehr liebenswert, es passt einfach.“

Schalke und die TSG haben eine Kaufoption vereinbart

Ein Szenario, das alles andere als abwegig erscheint. Denn Hoffenheim hat sich bei Rudy eine Kaufoption über rund sechs Millionen Euro zusichern lassen. Spielt der 29-Jährige weiter wie bisher, dürfte das Aktivieren dieser nur eine Formalität sein.