Bild: dpa / Montage: RUHR24

Zuletzt trat schon der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies (62) kräftig gegen den im Februar zurückgetretenen Sportvorstand Christian Heidel (55) nach. Der musste sich jetzt noch einiges von Schalke-Legenden anhören. Domenico Tedesco (33) blieb dabei aber auch nicht verschont.

  • Gleich mehrere Schalke-Legenden haben bei einem Fußball-Talk kräftig gegen den entlassenen Domenico Tedesco und zurückgetretenen Christian Heidel ausgeteilt.
  • Einer spricht sogar von „Ahnungslosigkeit“.
  • Der eingesprungene Co-Trainer Mike Büskens war auch vor Ort und tat sich mit Bewertungen sehr schwer.

Tedesco hat mir viel zu viel rumgeeiert. Mir wurde viel zu viel gewechselt“, kritisierte Rüdiger Abramczik (63) bei einem Fußball-Talk in Gelsenkirchen, wie die WAZ berichtet.

Schalke hat laut mancher S04-Legenden zu viel gewechselt und klang zu theoretisch

Der ehemalige „Flankengott“ von Schalke erntete dem Bericht nach für dieses Urteil kräftig Applaus von den anwesenden Fans. Die dürften dem Urteil von Ingo Anderbrügge ebenfalls wohl sehr stark zugestimmt haben.

„Ich mochte Tedesco im ersten Jahr, aber im zweiten Jahr war er mir zu theoretisch. Er hat Fußball-Begriffe geprägt, die ich nicht verstanden habe – aber ich bin ja hier nur aus dem Pott“, zitiert die WAZ den ehemaligen Linksaußen.

Klaus Fischer wirft Domenico Tedesco „Ahnungslosigkeit“ vor

Noch weiter ging sogar Klaus Fischer (69), der dem Bericht der Tageszeitung nach sogar einmal von „Ahnungslosigkeit“ beim ehemaligen Schalke-Trainer sprach. Vor allem im Zusammenhang mit dem überraschenden Naldo-Abgang Anfang des Jahres, nachdem der Innenverteidiger mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden war.

„Naldo (36) war der beste Spieler im letzten Jahr, und nach drei Monaten war er plötzlich nicht mehr gut genug für Schalke 04? Da frage ich mich schon, was sich dieser Trainer vorgestellt hat.“

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Den sicherlich schwersten Job an dem Abend des Fußball-Talks hat Mike Büskens (51). Der war schließlich bis vor kurzem noch Co-Trainer der Königsblauen. Seine Zukunft bei den „Knappen“ ist noch nicht final geklärt, wie Sportvorstand Jochen Schneider in einem Interview mit Funke Sport verriet.

Der 51-Jährige hielt sich zurück, stimmte aber Aussagen von Fischer zu, indem er sagte: „Wahrscheinlich ist es von jedem etwas.“ Der beste Torjäger der S04-Vereinsgeschichte hatte zuvor drei Gründe angegeben, wonach schlechter Fußball gespielt werden würde.

Entweder nicht fit, oder keine Qualität oder keine intakte Mannschaft

„Entweder ist die Mannschaft nicht fit, oder sie hat keine Qualität, oder innerhalb der Mannschaft stimmt es nicht.“ Dass Schalke die lauffaulste Mannschaft der abgelaufenen Bundesliga-Saison war, konnte und wollte Büskens mit Verweis auf eine Statistik nicht bestreiten. „Platz 18 ist Platz 18.“ Das dürfte in Zukunft nicht passieren, da David Wagner unter anderem darauf Wert legt.

Die königsblauen Legenden schießen aber nicht nur gegen Tedesco. Auch Heidel bekommt ordentlich Fett weg. Allerdings weniger wegen des Transfers Bernard Tekpetey, der kurios werden könnte. Der SC Freiburg wird in diesem Fall nicht den Zuschlag bekommen.

Rüdiger Abramczik mit Schalke-Schal. Foto: Caroline Seidel/dpa

Tedesco wird stark kritisiert, aber man darf auch nicht vergessen, dass Heidel scheiße eingekauft hat und ihn dabei auch keiner gestoppt hat. Heidel hat gesagt, ich mache jetzt hier was ich will, aber er kommt nicht vom Fußball – er ist kein Magath“, zitiert die WAZ Abramczik. Zur Kritik an Christian Heidel hat sich Hans-Joachim Watzke geäußert.

Vor allem beim Thema Alexander Nübel (22) platzt dem ehemaligen „Flankengott“ fast der Kragen. „Wir fangen jedes Jahr bei Null an“, weil ständig Geld für neue Spieler ausgegeben werden müsse. Stattdessen solle man mal einen Blick zu den Transfers vom BVB werfen.

Zumindest bei diesem Thema lehnte sich Büskens etwas weiter aus dem Fenster und stimmte Abramczik zu. „Der BVB kriegt 65 Millionen für Pulisic, und dafür holen sie jetzt Brandt, Schulz und Hazard.“ Da sieht es bei Transfers und Gerüchten rund um Schalke ganz anders aus.