Bild: Ina Fassbender/dpa

Unabhängig vom Ausgang der Saison, sucht Schalke derzeit nach mehreren Führungskräften. Verantwortlich dafür ist Sportvorstand Jochen Schneider, der auch einen Vergleich zur Politik zieht.

„Wie viele Tage bekommt man in der Politik?“, fragte Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider nach dem 1:1 in Nürnberg rhetorisch. So reagierte der 48-Jährige in Hinblick auf eine Bewertung seiner Arbeit.

Jochen Schneider muss einen Trainer, Sportdirektor und Kaderplaner finden

Schließlich will der Nachfolger von Christian Heidel einen Kaderplaner sowie einen Sportdirektor für den S04 verpflichten. Durch die Entlassung von Domenico Tedesco ist nun auch noch die Position des Trainers offen.

Passiert ist bislang aber noch nichts. Obwohl Jochen Schneider mittlerweile seit 45 Tagen im Amt ist. Einfach sind die Aufgaben angesichts der sportlich prekären Situation nicht.

Jochen Schneider gibt zu: Schalke gibt kein wunderschönes Bewerbungsschreiben ab

„Das muss man losgelöst davon sehen. Dass wir hier kein wunderschönes Bewerbungsschreiben abgeben, ist klar.“

Trotzdem betonte Jochen Schneider: „Schalke 04 hat trotzdem einen unglaublich großen Reiz. Und die Chancen, aus dieser Situation wieder etwas Positives aufzubauen, ist unbestritten da. Das überwiegt. Da wird kein potenzieller Kandidat, egal, für welche Position, sagen: Da will ich nicht hin!“

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In der Politik dauert es bekanntlich 100 Tage, bis eine erste Bewertung abgegeben wird. „Deshalb bitte ich um Ruhe.“

Jochen Schneider erklärt seine Bitte. „Ob wir den Trainer oder den Sportdirektor am 13. April oder am 23. April oder am 3. Mai haben, ändert an der Situation hier jetzt null Komma null. Ich wiederhole mich gerne: Da geht Qualität vor Zeit.“

Für Jochen Schneider geht Qualität vor Zeit

Angesichts dessen, dass andere Vereine aber schon längst ihre Planungen für die neue Saison vorantreiben, droht Schalke ins Hintertreffen zu geraten. Das sieht der Sportvorstand der „Knappen“ aber anders.

Aktuelle S04-Themen:

„Ich weiß, dass hier alles ein bisschen aufgeregter, ein bisschen emotionaler ist. Aber je unruhiger es im Umfeld wird, desto ruhiger werde ich“, so Jochen Schneider.

Die Schalke-Fans dürften hoffen, dass der 48-Jährige nicht zu ruhig wird. Die 100 Tage sind dann übrigens am 9. Juni vorüber.