Bild: Ina Fassbender/dpa

Nicht erst seit der dreiwöchigen Versetzung von Nabil Bentaleb zur U23 gilt der Profi-Kader des S04 als schwierig. Nun hat der neue Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider in einem Interview dazu Stellung bezogen.

Gibt es in der aktuellen Mannschaft der Königsblauen zu viele Söldner und fehlt diesen der richtige Charakter? „Damit kann ich auch nichts anfangen“, sagt Jochen Schneider im Interview mit Spox deutlich.

Jochen Schneider verteidigt die aktuellen Schalke-Spieler

„Schalke 04 hat sich für jeden einzelnen Spieler ganz bewusst entschieden“, ergänzt der Sportvorstand, der Ende Februar die Nachfolge des zurückgetretenen Christian Heidel übernahm. Der Heidel-Nachfolger räumt aber etwas anderes ein.

„Vielleicht hat man es in der Vergangenheit an der einen oder anderen Stelle versäumt, den Jungs klarzumachen, was es bedeutet für Schalke zu spielen. Auch die Themen Betreuung und Integration spielen gerade bei ausländischen Neuzugängen eine ganz wesentliche Rolle“, so Jochen Schneider gegenüber Spox.

Jochen Schneider widerspricht dem Vorwurf einer charakterlosen Schalke-Mannschaft

Der 48-Jährige betont aber im gleichen Atemzug: „Ich habe unsere Mannschaft überhaupt nicht als charakterlos wahrgenommen.“

Das macht Jochen Schneider in dem Gespräch mit der Sport-Website an Beispielen fest. „Wenn das eine charakterlose Truppe wäre, dann hätte sie letztes Jahr nicht Vize-Meister werden und auch diese Saison nicht in der Champions League überwintern können. Also ist das für mich reiner Populismus, der auf jeden Klub angewandt wird, der in einer sportlichen Krise steckt.“

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In den ersten zwei März-Wochen sei er erst einmal damit beschäftigt gewesen, einen Ist-Zustand zu analysieren und warum es sportlich nicht läuft. Die Trennung von Trainer Domenico Tedesco sei ihm nicht leicht gefallen, weil er ihn nicht nur als sehr guten Trainer, sondern auch als „tollen Kerl und sehr feinen Menschen“ sieht.

Als nächstes gilt es, in der Bundesliga den Klassenerhalt zu erreichen. Außerdem will Jochen Schneider parallel einen neuen Trainer, einen neuen Sportdirektor sowie einen Kaderplaner finden.

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Eine Streichliste von Spielern soll es hingegen nicht geben. „Definitiv nicht, nein“, sagt der Schalke-Sportvorstand.