Bild: Roland Weihrauch dpa

Seit dem vergangenen Sommer spielt Benedikt Höwedes für Lokomotive Moskau. Der ehemalige Schalke-Kapitän hat in einem Interview der etwas anderen Art unter anderem über seine Anfänge als Profi und Mirko Slomka gesprochen.

Es war der 9. April 2008. Champions League. Viertelfinale. Der FC Schalke 04 muss sich mit dem großen FC Barcelona messen.

Das Hinspiel fand zunächst in Spanien statt. Ein gewisser Benedikt Höwedes ist zu dem Zeitpunkt 18 Jahre jung.

Damals hat der gebürtige Haltener seine Debüts für den S04 schon hinter sich. Sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League.

Höwedes zwischen Abitur und Champions League

Doch Höwedes ist gleichzeitig nach wie vor auch noch Schüler. Das Abitur stand vor der Tür und war für ihn auch wichtig.

„Mein Vater hat es mir geraten. Eine Fußballkarriere kann durch eine Verletzung auch schnell vorbei sein, sagte er immer. Es war Stress pur damals. Training bei den Profis und dazu die Schule“, erinnert sich der heute 30-Jährige im Interview mit T-Online.de.

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Der stressige Höhepunkt war laut Höwedes der Zeitraum rund um das besagte Champions-League-Spiel. „Ich sollte mit nach Barcelona fliegen. Am nächsten Tag stand eine Mathe-LK-Klausur an“, heißt es in dem Interview weiter.

Für den jungen Schalke-Spieler eine klare Angelegenheit. „Ich bin zu meinem damaligen Trainer Mirko Slomka gegangen und haben ihm gesagt, dass ich nicht mit nach Barcelona kommen kann“, erinnert sich der Weltmeister von 2014.

„Eigentlich kann man sich solch ein Erlebnis nicht entgehen lassen“, sagt Höwedes im Interview mit T-Online.de weiter. „Slomka wollte unbedingt, dass ich mitkomme. Also kam ich mit.“

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Die Königsblauen verloren 0:1 und der Abwehrspieler kam nicht zum Einsatz. Die Rückreise war dann speziell.

„Ich bin noch in der Nacht mit dem Privatjet von Clemens Tönnies zurück nach Deutschland geflogen und habe am Morgen die Mathe-Klausur geschrieben“, kann sich Höwedes noch erinnern. „Da prallten zwei Welten aufeinander.“

Kein Wunder. „Am Abend steht du noch neben Ronaldinho, Henry und Messi im Camp Nou, am Morgen darauf sitzt du im Klassenzimmer und hoffst, die Mathe-Klausur zu packen.“