Bild: Tim Rehbein/dpa

Am Samstag endet das Trainingslager des FC Schalke 04 in Benidorm. Christian Heidel blickt auf die Woche in Spanien zurück.

Insgesamt fällt das Fazit des Sportvorstands positiv aus. „Die Jungs haben sehr konzentriert unter optimalsten Bedingungen trainiert“, sagte Heidel in einer Medienrunde zum Abschluss des Trainingslagers.

Heidel zufrieden mit offensiver Arbeit

Besonders im offensiven Bereich habe die Mannschaft gut gearbeitet. „Automatismen und Abläufe sollten besser funktionieren, und das hat sehr gut ausgesehen.“

Getrübt wird die Bilanz jedoch durch drei Verletzungen. Im abschließenden Testspiel gegen KRC Genk zog sich Salif Sané am Freitag eine Oberschenkelverletzung zu und vergrößert damit nach dem Abgang von Naldo Schalkes Abwehrsorgen. 

Der Stand der Verletzten

Zuvor mussten bereits Nabil Bentaleb und Suat Serdar angeschlagen pausieren, Bentaleb reiste sogar vorzeitig zurück nach Gelsenkirchen. „Suat Serdar ist immer noch angeschlagen, bei Nabil Bentaleb sieht es besser aus“, so Heidel zum aktuellen Stand bei den beiden.

Schalkes Sportvorstand widersprach zudem den Eindrücken einiger Fans und Medien, wonach die Mannschaft in den ersten Tagen des Trainingslagers „mit angezogener Handbremse“ trainiert habe: „Für mich ist die Einschätzung der Trainer extrem wichtig. Da gingen die Meinung zwischen interner und externer Wahrnehmung auseinander. Der letzte Stand ist, dass die Trainer mit der Einstellung und der Leistung sehr zufrieden sind.“

Heidel über die Party-Nacht von Porto

Ein weiteres beherrschendes Thema des Trainingslagers war aus Schalker Sicht die Affäre um die Party-Nacht von Porto. Heidel dazu: „Uns hat das eigentlich nicht gestört. Wir kennen die Geschichte seit sechs Wochen. Intern wurde das längst abgearbeitet.“

Es sei „schade, wenn durch sowas ein Negativ-Touch reinkommt.“ Doch damit müsse der Verein leben. 

Zudem äußerte sich Heidel zu den bislang enttäuschenden Sommer-Neuzugängen Sebastian Rudy und Omar Mascarell: „Es gibt große Hoffnungen, dass die Jungs in die Pötte kommen. Ich bin sehr optimistisch. Das sind zwei sehr gute Fußballer. Sie selbst waren mit ihren Leistungen auch nicht zufrieden. Jetzt hatten sie eine komplette Vorbereitung und müssen es ab Sonntag auf dem Platz zeigen.“

Omar Mascarell (am Ball) konnte seit seiner Ankunft im Sommer 2018 auf Schalke noch nicht überzeugen. Foto: Guido Kirchner/dpa
Omar Mascarell (am Ball) konnte seit seiner Ankunft im Sommer 2018 auf Schalke noch nicht überzeugen. Foto: Guido Kirchner/dpa

Dennoch schloss Heidel auch einen vorzeitigen Abgang oder eine Leihe von Mascarell nicht aus. Nach dem Trainingslager wolle man sich zusammensetzen und die Eindrücke diskutieren.

„Sollte das Ergebnis der Analyse sein, dass die Trainer sich eine Veränderung vorstellen können, könnte ein solches Gespräch noch stattfinden“, so Heidel.