Bild: Timm Schamberger/dpa

Dass auf Schalke im kommenden Sommer ordentlich Personal ausgetauscht wird, ist sicher. Nicht nur, weil durch das Verpassen der Blau-Weißen des internationalen Geschäfts wichtige Einnahmen fehlen werden. Mindestens ebenso, weil die Qualität einiger Spieler falsch eingeschätzt wurde.

Laut der Bild haben vor allem vier Spieler der Blau-Weißen schlechte Karten, auch in der kommenden Saison das S04-Trikot tragen zu dürfen. Gleichzeitig würden mögliche Verkäufe die Kasse bei den „Knappen“ klingeln lassen.

Amine Harit auf Schalke: Erstes Jahr hui, zweites Jahr pfui

Amine Harit steht demnach an erster Stelle. Der 21-Jährige kam 2017 für 10 Mio. Euro vom FC Nantes zu Schalke und war mit drei Toren und sieben Vorlagen in 31 Pflichtspielen sowie seinem kreativen und feinen Spiel auf dem Platz mit entscheidend für die Vizemeisterschaft.

Doch dem Offensivspieler stiegen nach der ersten Saison Erfolg und mehr Gehalt wohl zu Kopf. Neben dem Platz fiel der marokkanische Nationalspieler häufiger negativ auf.

Technische und taktische Defizite bei Breel Embolo

Im Gegensatz zu Harit stimmt die Einstellung bei Breel Embolo. Der teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte von Schalke kam 2016 vom FC Basel und kostete mittlerweile 26,5 Mio. Euro.

Für die hohe Ablösesumme kann der Schweizer Nationalspieler nichts. Ebenso wenig für die erste schwere Verletzung, die ihn eineinhalb Jahre mehr oder weniger aus dem Verkehr zog.

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Doch die technischen und taktischen Defizite sind bei dem Schalke-Stürmer unübersehbar. Da können Ex-Trainer Domenico Tedesco sowie Interimstrainer Huub Stevens noch so sehr von seiner Wucht schwärmen, seit er wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

Das Gegenteil ist bei Omar Mascarell der Fall. Der 26-Jährige spielt technisch zwar sauberer und kostete „nur“ 10 Mio. Euro. Doch der defensive Mittelfeldspieler ist maximal ein Mitläufer und kein Anführer, was man sich vom Sommer-Neuzugang aber erhoffte.

Konoplyanka ist auf Schalke wohl der Top-Verdiener

Der Vierte im Bunde ist Yevhen Konoplyanka, der Top-Verdiener auf Schalke. Der 29-Jährige kam 2016 vom FC Sevilla und kostete nach einem offiziellen Leihgeschäft fixe 12,5 Mio. Euro.

Seitdem gelangen dem Offensivspieler in 77 Pflichtspielen aber nur 13 Treffer und neun Vorlagen. Viel zu wenig, gemessen an der Ablösesumme, dem Gehalt sowie den technischen Voraussetzungen, die der ukrainische Nationalspieler mitbringt, der angeblich selbst schon über einen Abgang nachdenkt.

Aktuelle S04-Themen:

Das Quartett würde nach aktuellen Angaben von Transfermarkt.de Schalke 45 Mio. Euro Einnahmen bringen. Zweifelsohne gehören sie aber nicht alleine zu den Enttäuschungen in dieser Saison oder in den Jahren zuvor.