Bild: Marius Becker/dpa

Einem weiblichen Schalke-Fan droht Ärger durch die Justiz. Der Vorwurf einer sexuellen Belästigung wird nun zum Bumerang.

  • Die Staatsanwaltschaft Gelsenkirchen erhebt Anklage gegen einen weiblichen Schalke-Fan.
  • Eine 22-Jährige hat einem S04-Ordner sexuelle Belästigung vorgeworfen.
  • Die Vorwürfe sollen angeblich erfunden sein.

Die Staatsanwaltschaft Gelsenkirchen hat gegenüber Radio Emscher Lippe (REL) bestätigt, gegen einen weiblichen Schalke-Fan Anklage erhoben zu haben. Demnach gehen die Ermittler davon aus, dass Katharina K. (22) eine sexuelle Belästigung in der Nordkurve der Veltins-Arena erfunden hat.

Vorwürfe ereigneten sich angeblich während eines Schalke-Heimspiels

Die 22-Jährige hatte behauptet, während des Heimspiels gegen den 1. FC Nürnberg (5:2) am 25. November 2018, von einem Schalke-Ordner belästigt worden zu sein. Darüber hinaus habe sie trotz Bitte um Hilfe bei einem anderen Ordner keine Unterstützung erfahren.

Im Gegenteil. Ein zweiter Ordner soll Katharina K. sogar zurückgewiesen haben.

Einem Ordner wird sexuelle Belästigung vorgeworfen

Letzteres hatte die Schalke-Anhängerin bereits kurze Zeit später zurückgenommen. Doch andere Vorwürfe blieben im Raum stehen.

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So hatte die 22-Jährige unter anderem gegenüber der Bild behauptet, dass sie immer wieder am Po berührt wurde. Schließlich soll der Ordner dann sogar seine Hand in ihre Hose gesteckt haben.

Nun aber scheint der Fall eine Wendung zu bekommen. Die Staatsanwaltschaft Gelsenkirchen hat Katharina K. wegen Vortäuschung einer Straftat und falscher Verdächtigung angeklagt.

Video belastet Schalke-Anhängerin

Gegenüber REL sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft, dass auf Videoaufzeichnungen kein Übergriff zu sehen sei. Außerdem habe die junge Frau ihren Platz auch nicht verlassen, um einen Ordner anzusprechen.

Laut übereinstimmenden Medienberichten liegt die Akte zu dem Fall beim Amtsgericht Gelsenkirchen. Als nächstes muss das Gericht einen Termin festlegen.

Schon unmittelbar nach den öffentlich gewordenen Vorwürfen, zeigte sich die Fan-Szene, die im Rückspiel beider Klubs wie schon im Hinspiel eine beeindruckende Choreografie präsentierte, auf Schalke sehr gespalten. Viele glaubten den Anschuldigungen der 22-Jährigen nicht wegen ihrer widersprüchlich wirkenden Aussagen.

Die Wendung ist nicht die erste negative Meldung aus Gelsenkirchen in dieser Woche. Erst noch am Dienstag (11. Juni) starb ein Junge (2) im Spaßbad SportParadies.

Darüber hinaus fahndet die Polizei Gelsenkirchen derzeit mit Fotos nach zwei Frauen. Die beiden hatten mehrere Handys gestohlen.