Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Manchester City (2:3) kassierte der FC Schalke 04 nach 18 Minuten den ersten Gegentreffer. Der eigene Anteil daran war sehr groß. Wie groß genau? Ralf Fährmann sprach nach der Partie über die Szene mit Salif Sané und sich selbst.

Die Aufregung der S04-Fans über den ausbleibenden Pfiff des Schiedsrichters nach einem harten Einsteigen gegen Mark Uth hatte sich gerade gelegt, weil das eigene Team den Ball schnell wieder erobert hatte. Jeffrey Bruma spielte, um das Geschehen weiter zu beruhigen, einen Rückpass.

Demnächst könnte der S04-Torwart den Ball eventuell sogar in die Hand nehmen. Für die kommende Saison stehen einige Regeländerungen ins Haus.

Fährmann, der wohl nicht an eine Schalke-Flucht denkt, wollte den Ball anschließend nicht blind nach vorne schlagen, sondern – halbrechts im Strafraum stehend – den zehn Meter vor sich postierten Sané anspielen. Der Pass war zu lasch und Sané kam nicht entgegen.

So sprintete David Silva von Man City dazwischen, nahm dem Schalker Abwehrspieler den Ball ab und passte quer auf den völlig freistehenden Sergio Agüero. Der musste das runde Leder nur noch im leeren Tor unterbringen.

Fährmann sieht beim ersten Gegentreffer keinen Fehler bei sich

„Das 0:1 war unglücklich. Ich wollte Salif anspielen, der noch ein bis zwei Meter hätte entgegenkommen können, um dann den Ball zu Jeffrey abprallen zu lassen“, sagte Fährmann nach der Partie auf die Szene angesprochen.

Auf die Nachfrage, ob sein Pass nicht zu lasch gespielt gewesen sei, entgegnete der Schalke-Kapitän: „Ich habe gehofft, dass Salif entgegenkommt, weswegen ich den Ball bewusst leichter gespielt habe. Ich mache ihm da aber keinen Vorwurf.“

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Hätte Fährmann oder jemand anderes Sané aber zurufen müssen, dass ein Gegenspieler bereits im Rücken lauerte? „Auf der zentralen Position bekommt man immer Druck. Gegen Man City hat da keiner von uns Zeit, mit drei oder vier Kontakten zu spielen. Das muss schneller gehen.“

Schnell weiter geht es für den S04. Bereits am Samstag (23. Februar, 15.30 Uhr) steht das Auswärtsspiel gegen den FSV Mainz 05 an.

Dann steht nicht Fährmann, sondern Alexander Nübel wieder im Tor. Das hatte Trainer Domenico Tedesco bereits vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Man City angekündigt.

Das Rückspiel findet in drei Wochen (12. März, 21 Uhr) statt. Wer steht dann zwischen den Pfosten?

Aktuelle S04-Themen:

„Das weiß ich nicht. Ich schaue von Woche zu Woche“, sagte Fährmann.

Vor dem Hinspiel hatte Tedesco seine Entscheidung damit begründet, dass der Kapitän wegen seiner Leistungen aus der Vorsaison entscheidenen Anteil daran hatte, dass Schalke nun in der Champions League spiele. Geht es nach dieser Argumentation, müsste Fährmann auch im Rückspiel im S04-Tor stehen.

„Klar, so gesehen schon. Aber ich werde es vor dem Spiel noch früh genug erfahren, wie sich der Trainer entscheidet.“