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Bereits vor Anpfiff gegen den VfL Wolfsburg gab es den ersten Schalke-Hammer. Domenico Tedesco setzte Kapitän und Stammtorhüter Ralf Fährmann auf die Bank. Für ihn rückt Alexander Nübel zwischen die Pfosten.

„Diese Entscheidung ist uns extrem schwer gefallen“, sagte Schalke-Trainer Domenico Tedesco vor dem Anpfiff im Gespräch mit „Sky Sport“. „Doch in den letzten Spielen waren Unsicherheiten dabei. Wir hatten das Gefühl, dass Ralle nicht frei im Kopf ist.“

Fährmann, der nicht an eine Schalke-Flucht denkt, hatte sich unter anderem im Testspiel gegen den KRC Genk (2:2) sowie am 17. Bundesliga-Spieltag gegen den VfB Stuttgart (3:1) Patzer erlaubt. Auch gegen den FC Augsburg (1:1) und gegen Bayer Leverkusen (1:2) sah die lange Zeit unumstrittene Nummer eins vom S04 unsicherer als sonst aus.

Wegen einer Verletzung musste er bereits während der Hinrunde sechs Pflichtspiele lang von Nübel vertreten werden. Der deutsche U21-Nationaltorwart überzeugte in der Zeit.

Nübel gibt derzeit ein besseres Gefühl als Fährmann

„Alex hat sich die Chance verdient. Er gibt uns aktuell ein besseres Gefühl – nicht mehr, nicht weniger“, sagte Tedesco im Sky-Gespräch weiter. Die Entscheidung gegen Fährmann und für Nübel scheint aber nicht für die gesamte Rückrunde in Stein gemeißelt zu sein. „Das ist eine Momentaufnahme“, erklärte der Schalke-Trainer.

Der traf die Entscheidung übrigens nicht spontan oder alleine. Stattdessen bezog Tedesco gleich mehrere Verantwortliche der Königsblauen mit ein.

„Domenico und ich haben während der Woche zum ersten Mal darüber gesprochen. Die endgültige Entscheidung fiel am Mittwoch, am Samstag hat Domenico es Ralf Fährmann gesagt. Es war seine alleinige Entscheidung, die ich zu 100 Prozent mittrage“, sagte Sportvorstand Christian Heidel bei „Sky Sport“.

Tedesco selbst nannte Ross und Reiter. So waren Vorstand, Aufsichtsrat und beispielsweise Huub Stevens mit der Thematik um Fährmann und Nübel vertraut.

Tedesco bezog auch Stevens mit in die Entscheidung mit ein

Für Nübel bietet sich nun die Chance, sich langfristig als Nummer eins auf Schalke zu beweisen. Der 22-Jährige hatte erst noch zu Jahresbeginn davon gesprochen, ab Sommer irgendwo die Nummer eins sein zu wollen.