Schalke: Frust nach Derby wegen VAR und Elfmeter! DFB reagiert

Der FC Schalke 04 diskutiert mit Schiedsrichter Felix Brych. Foto: Ina Fassbender / AFP
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Der FC Schalke 04 diskutiert mit Schiedsrichter Felix Brych. Foto: Ina Fassbender / AFP

Frust auf Schalke nach dem Derby gegen den BVB. Es ging um die Elfmeter-Szene und die Schiedsrichter. Der DFB hat jetzt reagiert. Hier die Infos.

Die Elfmeter-Diskussion vom Derby hallt noch nach. Ganz Schalke forderte gegen den BVB einen Strafstoß. Schiedsrichter und VAR bewerteten die Szene aber anders.

  • Obwohl im Derby zwischen Schalke und dem BVB keine Tore erzielt wurden, gab es genügend Aufreger.
  • Der S04 fühlte sich beispielsweise um einen Elfmeter gebracht.
  • Der DFB reagierte nun und bezog Stellung zu den Entscheidungen vom Schiedsrichter und VAR.

Derby zwischen Schalke und BVB: Fans provozieren sich gegenseitig

Das Derby zwischen Schalke und dem BVB (der Ticker zum Nachlesen) endete zwar torlos. Aufreger gab es aber trotzdem zu Genüge.

So wurde das Spiel später angepfiffen, weil im Gästeblock von Borussia Dortmund so viel Pyrotechnik gezündet wurde, dass die Veltins-Arena erst einmal vernebelt war. Das zünden von Pyrotechnik könnte künftig übrigens heftige Konsequenzen nach sich ziehen. Dann provozierten Anhänger vom S04 mit vielen geklauten Bannern die BVB-Fans.

Schalke vergibt im Derby gegen den BVB beste Torchancen

Fußball wurde im Derby zwischen Schalke, das nun wegen einer Verletzung wochenlang auf Benjamin Stambouli verzichten muss, und dem BVB aber auch gespielt. Die "Knappen" trafen unter anderem einmal das Lattenkreuz und einmal den Pfosten. Zudem klärten die Schwarz-Gelben einmal auf der Torlinie.

Borussia Dortmund selbst zeigte sich zu harmlos. Ein Tor wollte auf beiden Seiten nicht fallen. Dass es dazu nicht kam, lag womöglich auch an einer strittigen Entscheidung der Schiedsrichter.

Schiedsrichter-Ärger: Schalke fordert im Derby gegen den BVB einen Elfmeter

In der 60. Spielminute ging der Ball im Strafraum des BVB, dessen Fanclub mit den Schalke-Ultras abrechnet, an die Hand von Thorgan Hazard (26), der übrigens einen Bundesliga-Rekord von einem S04-Spieler jagt. Ein Pfiff blieb aber aus, ebenso eine mögliche Video-Studie durch Schiedsrichter Felix Brych (44), was Schalke nach dem Derby sauer aufstieß.

Nach dem Schlusspfiff stellte sich heraus, dass selbst Spieler und Verantwortliche von Borussia Dortmund mit einem Pfiff rechneten. So viel Einigkeit herrschte zwischen den Rivalen wohl noch nie bei einer strittigen Entscheidung. Deutlich mehr Glück hatte Schalke im Pokal gegen Bielefeld.

Schiedsrichter-Elite vom DFB: Kein Elfmeter im Derby zwischen Schalke und dem BVB die richtige Entscheidung

Doch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) um die "Sportliche Leitung Elite-Schiedsrichter" sah die vermeintliche Elfmeter-Szene im Derby zwischen Schalke und dem BVB anders, was Gerald Asamoah (41) übrigens extrem nervt. In einem Statement wird Thorgan Hazard in Schutz genommen.

Im Gegensatz zu Entscheidungen in Mainz und München "ist der Dortmunder Spieler Hazard nicht zur Abwehr auf den Ball orientiert", heißt es auf DFB.de. "Als der Ball auf ihn zukommt versucht er, den Arm aus dem "Gefahrenbereich" herauszunehmen."

Weiter heißt es in der Begründung: "Es handelt sich somit eindeutig um keine bewusste Aktion mit den Händen zum Ball. Ebenso liegt keine unnatürliche Vergrößerung der Körperflache vor, um den Ball abzuwehren." Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (48) möchte nun Regeländerungen beim VAR durchsetzen.

Derby auf Schalke gegen den BVB: VAR stand wegen Elfmeter-Diskussion mit dem Schiedsrichter in Kontakt

Daher sei die Entscheidung, im Derby zwischen Schalke, das unterschiedliche Einzelkritik nach dem DFB-Pokal-Spiel gegen Arminia Bielefeld erhielt, und dem BVB, "weiterspielen zu lassen korrekt und wird von fachlicher Seite grundsätzlich unterstützt." Ebenso sei somit das Verhalten des Video Assisant Referee (VAR) richtig gewesen, der für jeden Zuschauer ersichtlich mit Schiedsrichter Felix Brych in Kontakt stand.

"Der Video-Assistent greift zu Recht nicht ein, da der Schiedsrichter den Vorgang selbst wahrgenommen und in der beschriebenen Weise bewertet hatte." Eine Entscheidung, die bei über 60.000 Menschen nicht auf Gegenliebe stieß.

Ähnlich erging es übrigens vielen Fans nach dem Derby, auf das sich die Polizei stets akribisch vorbereitet. Ein schockierendes Video zeigt Polizei-Gewalt am Hauptbahnhof in Dortmund gegen BVB-Fans. Dieser Vorfall hat nun ein juristisches Nachspiel.

Ob es im nächsten Spiel ruhiger zugeht? Hier geht es zum Live-Ticker zum DFB-Pokal-Spiel zwischen Arminia Bielefeld und Schalke. Dort geht es für Schalke auch darum, den nächsten Schritt auf dem Weg zum neuen Stürmer zu machen.