Bild: Tim Rehbein/dpa

Auf neue Spieler muss Chef-Trainer Domenico Tedesco noch warten. Josef „Seppo“ Eichkorn ist hingegen schon da. Der bisherige Chefscout des S04 ist der neue zweite Co-Trainer – mit genauen Aufgaben.

Zunächst einmal soll Eichkorn eine Beobachterrolle einnehmen. Zwar ist der 62-Jährige seit 2009 durchgehend auf Schalke angestellt.

Doch zuletzt war er als Chefscout damit beschäftigt, potentielle Neuzugänge live vor Ort zu beobachten. Im Ruhrgebiet, in den Niederlanden, in Belgien sowie zu Teilen in Frankreich.

Neben Peter Perchtold (34) soll Eichkorn als zweiter Co-Trainer ab sofort fungieren. Da auch Tedesco jung ist (33), tut dem S04 weitere Erfahrung gut.

Eichkorn soll zunächst viel beobachten

Allein durch seine Beobachterrolle kann Eichkorn in den ersten Tagen und Wochen Einiges beitragen. Das hat Tedesco verraten.

„Er ist jemand, der sich von außen, nahezu unbeeinflusst im Trainingslager ein Bild verschaffen kann“, so der Schalke-Trainer im Interview mit den „Ruhr Nachrichten“.

„Dann wird es viele Gespräche geben, in denen er uns sein Feedback gibt, anschließend wird er viele Individualeinheiten leiten. Da kann Seppo ein wichtiger Baustein werden“, so Tedesco weiter.

Im Interview mit den Ruhr Nachrichten betont Tedesco sogar, dass er in Zukunft Widerspruch erwartet. „Das ist ja nicht neu.“

Josef "Seppo" Eichkorn ist seit Anfang 2019 wieder einmal Co-Trainer beim FC Schalke 04. Foto: Tim Rehbein/dpa
Josef „Seppo“ Eichkorn ist seit Anfang 2019 wieder einmal Co-Trainer auf Schalke. Foto: Tim Rehbein/dpa

Die Erklärung folgt sogleich: „Das machen Lars Gerling, unser Videoanalyst, Torwarttrainer Simon Henzler und mein Co-Trainer Peter Perchtold schon lange. Das ist mir auch wichtig.“

Warum ihm das wichtig ist, liegt für den 33-Jährigen auf der Hand. „Ich will keine Ja-Sager, ich will niemanden, der mir Honig ums Maul schmiert. Ganz im Gegenteil.“

Ich will keine Ja-Sager, ich will niemanden, der mir Honig ums Maul schmiert. Ganz im Gegenteil.

Domenico Tedesco

Eichkorn, der laut eigener Aussage eigentlich gar kein Co-Trainer mehr werden wollte, soll also auch nach Siegen den Finger in die Wunde legen. „Auch, wenn wir mal gewinnen, brauche ich Leute, die mir sagen, dass diese oder jene Einwechslung nicht optimal war oder, dass das Training anders gestaltet werden muss.“