Aus als Nationaltrainer

Nach nur sechs Spielen: Darum schmeißt Ex-Schalke-Profi Marc Wilmots im Iran hin

Ex-Schalke-Profi Marc Wilmots ist nicht mehr Nationaltrainer des Iran
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Ex-Schalke-Profi Marc Wilmots ist nicht mehr Nationaltrainer des Iran

Marc Wilmots ist nicht mehr Nationaltrainer des Iran. Der Vertragsauflösung des ehemaligen Schalke-Stars ging offenbar ein langer Streit voraus.

  • Nach nur sieben Monaten ist das Engagement von Marc Wilmots als Nationaltrainer des Iran beendet.
  • Der iranische Verband sprach zunächst von einer einvernehmlichen Trennung.
  • Via Twitter widersprach die Schalke-Legende dieser Einschätzung.

Eigentlich sollte er den Iran zur WM 2022 in Katar führen. So zumindest war es angedacht, als Marc Wilmots (50) im Mai dieses Jahres einen Vertrag als Nationaltrainer unterschrieb. Nur sieben Monate später endet das Projekt in einem Scherbenhaufen.

Schalke: Eurofighter Marc Wilmots ist nicht mehr Nationaltrainer des Iran

Es sollte alles wie eine gütliche Einigung aussehen: Marc Wilmots und der iranische Verband hätten sich darauf geeinigt, die kurze Zusammenarbeit in beidseitigem Einvernehmen zu beenden. So war es zumindest aus der iranischen Presse zu erfahren.

Eine ganz andere Sicht auf die Dinge hat jetzt der langjährige Profi des FC Schalke 04 auf seinem Twitter-Kanal geäußert. Dort ließ der Eurofighter von 1997 nämlich wissen, dass überhaupt keine Einigung erfolgt sei: "Wir sind in Verhandlungen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden, nachdem der iranische Verband seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist und ich den Vertrag zu Recht beendet habe".

Ex-Schalke-Profi Marc Wilmots schaltet gegen den Iran Anwälte ein

Bereits zehn Tage zuvor hatte der Ex-S04-Star, der in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feierte, mitgeteilt, dass aufgrund schwerwiegender Vertragsverletzungen eine unerträgliche Situation für seine Mitarbeiter und ihn entstanden sei. Angeblich soll das vertraglich zugesicherte Gehalt nicht rechtzeitig überwiesen worden sein.

Der Belgier kündigte nun an, keinen weiteren Kommentar abzugeben, da die Angelegenheit sich in den Händen seiner Anwälte befinde. So endet auch diese Trainerstation für Marc Wilmots frühzeitig.

Marc Wilmots: Eine überschaubare Bilanz als Trainer

Insgesamt absolvierte die Schalke-Legende nur sechs Spiele an der Seitenlinie der iranischen Nationalmannschaft. Von vier Pflichtspielen im Rahmen der Asien-Qualifikation für die WM 2022 gingen zwei verloren (1:2 gegen den Irak und 0:1 gegen Bahrain).

Zuvor war Marc Wilmots bereits als Trainer der Elfenbeinküste nach ebenfalls sechs Spielen und der verpassten Qualifikation für die WM 2018 entlassen worden. Einzig mit seinem Heimatland Belgien feierte er zwischen 2012 und 2016 eine erfolgreiche Zeit.

Marc Wilmots: Auf Schalke eine Legende

Beim FC Schalke 04 wird der Name Marc Wilmots für immer untrennbar mit dem Erfolg im UEFA-Pokal 1997 verbunden bleiben. Im Finale gegen Inter Mailand gelang "Willi, dem Kampfschwein" im Hinspiel der Treffer zum 1:0. Im Rückspiel verwandelte er den entscheidenden Elfmeter. Die Eurofighter waren geboten.

Insgesamt gelangen Marc Wilmots im Trikot des S04, der mit einem Transfer von Ricardo Rodriguez in Verbindung gebracht wird, in 178 Pflichtspielen 38 Tore und 19 Vorlagen, ehe er im März 2003 nach sieben Jahre auf Schalke (unterbrochen durch ein kurzes Intermezzo bei Girondins Bordeaux) die Fußballschuhe an den Nagel hing. Und seine Trainer-Karriere begann, als er interimsmäßig den Job von Frank Neubarth (57) übernahm.

Mit dpa-Material

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