Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Schon lange ist bekannt gewesen, dass Schalke im vergangenen Sommer Douglas Santos vom Hamburger SV verpflichten wollte. Nun hat der HSV-Sportvorstand Ralf Becker verraten, wie deutlich der Linksverteidiger diesen Wunsch signalisiert hat.

„Er saß bei mir im Büro und hat klar signalisiert, dass er es gern machen würde. Ich hatte totales Verständnis dafür, habe ihm aber versucht, unsere Situation klarzumachen, und ihm wie schon in Brasilien gesagt, warum wir nicht auf ihn verzichten können“, erzählte HSV-Sportvorstand Ralf Becker gegenüber dem kicker.

Douglas Santos bekam in Brasilien extra Besuch vom HSV-Sportvorstand

Becker war laut des Fußballmagazins extra im Juni ins Heimatland von Douglas Santos gereist, um ihm im Urlaub zwei Dinge mitzugeben. Zum einen machte er mit der Aussage „Du bist uns wichtig“ deutlich, welche Rolle Santos trotzdem für den HSV spielt und zum anderen betonte er: „Es ist uns ernst mit dir“.

Zwischenzeitlich war der 25-Jährige vom ehemaligen Trainer Markus Gisdol aussortiert worden. Doch der HSV, der im Ranking der Fanvergehen weit vorne liegt, wollte nach dem Abstieg in die 2. Liga direkt wieder aufsteigen.

Douglas Santos soll HSV bis zu 20 Mio. Euro Ablöse einbringen

Die Hanseaten sahen die Möglichkeit, das sportliche Ziel mit Douglas Santos besser erreichen zu können, als ohne ihn. Außerdem ist der Brasilianer wirtschaftlich zu einer kleinen Lebensversicherung geworden.

Laut dem Online-Portal Transfermarkt.de hat der Linksverteidiger zwar einen Marktwert von 7,5 Mio. Euro. Doch die Hamburger wollen fast das Dreifache für ihn generieren.

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Schalke war nicht bereit so viel Geld für Douglas Santos zu bezahlen, war aber grundsätzlich interessiert ihn zu verpflichten. Doch Becker erklärte den Linksverteidiger deswegen für „unverkäuflich“, weil der Preis nicht stimmte.

Die Reaktion stimmte, denn Becker schwärmt von dessen Mentalität. „Dougi ist ein ganz, ganz toller Profi, ein totales Musterbeispiel.“

Douglas Santos hatte am gescheiterten Wechsel zu Schalke zu knabbern

Obwohl Douglas Santos damals klargemacht wurde, dass er nicht zu Schalke wechseln dürfe, stellte er nicht stur. „Er hat seine Wünsche geäußert und dennoch unsere Position akzeptiert. Er hatte ein, zwei Tage daran zu knabbern, Christian Titz hat die Sache damals zudem sehr gut moderiert – und dann hat Douglas nicht nur weitergemacht, sondern ist vorangegangen, hat unsere Erwartungen sportlich voll erfüllt“, schwärmt Becker in der aktuellen Printausgabe (15. April) des kicker.

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„Er tut auf dem Platz und daneben alles dafür, dass wir unsere Ziele erreichen. Er ist für uns ganz, ganz wichtig, auch als Typ innerhalb der Gruppe.“

Douglas Santos wird unter anderem auch deswegen geschätzt, weil er sich einbringt, zügig Deutsch lernte und noch dazu ein „Unterschiedsspieler“ ist, wie HSV-Torwart Julian Pollersbeck findet. „Ein absoluter Champions-League-Spieler.“