S04 setzt Zeichen

Dietmar Hopp: Mannschaft des FC Schalke 04 droht schon gegen die Bayern mit drastischer Maßnahme

Die Ultras des 1. FC Köln zeigten beim Spiel gegen Schalke 04 ein belidigendes Banner gegen Dietmar Hopp.
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Die Ultras des 1. FC Köln zeigten beim Spiel gegen Schalke 04 ein belidigendes Banner gegen Dietmar Hopp.

Der FC Schalke 04 bezieht klar Stellung zu den Vorfällen um Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Bei den kommenden Spielen fährt der S04 eine harte Politik.

  • Ultra-Schmähungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp und den DFB waren der Aufreger am 24. Spieltag der Bundesliga.
  • Der FC Schalke 04 hat sich nun deutlich positioniert.
  • Sollten die S04-Fans herabwürdigende Banner zeigen, drohen heftige Konsequenzen.

Update, Dienstag (3. März), 21.50 Uhr: Die Schalke-Fans haben auf die Ansage ihrer Vereinsoffiziellen gehört. Dennoch konnten sich die Schalke-Fans, die im DFB-Pokal-Viertelfinale wegen Dietmar Hopp gegen den DFB schossen, eine kleine Spitze nicht verkneifen. 

Die Wut der S04-Fans richtete sich vor allem gegen das Konzept der Kollektivstrafe. Davon hatte der DFB einst eigentlich abgesehen. Auch die drohenden Spielabbrüche bei Beleidigungen waren Thema.

Erstmeldung, Sonntag (1. März), 17.20 Uhr: Ultras von Borussia Dortmund, Union Berlin, 1. FC Köln und FC Bayern München sorgten am Wochenende mit diffamierenden Plakaten gegen Dietmar Hopp (79) für Aufsehen. Der FC Schalke 04 hat nun deutlich Stellung bezogen.

Schalke/Causa Hopp: S04 droht gegen Bayern und Hoffenheim mit Verlassen des Spielfelds

In einem offiziellen Statement äußerten sich der Schalke-Vorstand um Alexander Jobst (46), Peter Peters (57) und Jochen Schneider, der sich über die Zukunftsvisionen des FC Schalke 04 geäußert hat, wie folgt: "Mit den gestrigen Vorfällen in Hoffenheim und den erneuten üblen persönlichen Beleidigungen gegen Dietmar Hopp hat der deutsche Fußball einen Punkt erreicht, an dem wir nicht mehr zur Tagesordnung übergehen werden." 

Sollten die Fans bei den kommenden Heimspielen gegen den FC Bayern München (das DFB-Pokal-Viertelfinale des FC Schalke 04 im Live-Ticker) und Hopp-Klub TSG Hoffenheim (Samstag, 7. März, 15.30 Uhr) durch herabwürdigende Plakate, diffamierende Äußerungen oder persönliche Beleidigungen auffallen, werde die Mannschaft umgehend den Platz verlassen. Vor dem Pokal-Spiel lädt Schalke deswegen zu einem Krisengipfel.

Schalke/Causa Hopp: S04 will gegen Diskriminierung und Hass vorgehen

Die Verursacher würden zudem ausgegrenzt und gemäß der Stadionordnung in der Veltins-Arena (das DFB-Pokal-Viertelfinale FC Schalke 04 - FC Bayern München wird live im Free-TV und im Live-Stream übertragen) bestraft. "Die Werte unseres Vereins und des Leitbilds, das wir uns selbst gegeben haben, lassen keinerlei Spielraum für Toleranz angesichts von Hass, Intoleranz und Diffamierung", heißt es in dem Statement weiter.

Im Rahmen der 0:3-Niederlage beim 1. FC Köln (der Schalke-Ticker zum Nachlesen) hatte Jochen Schneider bereits deutliche Worte pro Dietmar Hopp gefunden. Der S04-Sportvorstand kritisierte die DFB-Regelung, dass erst drei Unterbrechungen eines Spiels nötig sind, bevor sie zu dessen Abbruch führen.

Schalke/Causa Hopp: S04-Sportvorstand Jochen Schneider mit radikaler Forderung

Jochen Schneider bezog sich dabei auf die Vorfälle bei der Partie TSG Hoffenheim gegen FC Bayern München, als Bayern-Ultras aus Solidarität mit den BVB-Fans beleidigende Banner gegen den DFB und Dietmar Hopp präsentierten. Trotz zweifacher Unterbrechung wurde die Partie nicht vorzeitig abgepfiffen. 

Jochen Schneider dazu knallhart laut kicker: "Vielleicht brauchen wir einen Einstufenplan: Ein Transparent - Spielabbruch!" So lange diese Regelung noch nicht besteht, wird Schalke zu den eigenen Möglichkeiten greifen und als geschlossene Mannschaft den Platz verlassen. "Ungeachtet der Spieldauer, des Resultats oder etwaiger Konsequenzen", wie der Vorstand verspricht.

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