Heimspiel gegen den SC Paderborn

Schalke-Profi Alessando Schöpf übt Kritik am Schiedsrichter - und am eigenen Verein

Schalke-Profi Alessandro Schöpf im Pokalspiel gegen Hertha BSC.
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Schalke-Profi Alessandro Schöpf im Pokalspiel gegen Hertha BSC.

Der FC Schalke kam gegen den SC Paderborn nicht über ein 1:1 hinaus. S04-Profi Alessandro Schöpf sieht die Schuld dafür auch beim Schiedsrichter.

  • Der FC Schalke 04 verspielte gegen den SC Paderborn seine Führung.
  • S04-Profi Alessandro Schöpf ärgerte sich dabei nicht nur über das Ergebnis.
  • Der 26-Jährige fühlt sich nach dem Spiel unfair behandelt. 

Gelsenkirchen – Vier Tage nach dem späten Pokalerfolg über Hertha BSC musste sich der FC Schalke 04 im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Paderborn mit einem Punkt begnügen. Dabei verspielte das Team von David Wagner (48) sogar eine Führung. Im Anschluss an das Spiel ärgerte sich Alessandro Schöpf (26) über den verschenkten Sieg – und über eine Szene im Gäste-Strafraum.

FC Schalke 04: Alessandro Schöpf bleibt gegen SC Paderborn ein Elfmeter verwehrt

Nach einer chancenarmen ersten Hälfte startete der zweite Durchgang direkt mit einem Aufreger. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff gab es Diskussionen um einen möglichen Strafstoß. Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf, der gegen den SC Paderborn die meisten Kilometer aller Schalke-Profis abspulte (hier geht es zur Einzelkritik), war zuvor im Strafraum von Sebastian Schonlau (25) gefoult worden.

Schiedsrichter Felix Brych (44) unterbrach die Partie daraufhin und hielt Rücksprache mit dem Video-Assistenten. Nach längerer Überprüfung entschied sich der Referee dann gegen einen Elfmeter-Pfiff. Stattdessen wurde das Spiel mit einem Schiedsrichter-Ball fortgesetzt.

S04-Profi Alessandro Schöpf kann Schiedsrichter-Entscheidung nicht nachvollziehen

"Der Schiedsrichter hat zu mir gesagt, dass ein zweiter Ball im Spiel war und dass das auch zu wenig war für einen Elfmeter", sagte Alessandro Schöpf nach dem Spiel gegenüber RUHR24. Er selbst habe in der Situation aber "keinen zweiten Ball gesehen." 

Dementsprechend verwundert war der 26-Jährige über die Entscheidung von Felix Brych. "Für mich war es ein klarer Elfmeter, er trifft mich am Fuß." Trotz allem Ärgernis räumte Alessandro Schöpf ein, dass Schiedsrichter-Entscheidungen eben Tatsachen-Entscheidungen seien "und wenn der VAR dann auch nicht eingreift, ist es eben so." Das müsse man akzeptieren.

Schalke: Alessandro Schöpf kritisiert schlechte Chancenverwertung

Noch mehr ärgerte sich der Österreicher aber über den vergebenen Sieg. "Wenn man in der zweiten Halbzeit das Tor macht und in Führung geht, darfst du da keins mehr kriegen", gab sich Alessandro Schöpf (nur ein Bundesliga-Spieler läuft mehr als er) selbstkritisch. 

Ganz ohne Hilfe des Schiedsrichters war der FC Schalke 04 nach 63 Minuten durch Ahmed Kutucu (19) in Führung gegangen (der Ticker zum Nachlesen). Danach verpassten es die Königsblauen allerdings, das zweite Tor nachzulegen. "Wir hätten einige Konter besser ausspielen müssen", sagte der Mittelfeldspieler. So blieb der SC Paderborn weiter im Spiel und es kam in Minute 81 zum Ausgleich.

Video: DFB-Pokal - Schalke-Coach Wagner versteht Rote Karte nicht: "Es war gar nichts!"

Am Ende stand ein enttäuschendes 1:1. Angesichts des unbequemen Gegners und dem kräftezehrenden Pokalspiel vom vergangenen Dienstag (wir berichten im Live-Ticker, welchen Gegner der FC Schalke 04 bei der DFB-Pokal-Auslosung für das Viertelfinale zieht), resümierte Alessandro Schöpf: "Der Gegner hat über weite Strecken Mann gegen Mann gespielt. Wir haben am Mittwoch einige Körner liegen lassen. Das Unentschieden geht in Ordnung."

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