Bild: Guido Kirchner/dpa

Christian Heidel steht auf Schalke in der Kritik. Vor allem wegen seiner Transferpolitik. Dabei verweist der Manager des S04 auf die nackten Zahlen sowie Vorgaben an ihn.

„Glaubt irgendeiner, dass ich bestimmte Transfers nicht machen möchte?“, fragte Christian Heidel rhetorisch. Als das Transferfenster in Deutschland am 31. Januar schloss, hatten sich viele Schalke-Fans über seine Arbeit in den Wochen zuvor gewundert.

„Ich muss das umsetzen, was der Verein wirtschaftlich vorgibt. Es gibt ein bestimmtes Budget. Entweder passt da ein Transfer hinein oder eben nicht.“

In der vergangenen Transferperiode hatte Heidel mit Jeffrey Bruma (VfL Wolfsburg) und Rabbi Matondo (Manchester City) einen Abwehr- und einen Flügelspieler verpflichtet. Unter anderem wollte Trainer Domenico Tedesco aber auch einen Mittelstürmer haben.

Heidel verteidigt das vorsichtige Vorgehen bei Transfers

„Schalke ist kein Verein, bei dem ich ins Zimmer komme und sage ‚Los geht’s‘. Das ist nicht der Fall. Das glauben aber viele“, erklärt der S04-Manager weiter.

Ähnliches denken Klubs, wenn Heidel nur zum Telefonhörer greift. „Wir spielen zwar in der Champions League, sind aber im Gehaltsgefüge noch einmal runtergegangen. Das ist die günstigste Mannschaft seit fünf Jahren“, so Heidel weiter.

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.

Zuletzt wurden mit Naldo, Johannes Geis und Franco Di Santo drei Spieler abgegeben. Drei, die extrem gut bei den „Knappen“ verdient haben.

Heidel stimmt zu, dass dadurch das Gehaltsgefüge weiter gesenkt wird. „Wir können trotzdem nicht dasselbe dann wieder investieren. Aber selbst, wenn Top-Verdiener gehen, schimpfen alle.“

Aktuelle S04-Themen:

Der Vorstand für Sport und Kommunikation verweist immer wieder gerne auf das Große und Ganze. Nicht nur bei der Betrachtung des sportlichen Abschneidens in der Liga, zu der mehr als nur das Ergebnis des vergangenen Wochenendes zählt.

„Wir hatten zuletzt einen Rekordumsatz. Den hatte Schalke noch nie. Wir hatten noch dazu einen Rekordgewinn. Den hatte Schalke auch noch nie. Und trotzdem muss ich mich den Möglichkeiten des Klubs stellen“, so Heidel.

Der verfolgte und verfolgt ein eindeutiges Ziel. „Wir wollen den Kader verkleinern, das ist das klare Ziel.“