Schalke-Choreographie vor DFB-Pokal - Rote Karte für Tönnies

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S04-Fans beeindruckten beim DFB-Pokalspiel mit einer Schalke-Choreographie gegen Rassismus und Clemens Tönnies. Sie zeigten symbolisch die rote Karte. Foto: dpa

Fans beeindrucken mit Schalke-Choreographie. Die S04-Fans zeigten symbolisch eine rote Karte. Somit kritisierten sie Clemens Tönnies. Hier mehr erfahren.

Vor dem Spiel im DFB-Pokal ihrer Mannschaft beim SV Drochtersen/Assel beeindruckten Fans mit einer Schalke-Choreographie gegen Rassismus und Clemens Tönnies (63). Sie zeigten symbolisch die Rote Karte.

  • Schalke-Fans protestieren beim DFB-Pokal gegen Rassismus und Tönnies.
  • Geschlossen reckt der S04-Block Rote Karten in die Luft.
  • Der Protest ist eine Reaktion auf die rassistischen Äußerungen vom Aufsichtsratsvorsitzenden.

Die Ultras GE hatten schon angekündigt, dass sie Tönnies und Rassismus die Rote Karte zeigen wollen. Im DFB-Pokalspiel von Schalke gegen SV Drochtersen/Assel ließen die Fans dann Taten folgen.

Schalke-Choreographie mit roten Karten sorgt für Aufsehen

Und die Schalke-Choreographie der S04-Fans konnte sich sehen lassen. Ein Meer aus Roten Karten ragte neben dem Feld aus dem Schalke-Block. Auf dem Feld gelang das Pflichtspieldebüt von David Wagner (47) - und der war zufrieden. Auch Guido Burgstaller (30) sprach ein Lob aus.

Damit zeigten die Anhänger von Schalke klar Kante gegen Rassismus - aber auch gegen Clemens Tönnies, den Fortuna-Boss Thomas Röttgermann (58) öffentlich scharf kritisiert. Denn auf den Karten wurden beide Ziele abwechselnd genannt. Die Ultras GE waren auch von der Entscheidung des Ehrenrats, Tönnies lediglich für drei Monate des Amtes zu entheben, enttäuscht.

Schalke-Banner: Aus Rassismus wird Tönnies

Ein weiterer Teil der Schalke-Choreographie war das Transparent, welches an der Bande im Schalke-Block hin. Zunächst stand darauf: "Wir zeigen Rassismus die Rote Karte."

Doch wenig später änderte sich die Aufschrift von "Rassismus" in "Tönnies". Damit zeigen die Schalke-Fans, was sie von den Äußerungen ihres Aufsichtsratsvorsitzenden halten.

Kritik von Tönnies aus allen Richtungen

Aus vielen Bereichen gab es Kritik für Tönnies. Erst kürzlich äußerte sich Koch Nelson Müller zu den Aussagen - und sah sogar etwas Gutes in ihnen.

Aus dem Sport kam bereits früh Kritik von oben. Reinhard Rauball (72), Präsident des DFB, kritisierte Tönnies und forderte härtere Konsequenzen. Die Schalke-Choreographie der Schalke-Fans war aber nicht nur Protest gegen die Aussagen selbst. Auch der Umgang des Vereins wurde damit kritisiert. Der Vorwurf: Die Sanktionen für Tönnies seien zu wenig.

Sport-Vorstand Jochen Schneider war da anderer Meinung. Er appellierte an die Schalke Fans, jetzt keine "Hetzjagd" zu veranstalten. Auch Sascha Riether hatte einen Appell für alle Fans. Der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau will Tönnies "eine zweite Chance geben". Auch Mario Basler nahm Tönnies in Schutz.