Jonas Boldt ist schon länger ein Begriff auf Schalke. Immer wieder wurde der 37-Jährige als Nachfolger von Manager Christian Heidel gehandelt. Dies wird nach Heidels vorzeitiger Vertragsauflösung immer wahrscheinlicher – Zeit einen Blick auf die Person zu wagen.

Dass Christian Heidels Stuhl bereits seit Wochen wackelte, war keine Neuigkeit. Die Erklärung nach dem Spiel in Mainz am Samstag (23. Februar) seinen Vertrag vorzeitig zu beenden. sorgte jedoch für viel Furore.

Heidel sagte, er würde bis zum Sommer in beratender Funktion tätig sein, „allerdings nicht mehr in erster Reihe.“ Auch einen Nachfolger würde er vor seinem Abgang einarbeiten.

Ein potentieller Nachfolger ist Jonas Boldt, der noch einige Monate als Sportdirektor bei Bayer 04 Leverkusen im Amt ist. Doch wer ist dieser Jonas Boldt eigentlich?

Boldt seit zwölf Jahren bei Leverkusen

Seine noch junge Karriere verbrachte der 37-Jährige ausschließlich bei Bayer 04 Leverkusen. Im Jahre 2007 begann er zunächst als Scout bei der Werkself, zwei Jähre später wurde er dann nicht nur Chefscout, sondern auch Assistent von Sportchef Rudi Völler.

Zu Boldts größten Erfolgen als Scout zählen große Namen. Unter anderem Entdeckungen wie Arturo Vidal (später Bayern München, Juventus Turin und FC Barcelona) und Dani Carvajal gehen auf die Kappe von Boldt.

Eine große Entdeckung für den damaligen Chefscout Jonas Boldt: Arturo Vidal. Foto: dpa

Doch für den Chefscout ging es weiter auf der Karriereleiter. 2014 ging Leverkusens Manager Michael Reschke zu Bayern München – und er übernahm den Posten.

Auch hier bewies Boldt ein gutes Händchen für Neuzugänge und er konnte Hakan Çalhanoğlu vom HSV verpflichten. Doch auch hier war noch nicht Schluss.

Boldt bereit für neue Aufgaben

Im Jahr 2018 wurde er dann Nachfolger von Rudi Völler als Leitung der Direktion Sport bei Leverkusen. Doch die Zeichen stehen schon länger auf Abschied.

Denn Boldt kündigte bereits an seinen Vertrag 2019 auslaufen zu lassen. Sein Amt hat er bereits an den ehemaligen Nationalspieler und Bundesligaprofi Simon Rolfes abgegeben und steht diesem noch beratend zur Seite

Auch Hakan Çalhanoğlu lotste Boldt zur Werkself. Foto: dpa

Eine neue Aufgabe könnte für ihn auf Schalke winken. Manager Christian Heidel kündigte am Samstag (23. Februar) an, dass er seinen Vertrag vorzeitig auflösen wolle. Im Gespräch ist der Noch-Leverkusener nicht erst seit gestern.

Wie die BILD berichtete, gab es wohl bereits ein erstes Treffen auf Schalker Seite mit Boldt. Laut Christian Heidel seien dies aber nicht die ersten Gespräche mit dem Leverkusener.

Bei Sky sagte der Noch-Manager des S04:
„Ich habe mit Jonas Boldt schon im vergangenen Sommer gesprochen. Dass das jetzt als neu dargestellt wird, ist absoluter Blödsinn. Ich kenne ihn schon länger und schätze ihn sehr“, so Heidel.

Christian Heidel sieht großes Potential in Jonas Boldt. Foto: dpa

Die Chancen auf eine Nachfolge bei S04 stehen also gut. Unklar ist noch, in welcher Funktion der 37-Jährige bei den Königsblauen einsteigen könnte.

Zwar sagen Experten Boldt eine große Zukunft voraus, ob er jedoch Manager Heidel 1:1 ersetzen könnte, bleibt abzuwarten.


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Auch eine Doppelspitze könnte durchaus möglich sein. Zunächst war Heidel selbst als Teil einer solchen im Gespräch. Das ist nun aber unmöglich.

Ein weiterer Kanditat für ein solches Zweiergespann mit Boldt ist unter anderem Klaus Allofs. Der ist seit 2016 ohne Vertrag, nachdem er viele Jahre bei Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg tätig war.

Aktuelle S04-Themen:

Der ehemalige Manager von Bayer 04 Leverkusen und Sky-Experte Rainer Calmund befeuerte Gerüchte um Boldt bei Schalke noch einmal. Bei Sky sagte er, er habe mit ihm telefoniert und dieser könne sich ein Engagement sowohl als Manager als auch als Sportdirektor bei Schalke vorstellen.

Mit dem 37-Jährigen Noch-Leverkusener scheint man auf Schalke aso eine gute Lösung im Visier zu haben. Auch Christian Heidel könnte einen nahtlosen Übergang im Sommer möglich machen. Ein Ersatzkandidat, Christoph Freund von RB Salzburg, sagte indes ab.