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Sechsmal kam Alexander Nübel in der Hinrunde zum Einsatz. Schalkes Nummer zwei vertrat den damals verletzten Ralf Fährmann sehr gut. So gut, dass immer mehr Fans sogar einen Wechsel im Tor fordern. Nübel selbst fordert nun zeitnah Gespräche mit dem Verein über seine Zukunft.

„Ich will und muss nun über längere Zeit spielen, möglichst Woche für Woche.“ Alexander Nübel hat im Interview mit „westline“ bekräftigt, dass er nicht mehr länger nur Ersatztorwart sein will.

Bereits Mitte November 2018 hatte der deutsche U21-Nationaltorwart erstmals von einem möglichen Wechsel im Sommer 2019 gesprochen. Zumindest, dass er sich Gedanken macht.

„Wenn sich im nächsten Sommer etwas ergibt, mir woanders eine Chance auf Spielzeit oder ein offener Konkurrenzkampf angeboten wird, muss man sich das anhören, abwägen und mit Schalke besprechen“, hatte der 22-Jährige gegenüber dem „kicker“ gesagt.

Nübel will ab Sommer jede Woche spielen

Nübel führte damals schon aus: „Natürlich will ich spielen und man macht sich das ganze Jahr über Gedanken. Gespräche werden geführt. Für den Klub könnte es etwa positiv sein, wenn ich auf Leihbasis woanders regelmäßig Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln kann.“

Auf die konkrete Nachfrage, ob ein S04-Abschied infrage kommt, antwortete der Torwart: „Es ist nichts ausgeschlossen.“

Daran hat sich zwei Monate später nichts geändert. „Ich muss abwägen, was für mich am besten ist ist. Möglicherweise ist das eine Leihe. Aber das bespreche ich noch in Ruhe mit dem Verein und meinem Berater“, so Nübel im westline-Interview.

Dass es auf Schalke schwierig mit Spielpraxis werden könnte, ist dem jungen Schlussmann bewusst, wie er im Gespräch mit dem Fußball-Magazin für Westfalen zugibt. „Ich will mich auch beim S04 zeigen, aber das ist schwierig. Wir haben einen der besten Torhüter in Deutschland in unseren Reihen“, zollt er Fährmann großen Respekt.

Möglicherweise ist eine Leihe für mich das Beste.

Alexander Nübel

Über die nächsten Schritte ist sich der gebürtige Paderborner im Klaren. „Es wird Zeit für konkrete Pläne. Wenn es hier auf Schalke noch nicht klappt, dann muss ich einen Schritt zurück machen zu einem im Vergleich zu Schalke vielleicht kleineren Verein.“

Ob dieser in Deutschland oder im Ausland liegt, ist Nübel dabei nicht so wichtig. „Punkte wie eine lange Tradition und tolle Fans sind mir schon wichtig. Ich muss in dieser Hinsicht sicherlich Kompromisse eingehen und den Fokus wirklich auf die möglichen Einsatzzeiten legen.“

Wenn dieser außerhalb des Landes liegen, dann soll es so sein. „Da bin ich überhaupt nicht voreingenommen. Ob ich in Deutschland spiele oder im Ausland, ist für mich nicht so entscheidend. Reizvoll wäre der Schritt ins Ausland sicher, weil ich andere Erfahrungen sammeln kann, eine andere Kultur kennenlerne.“

Im Heimspiel gegen Werder Bremen am 20. Oktober 2018 (0:2) absolvierte der Torwart sein Startelf-Debüt für die Königsblauen. Es folgten fünf weitere Pflichtspiele.

Unter anderem auch zwei in der Champions League, wovon eines in der „Hölle von Istanbul“ gegen Galatasaray stattfand (0:0). Nübel wird von den Fans nicht nur wegen seiner guten Reflexe und seiner sympathischen Art geschätzt. Die blau-weißen Anhänger sehen im 22-Jährigen vor allem den besseren Fußballer als Fährmann.