Bild: Ina Fassbender/dpa

Sein Traumtor brachte den S04 auf die Siegerstraße. Ahmed Kutucu schoss die Königsblauen im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Fortuna Düsseldorf in Front. Nach der Partie gewährte der Stürmer einen Blick in seine Gefühlswelt.

Startelf-Debüt, DFB-Pokal-Debüt, Tor-Debüt auf Schalke: Ahmed Kutucu erlebte am Mittwochabend (6. Februar) gleich mehrere Premieren.

Der 18-Jährige durfte in seinem sechsten Pflichtspiel für den S04 zum ersten Mal von Beginn an auflaufen. Bislang war der Stürmer nur eingewechselt worden.

Im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Fortuna Düsseldorf schlug dann aber die Stunde von Kutucu. Weil Mark Uth eine Position nach hinten gezogen wurde, konnte der Deutsch-Türke wieder in vorderster Front ran – und das in „seinem“ Wohnzimmer.

Kutucu hat sein erstes Tor auf Schalke erzielt

Der türkische U19-Nationalspieler ist in Gelsenkirchen geboren und spielt seit der U 12 für die „Knappen“. Sein Vater arbeitete 33 Jahre lang als Bergmann.

Vor nicht einmal einer Woche unterschrieb Kutucu seinen ersten Profi-Vertrag bis zum 30. Juni 2022. „Das bedeutet mir ungeheuer viel“, sagte der Gelsenkirchener nach der Unterzeichnung.

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Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits sein erstes Tor für die Profis erzielt. In seinem zweiten Bundesligaspiel traf der 18-Jährige zum 3:1-Endstand am 17. Spieltag (22. Dezember) beim VfB Stuttgart.

Dass Kutucu zuletzt häufiger spielen durfte, hat er primär der Verletztenmisere auf Schalke zu verdanken. Breel Embolo, Guido Burgstaller und Steven Skrzybski fielen und fallen allesamt aus.

„Ich freue mich einfach unglaublich. Wir sind eine Runde weiter, ich habe das Vertrauen des Trainers bekommen und durfte spielen“, war der Gelsenkirchener nach dem 4:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf dankbar.

„Noch dazu habe ich ein Tor geschossen und diese Auszeichnung bekommen“, setzte Kutucu fort. Dabei blickte er auf die Trophäe „Man of the match“.

Selbst, wenn ich nur eingewechselt werde, gebe ich mein Bestes und kämpfe immer für den Verein.

Ahmed Kutucu

Noch ungeduscht und in den Katakomben stehend, wusste der junge Stürmer bereits, wo diese hinkommt. „In mein Zimmer, damit ich schön daneben schlafen kann“, sagte der 18-Jährige und grinste dabei über beide Ohren.

Emotionaler war er da schon nach seinem Führungstreffer knapp zwei Stunden zuvor. „Es war ein unglaubliches Gefühl. Ich bin wie die Fans vor der Kurve ausgerastet. Für mich war es ein Traum hier in der Arena zu spielen und noch dazu ein Tor zu erzielen.“

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Vor lauter Ekstase küsste Kutucu sogar das Vereinsemblem beim Jubeln. „Mark hatte den Ball vorher abprallen lassen und ich wollte einfach nur schießen. Das war Instinkt und hat gut geklappt“, so der Deutsch-Türke über den Vorlagengeber Uth.

Beim 3:0 war es umgekehrt. Da verwertete Uth einen abgewehrten Schuss seines Sturmkollegen.

Ansprüche will Kutucu trotz seines derzeit guten Laufs nicht stellen. „Ob ich spiele, entscheidet der Trainer. Da halte ich mich raus. Natürlich freue ich mich, wenn ich spiele. Selbst dann, wenn ich nur eingewechselt werde, gebe ich mein Bestes und kämpfe immer für den Verein.“