S04 verrät Details zum Deal

Verträge unterschrieben: FC Schalke 04 schnappt sich Russen-Juwel jetzt doch

Der FC Schalke 04 leiht Yaroslav Mikhailov von Zenit St. Petersburg aus. Das beeinflusse allerdings nicht die Spielmacher-Suche, betont Sportdirektor Rouven Schröder.

Gelsenkirchen - Es hatte sich in den Tagen zuvor schon angedeutet, nun ist der Deal perfekt: Tatsächlich verpflichtet der FC Schalke 04 Yaroslav Mikhailov von Zenit St. Petersburg. Dabei hatte der Zweitligist eigentlich einen anderen Plan mit dem 18-Jährigen verfolgt.

NameYaroslav Mikhailov
Geboroen28. April 2003 (Alter 18 Jahre)
Größe1,82 Meter
Aktuelles TeamZenit. St. Petersburg

Yaroslav Mikhailov (FC Schalke 04): Transfer auf der Zielgerade - S04 leiht Gastspieler aus

Ungefähr drei Wochen lang sollte Yaroslav Mikhailov beim FC Schalke 04 mittrainieren und auch in den Testspielen sich zeigen dürfen. Möglich gemacht hatte das eine neue Kooperation zwischen den Königsblauen und Zenit St. Petersburg, die über den gemeinsamen Hauptsponsor Gazprom eingefädelt worden war.

„Der Fortlauf war dann total spannend“, gab Sportdirektor Rouven Schröder nun am Montag (12. Juli) in einer Medienrunde zu Protokoll. Denn aus dem überraschenden S04-Trainingsgast Yaroslav Mikhailov für ein paar Wochen wird nun ein handfestes Leihgeschäft über eine Saison.

Yaroslav Mikhailov (FC Schalke 04): Verträge vom S04 wurden schon zu Zenit St. Petersburg geschickt

„Die Verträge wurden bereits versandt“, gab Rouven Schröder zu Protokoll. Am Dienstag (13. Juli) waren sie dann unterschrieben zurück.

Der FC Schalke 04 leiht Yaroslav Mikhailov von Zenit St. Petersburg für eine Saison lang aus, erhält aber nach RUHR24-Informationen keine Kauf-Option. Bei dem russischen Serienmeister hat der zentrale Mittelfeldspieler einen Vertrag bis Sommer 2025. Ein Indiz dafür, was die Russen dem 18-Jährigen zutrauen.

Der FC Schalke 04 leiht Gastspieler Yaroslav Mikhailov (r.) von Zenit St. Petersburg nun doch aus.

Yaroslav Mikhailov (FC Schalke 04): Starker S04-Einstand im ersten Testspiel

Beim 14:0-Kantersieg des FC Schalke 04 im Testspiel gegen die SF Hamborn begann Yaroslav Mikhailov nur zwei Tage nach seiner ersten Trainingseinheit erste Duftmarken zu setzen und traf doppelt. Der gute erste Eindruck sollte in den folgenden Tagen nicht abreißen.

„Man darf nicht vergessen, dass er ein 2003er ist. Daher wollten wir erst einmal schauen, wie gut er sich einbringen kann. Denn wir wollten den Kader auch nicht einfach so belasten“, blickt Rouven Schröder zurück.

Yaroslav Mikhailov (FC Schalke 04): Rouven Schröder lobt russisches S04-Talent

Doch „Yaro hat es so gut gemacht, dass wir die Dinge einfach weiterspielen wollten“, so der Sportdirektor weiter. Zu einem ganz besonderen Aufeinandertreffen kam es dann im österreichischen Trainingslager, als Yaroslav Mikhailov beim 0:0 des FC Schalke 04 gegen Zenit St. Petersburg in der ersten Halbzeit gegen seinen angestammten Klub zum Einsatz kam.

„Gegen Zenit war er auf seiner angestammten Position gut“, lobt Rouven Schröder den 18-Jährigen. In einem 3-5-2-System wäre das Russen-Talent „der offensivere Achter oder im 4-2-3-1-System der Zehner“, beschreibt der Sportdirektor den Neuzugang.

FC Schalke 04: Trotz Yaroslav Mikhailov sucht der S04 noch einen Spielmacher

Beim 0:0 des FC Schalke 04 im zweiten Testspiel gegen Schachtar Donezk durfte Yaroslav Mikhailov die zweite Halbzeit spielen. „Da war es für ihn etwas schwieriger, weil er gefühlt als zweite Spitze auflaufen musste“.

Trotzdem bringe „er frischen Wind und eine gewisse kreative Note mit“, so Rouven Schröder weiter. So gut, dass der 18-Jährige sogar sogleich die Position des noch gesuchten neuen Spielmachers einnimmt, ist das Russen-Talent aber noch nicht. Die Suche dafür gehe unabhängig von dieser Personalie weiter, unterstrich der königsblaue Sportdirektor.

In der kommenden Saison ab und zu in die U23 „abgeschoben“ wird Yaroslav Mikhailov nicht. Zum eine wäre das trotz der hoch angesehenen „Knappenschmiede“ nicht im Sinne von Zenit St. Petersburg. Zum anderen darf er als Russe dort gar nicht mitwirken. Sowieso freut sich Rouven Schröder nun für die Profis, weil der zentrale Mittelfeldspieler „den Konkurrenzkampf erhöht“.

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