Früherer S04-Profi mit Problemen

Ex-Schalker feiert Corona-Party: Verein zieht sofort heftige Konsequenzen

Weston McKennie bekommt mächtig Ärger. Der ehemalige Profi des FC Schalke 04 verstieß gegen Corona-Regeln. Juventus Turin hat jetzt eine Strafe verhängt.

Update, Freitag (2. April), 22.15 Uhr: Inzwischen hat Juventus Turin Konsequenzen gezogen, nachdem Weston McKennie (22) eine Dinnerparty mit bis zu 20 Leuten organisiert und damit gegen die Corona-Vorschriften in Italien verstoßen hat. Der Verein hat den ehemaligen Profi des FC Schalke 04 temporär suspendiert.

Ebenfalls suspendiert sind die Teamkollegen Paulo Dybala (27) und Arthur (24), die an diesem Abend bei Weston McKennie zu Gast waren. Alle drei Profis verpassen damit am Samstag (3. April) das Derby gegen den FC Turin. Die Spieler würden „mit der Zeit wieder das Training aufnehmen“ und dann werde man sehen, kündigte Trainer Andrea Pirlo (41) auf der Pressekonferenz vor dem Spiel an.

Erstmeldung, Freitag (2. April), 17.30 Uhr: Der FC Schalke 04 kann sich in den kommenden Jahren auf Millionen-Einnahmen freuen. Juventus Turin kauft Weston McKennie vom S04 endgültig. 4,5 Millionen Euro erhielten die Königsblauen bereits für die Leihe, dazu kommen 18,5 Millionen Euro, die Juve binnen drei Jahren komplett bezahlen muss. Doch jetzt hat der US-Amerikaner Probleme mit der Polizei.

NameWeston McKennie
Geboren28. August 1998 (Alter 22 Jahre), Little Elm, Texas, Vereinigte Staaten
Größe1,83 Meter
Aktuelle TeamsJuventus Turin (#14 / Mittelfeld), US-Amerikanische Fußballnationalmannschaft
Beitrittsdaten2004 (FC Phönix Otterbach), 2009 (FC Dallas), 2016 (FC Schalke 04), 2020 (Juventus Turin)

FC Schalke 04: Weston McKennie in Feierlaune – Verstoß gegen Corona-Lockdown

Der frühere S04-Profi schien in Feierlaune. Sowieso gilt der US-Amerikaner als sehr freudiger Mensch. Weston McKennie drehte beispielsweise nach einem Sieg des FC Schalke 04 völlig durch. Doch jetzt fand die italienische Polizei eine Aktion am Mittwochabend (31. März) nicht so toll.

Genauso wie die Bevölkerung in Deutschland hat Italien unter dem Coronavirus zu leiden und befindet sich im Lockdown. Auch Turin, wo der Klub Juventus von Weston McKennie beheimatet ist, ist betroffen. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sind ebenso geschlossen wie Schulen oder Kultureinrichtungen. Zudem darf niemand die eigene Stadt verlassen. Besuche bei Freunden und Verwandten sind stark eingeschränkt.

FC Schalke 04: Ex-S04-Profi Weston McKennie feierte „Party“ in seinem Haus

Das hielt Weston McKennie laut übereinstimmenden Medienberichten aus Italien aber nicht davon ab, zwei Teamkollegen, deren Frauen sowie weitere Gäste in sein Haus einzuladen. Bis zu 20 Personen sollen sich getroffen haben.

Neben dem Verstoß gegen die Kontaktbeschränkungen sollen sich die Teilnehmer des „Abendessens“, wie die Version des ehemaligen S04-Profis laute, zudem nicht an die Ausgangssperre gehalten haben, die in Turin ab 22 Uhr gilt. Ein Nachbar des US-Amerikaners sprach laut Gazzetta dello Sport wiederum von einer „Party“.

Weston McKennie (l.) spielte bis zum Sommer 2020 für den FC Schalke 04, ehe er zu Juventus Turin wechselte.

Weston McKennie: Ehemaliger Schalke-Profi lässt die Polizei nicht in sein Haus

„Gegen 22.30 Uhr ging ich mit dem Hund spazieren und sah eine Reihe von Autos am Straßenrand geparkt, dazu eine Gruppe von Menschen, alle ohne Masken, vor dem Tor. Da ein Abendessen mit Freunden nicht erlaubt ist und die Ausgangssperre bereits begonnen hatte, beschloss ich, die Polizei zu benachrichtigen“, wird der Nachbar von Weston McKennie zitiert.

Die wenige Minuten später angerückte Polizei löste das Treffen auf – allerdings erst nach einer Zeit des Wartens. So solle Weston McKennie zunächst nicht die Tür geöffnet haben. Erst nach einer Stunde konnten die Polizeibeamten laut italienischen Medien das Haus betreten. Deshalb stehe auch eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Beamte im Raum.

FC Schalke 04: Weston McKennie droht heftige Strafe bei Juventus Turin

Weston McKennie und seine Gäste wurden wegen der Corona-Verstöße mit einer Geldstrafe belegt. Doch bei Juventus Turin droht ihm und seinen Teamkollegen Paulo Dybala (27) und Arthur (24), die ebenfalls am Treffen teilnahmen, eine zusätzliche Strafe.

So gab Juventus Turin bereits bekannt, dass das Trio vom Verein ebenfalls eine Geldstrafe erhielt. Zudem könnte es für die drei Profis noch schlimmer kommen: Trainer Andrea Pirlo (41) überlege, Weston McKennie, Paulo Dybala und Arthur für das Derby gegen den FC Turin am Samstag (3. April) aus dem Kader zu schmeißen. Eine Entscheidung gab es bis zum Freitagmittag (2. April) noch nicht.

FC Schalke 04: Weston McKennie nach Wechsel zu Juventus Turin fast immer im Kader

Ein Rauswurf aus dem Kader wäre der Tiefpunkt für Weston McKennie in seiner bisherigen Zeit bei Juventus Turin. Seit seinem Wechsel im Sommer 2020 vom FC Schalke 04 fand sich der US-Amerikaner direkt positiv im Team des italienischen Rekordmeisters ein. Er stand in 35 von 40 möglichen Pflichtspielen auf dem Platz und erzielte fünf Tore sowie zwei Vorlagen.

Gerade mit Blick auf das Coronavirus hätte Weston McKennie vorsichtiger sein können, war er schließlich bereits im Oktober 2020 positiv getestet worden – ebenso wie sein Teamkollege Cristiano Ronaldo (36). Dazu kommen aktuell die beiden positiven Fälle von Leonardo Bonucci (33) und Merih Demiral (23) bei Juventus Turin.

FC Schalke 04: Weston McKennie hat mit Juventus Turin nicht viel Erfolg

In sportlicher Hinsicht erwies das Trio seinen Teamkollegen einen Bärendienst, denn der Rekordmeister könnte die Unterstützung der Spieler gut gebrauchen. Schalke gingen wegen Cristiano Ronaldo und Juve Millionen durch die Lappen, als Turin aus der Champions League ausschied. Der S04 hätte mit dem Viertelfinal-Einzug eine Zusatzzahlung für den Transfer von Weston McKennie bekommen.

In der italienischen Serie A rangieren Weston McKennie und Co. mit Juventus Turin lediglich auf dem vierten Rang – zehn Punkte hinter dem Tabellenführer Inter Mailand. Zum ersten Mal seit neun Spielzeiten könnte der Meister in Italien nicht „Juve“ heißen.

Rubriklistenbild: © Miguel Medina/AFP

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