Pleite am ersten Spieltag

Schalke 04 im VAR-Frust: Rouven Schröder stellt unmissverständliche Forderung

Der Bundesliga-Auftakt verlief nicht nach den Vorstellungen des FC Schalke 04. Rouven Schröder fühlt sich nach der Pleite in Köln „benachteiligt“.

Köln/Gelsenkirchen – Dreimal griff am Sonntagabend der Video-Schiedsrichter ein, dreimal fiel die Entscheidung nicht zugunsten des FC Schalke 04 aus. Als das Tor von Rodrigo Zalazar aberkannt wurde (10.), bei der Roten Karte für Dominick Drexler (35.) und als der zweite Köln-Treffer überprüft wurde (63.). Nach der 1:3-Pleite aus S04-Sicht gegen den 1. FC Köln konnte einer seinen Frust nicht mehr zurückhalten: Sportdirektor Rouven Schröder.

PersonRouven Schröder
Geboren18. Oktober 1975 (Alter 46 Jahre), Arnsberg
Größe1,87 Meter

Schalke 04 im VAR-Frust: Rouven Schröder stellt klare Forderung

Nach der Niederlage begab er sich mit einem „ganz schlechten Gefühl“ ans DAZN-Mikrofon. Angesichts des Spielverlaufes fühlte er sich nicht gerecht behandelt. „Die Art und Weise stört mich elementar. Enge Entscheidungen werden korrigiert. Das macht mich sehr unruhig, das wühlt mich auf“, erklärte er. Besonders die Rote Karte, für die Dominick Drexler in der S04-Einzelkritik die Note 6 bekommen hat, ärgert den Sportdirektor der Blau-Weißen.

„Wenn man in der 35. Minute eine Rote Karte gibt und dann den kompletten Verlauf des Zweikampfs sieht, dann ist es keine klare Fehlentscheidung“, stellte er nach dem Spiel klar. „Rückwirkend ist für mich die Rote Karte schwierig. Das verändert das ganze Spiel“, so Schröder weiter.

Schalke 04 von VAR „benachteiligt“: Rouven Schröder teilt aus

Dominick Drexler stieg gegen Jonas Hector mit der offenen Sohle in die Wade. Die beiden Spieler klatschten danach ab. Das Spiel lief weiter – zunächst. Bis der VAR eingriff. Nach erneuter Überprüfung wurde Drexler dann vom Platz verwiesen. Von da an war das Team des FC Schalke 04 weitestgehend mit Defensiv-Arbeit beschäftigt.

Völlig unverständlich ist für Rouven Schröder auf der anderen Seite, warum das Spiel vor dem ersten Führungstreffer der Kölner nicht unterbrochen wird: „Vor dem 1:0 ist der Ball im Aus, da wird nicht korrigiert.“

Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder übt harsche Kritik am Video-Beweis.

S04-Verantwortlicher Rouven Schröder will keinen „Oberschiedsrichter“

Dann wird er ganz deutlich: „Wir sind benachteiligt worden.“ Angesichts dieses Ungerechtigkeits-Gefühl stellt der Schalke-Verantwortliche eine deutliche Forderung: „Wir brauchen einen Video-Assistent, einen Assistent und keinen Oberschiedsrichter.“

Der Frust bei Rouven Schröder ist merklich groß – wie wohl bei der gesamten Schalke-Schar. Und nach dem Spiel gegen den S04 hat der umstrittene Videobeweis offensichtlich ein paar mehr Kritiker dazugewonnen.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO