Wiederholte S04-Proteste

Schalke-Ultras schießen erneut gegen Vorstand: Kein Dialog und heftige Kritik

Die Ultras Gelsenkirchen kritisierten den FC Schalke 04 in ihrer Stellungnahme scharf.
+
Die Ultras Gelsenkirchen kritisierten den FC Schalke 04 in ihrer Stellungnahme scharf.

Nach wiederholten Protesten haben die Ultras Gelsenkirchen Kritik am Vorstand des FC Schalke 04 geäußert. Ein Dialog wird abgelehnt.

  • Beim FC Schalke 04 herrscht aktuell großes Chaos.
  • Nach wiederholten Protesten in der vergangenen Woche äußern sich die Ultras Gelsenkirchen nun.
  • Dabei zeigen sich die S04-Fans wenig kompromissbereit.

Gelsenkirchen - Vor dem Schalke-Spiel gegen den SC Freiburg (zum Live-Ticker) geht ein großes Beben durch Gelsenkirchen. Einige Fan-Organisationen hatten mit Plakaten ihren Unmut kundgetan. Nun äußern sich die Ultras Gelsenkirchen zur aktuellen Lage.

Name

FC Schalke 04

Trainer

David Wagner

Stadion

Veltins-Arena

Kapazität

62.271

Ort

Gelsenkirchen

Schalke 04 in der Krise: Ultras Gelsenkirchen mit Unverständnis und ohne Dialog

Und dabei zeigt sich die Fan-Gruppierung nicht kompromissbereit. Zuletzt hatten Alexander Jobst (46) und Jochen Schneide r (49) am Dienstag (23. Juni) geäußert und gesagt, man wolle die Situation im Dialog lösen und das Vertrauen zurückgewinnen. 

Laut den Ultras Gelsenkirchen ein Ding der Unmöglichkeit. In ihrer Stellungnahme auf der eigenen Webseite erklären sie, dass man das Statement der beiden S04-Offiziellen "mit Verwunderung zur Kenntnis genommen" habe. Und: "Einen Dialog zum jetzigen Zeitpunkt lehnen wir entschieden ab."

Schalke 04 in der Krise: Ultras Gelsenkirchen sehen "keine zwei Meinungen"

Das Band zwischen Vereins-Oberen und Unterstützern von Schalke 04 (alle S04-Artikel auf RUHR24.de) scheint weitgehend zerschnitten. Die Gruppierung erklärte, man habe durch die Banner im Laufe der Woche gemeinsam mit dem SFCV, dem Block-5-Forum, dem Supporter Club und den dazugehörigen Fan-Initiativen genug gesagt.

Einen Dialog, der von Alexander Jobst (l.) und Jochen Schneider (m.) von Schalke 04 angekündigt wurde, lehnen die Ultras Gelsenkirchen ab.

Und am Grundtenor halten die Ultras Gelsenkirchen auch fest. "Es kann keine zwei Meinungen zu den Ursachen für die aktuelle Unzufriedenheit der meisten Schalker geben." Der Unmut scheint enorm zu sein, die Enttäuschung durch den Mangel an Taten vonseiten des Vereins groß.

Schalke 04 in der Krise: Ultras Gelsenkirchen mit Kritik an Vorgehensweise am Beispiel Clemens Tönnies

Dabei erklärten die Fans, dass man "von den Vereinsverantwortlichen Taten" erwarte. Vor allem im Falle der Verhandlung von Vorstandsvorsitzenden Clemens Tönnies (64), bei der das ehemalige Ehrenrat-Mitglied Kornelia Toporzysek schwere Vorwürfe erhob, sehen sie die Integrität des FC Schalke 04 beschädigt.

Dies werfe "elementare Fragen zur Vorgehensweise innerhalb des Vereins auf", heißt es in der Stellungnahme der Ultras Gelsenkirchen. Die aktuelle Situation brauche dabei als Ganzes eine "glaubwürdige und schonungslose Aufarbeitung." Dabei zeigt sich, dass die Fans nicht nur einzelne Fälle geklärt haben wollen. Ihre Forderungen gehen ans Fundament.

Schalke 04 in der Krise: Ultras Gelsenkirchen fordern Neuanfang und Taten

Dabei soll es einen "grundlegenden Neuanfang geben." Die Deadline der Ultras Gelsenkirchen für die Verantwortlichen ist dabei nicht lange. Laut ihnen muss es in der kommenden Sommerpause direkt zu Konsequenzen kommen. Einen sportlichen Neuanfang wünscht sich sicher auch die Mannschaft von Schalke 04, die gegen den SC Freiburg aufgrund der schlechten Leistung in der Einzelkritik schlechte Note sammelten.

Die Kluft zwischen Fans und Verein scheint dabei so groß wie lange nicht mehr. Dabei hatten Jochen Schneider und Alexander Jobst noch angekündigt, um das Vertrauen der S04-Unterstützer zu kämpfen. Wie sie genau das schaffen, das steht auch in der Stellungnahme der Fan-Gruppe.

"Vertrauen gewinnt man nicht durch Dialoge, sondern durch Taten!", erklären sie und schließen damit auch ihr kurzes aber durchaus aussagekräftiges Statement in Richtung Schalke 04, dem ein deutliches Minus beim TV-Geld bevorsteht.