TV-Gelder als Rettung kommen

Schalke wohl vorerst gerettet - DFL und Sky schmieden Millionen-Deal für die Bundesliga

Alexander Jobst (l.), Jochen Schneider (m.) und Peter Peters (r.) können sich über die nächste Rate der TV-Gelder freuen.
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Alexander Jobst (l.), Jochen Schneider (m.) und Peter Peters (r.) können sich über die nächste Rate der TV-Gelder freuen.

Aufatmen beim FC Schalke 04: Die DFL und Sky scheinen sich auf eine Zahlung der TV-Gelder geeinigt zu haben.

  • Die DFL und Sky haben sich mündlich auf eine Zahlung der TV-Gelder geeinigt.
  • Damit ist der FC Schalke 04 vorerst vor einer Insolvenz gerettet.
  • Außerdem sind die Schalke-Spieler zu einem weiteren Verzicht bereit.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04, dessen Lage laut Alexander Jobst trotz Bundesliga-Fortsetzung ernst ist, kann vorerst aufatmen: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und Pay-TV Sender Sky haben sich mündlich auf eine Zahlung der TV-Gelder für den Monat April geeinigt. Das berichtet die WAZ. Offiziell bestätigt, ist die Einigung aber noch nicht.

FC Schalke 04: Es geht um 15 Millionen Euro TV-Gelder

Demnach geht es für die Königsblauen hierbei um knapp 15 Millionen Euro TV-Gelder. Wichtiges Geld, denn Marketingvorstand Alexander Jobst (46) sprach erst kürzlich von einer "sehr schwierigen Situation" für den FC Schalke, sollte nicht bald wieder Fußball gespielt werden.

Offiziell gilt die Liga-Pause aufgrund des Coronavirus noch bis zum 30. April. Die DFL hofft, dass der Ligabetrieb ab dem 9. Mai wieder starten kann. Dann allerdings mit Geisterspielen und mit einem eigens entwickelten medizinischen Konzept.

TV-Gelder: Bundesliga-Vereine sollen fast 300 Millionen Euro erhalten

Sicher ist diese Fortsetzung der Bundesliga aber noch nicht. Trotzdem gewinnen die finanziell bedrohten Vereine durch die Zahlung der vierten Rate der TV-Gelder. So kann auch Schalke endlich wieder eigene Einnahmen generieren.

Insgesamt sollen die 36 Vereine der ersten und zweiten Bundesliga fast 300 Millionen Euro an TV-Geld erhalten. Der BVB erhält wohl etwas mehr Geld als Schalke, da die Schwarzgelben in den vergangenen fünf Jahren erfolgreicher waren, als der Reviernachbar.

Sky geht in Vorkasse und rettet die finanziell bedrohten Profi-Klubs

Sky geht bei der Zahlung des TV-Geldes sogar in Vorkasse. Denn eigentlich wird die vierte Rate des TV-Geldes nur fällig, wenn die letzten neun Spieltage der Bundesliga auch wirklich angepfiffen werden können.

Doch dieses Geld rettet wahrscheinlich viele der Profi-Vereine. Denn von den 36 Vereinen der obersten beiden Ligen, sollen 13 von der Insolvenz bedroht sein - darunter auch der FC Schalke 04. Für sie ist es wichtig, dass die Bundesligasaison zu Ende gespielt wird.

FC Schalke 04: Etliche Sparmaßnahmen sollen Klub vor der Insolvenz retten

Auch für Schalke, um das sich Olaf Thon und Jens Lehmann keine Sorgen machen, ist die Fortsetzung der Bundesliga wichtig. Denn alleine die TV-Gelder könnten den Klub nicht retten. Deshalb hat sich Schalke 04 bereits einige Sparmaßnahmen ausgedacht.

So sind etliche Mitarbeiter des Vereins bereits seit einiger Zeit in Kurzarbeit. Auch die Lizenz für die Zweitliga-Basketballer wurde nicht mehr beantragt, erklärte Finanzvorstand Peter Peters (57), der zuletzt von Jörg Schmadtke aufgrund seiner Äußerungen zu Schalke kritisiert wurde, am Dienstag bei einem Live-Video auf Facebook.

FC Schalke 04: Schalke-Profis helfen Klub und verzichten auf Prämien

Zusätzlich verzichten die Schalker Profis und Verantwortlichen auf einen Teil ihres Gehaltes. Und gehen offenbar noch weiter: Wie die Bild berichtet, wollen die Schalker Profis ab dem Wiederbeginn der Liga auf 33,3 Prozent ihrer Prämien verzichten. Weitere 33,3 Prozent sollen gestundet werden.

Auf Schalke tut man gerade alles, damit der Verein möglichst unbeschädigt aus der Coronavirus-Krise herauskommt. Aber es sind die TV-Gelder von Sky, die dem Verein gerade wohl am meisten weiterhelfen.