S04 macht Andeutungen

Schalke 04: Zukunft von Salif Sané ist jetzt quasi schon geklärt

Der Vertrag von Salif Sané läuft beim FC Schalke 04 am Saisonende aus. Wie geht es weiter? Sportdirektor Rouven Schröder macht dazu Andeutungen.

Gelsenkirchen – Salif Sané hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Mit dem FC Schalke 04 sowieso, aber ebenso rein persönlich. Eine komplizierte Knie-Verletzung zwang den baumlangen Abwehrspieler immer wieder zu teilweise sehr langen Pausen.

NameSalif Sane
Geboren25. August 1990 (Alter 31 Jahre), Lormont, Frankreich
Größe1,96 Meter
Aktuelles TeamFC Schalke 04

FC Schalke 04: Zukunft von Salif Sané ist praktisch schon beschlossen

Zwischenzeitlich wurde sogar über ein mögliches Karriere-Aus von Salif Sané spekuliert. Beim 1:1 des S04 gegen den HSV im letzten Spiel des Jahres feierte der 31-Jährige mal wieder sein Comeback. Doch wie geht es für ihn im nächsten Jahr weiter?

Sein Vertrag beim FC Schalke 04 läuft am 30. Juni 2022 aus. Lauscht man den Worten von Sportdirektor Rouven Schröder, scheint seine Zukunft aber praktisch schon jetzt beschlossen zu sein.

FC Schalke 04: Vertrag von Salif Sané ist für den S04 zu teuer geworden

In einer digitalen Medienrunde am Dienstag (21. Dezember) deutete Rouven Schröder an, dass der Vertrag bei den Königsblauen nicht verlängert wird. „Wir werden ihn bei uns bestmöglich aufbauen – und solange er auf Schalke ist, wird er seinen Job bestmöglich machen. Wenn er spielt, wird er uns weiterhelfen“, zitiert Funke Sport den Sportdirektor.

Salif Sané ist für die klammen „Knappen“ schlicht und ergreifend zu teuer geworden. Als der senegalesische Nationalspieler 2018 von Hannover 96 zu dem Champions-League-Teilnehmer wechselte, bekam er einen entsprechend gut dotierten Vertrag. Gehalt und vor allem Auflauf-Prämien passen nach dem Bundesliga-Abstieg aber mittlerweile überhaupt nicht mehr mit den neuen S04-Möglichkeiten zusammen.

Schalke 04: Die Zukunft von Salif Sané ist praktisch schon beschlossen.

FC Schalke 04: Salif Sané war für Vertragsanpassung durch den S04 nicht bereit

Schon im Sommer versuchte der FC Schalke 04 mit einem Vertragscoup bei Salif Sané zu landen. Der 31-Jährige hätte auch in der 2. Liga der Abwehr-Chef des Bundesliga-Absteigers werden können – wenn er zu Gehaltseinbußen bereit gewesen wäre. War er aber nicht. Das war die eine Seite.

Die andere war die immer länger werdende Krankenakte des Innenverteidigers. Nach zwischenzeitlichem Comeback in dieser Saison erlitt Salif Sané einen nächsten Rückschlag und fehlte dem S04 erneut wochenlang verletzt. Bis zum Spiel in Hamburg.

FC Schalke 04: Rouven Schröder schwärmt von Salif Sané und dessen Fähigkeiten

Dort durfte er als Turm in der königsblauen Schlacht in den letzten Minuten des Spiels ganz vorne agieren. Mit Erfolg. Nicht nur mit seiner Kopfballstärke, sondern auch mit seiner technischen Finesse wusste Salif Sané gegen den HSV zu überzeugen – trotz seiner Körperlänge.

Das blieb Rouven Schröder natürlich nicht verborgen. „Wenn Salif reinkommt, hat auch der Gegner zwei, drei Fragezeichen im Gesicht“, gerät der Sportdirektor des FC Schalke 04 ins Schwärmen. „Er schüchtert den Gegner ein und kann sowohl offensiv als auch defensiv am Spiel teilnehmen. Salif hat eine unfassbare Qualität.“

FC Schalke 04 und Salif Sané: Wege trennen sich vermutlich nach der Saison

Dem stillen Beobachter bleibt die innere Zerrissenheit nicht verborgen. Denn die sportliche Qualität bei vollständiger Gesundheit von Salif Sané ist unbestritten und würde den „Knappen“ selbst nach einem Wiederaufstieg weiterhelfen. Doch schon längst muss Schalke auch auf andere Dinge Acht geben.

Rouven Schröder erklärt den für Zweitliga-Verhältnisse zu teuren Kontrakt wie folgt: „Er ist ein Spieler, der budgetär normalerweise nicht ins Gehaltsgefüge passt.“ Normalerweise. Doch jetzt ist er fit und sportlich ein Gewinn.

Mit Salif Sané wäre der FC Schalke 04 sogar flexibler, was die Herangehensweise an ein Spiel angeht. Der baumlange Defensiv-Spezialist könnte in die Mitte der Dreier-Abwehrkette rücken und Ko Itakura eine Position davor, falls statt Victor Palsson mehr spielerische Lösungen gefragt sind. Doch selbst das ist wohl maximal bis zum Saisonende eine Option. Danach trennen sich vermutlich die Wege.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO