Peter Knäbel verrät Details

Schalke 04: Ein Transfer war existenziell wichtig – trotzdem ist S04 unzufrieden

Der FC Schalke 04 stemmt sich gegen den Worst Case – einem Punktabzug. Sportvorstand Peter Knäbel ist guter Hoffnung. Grund dafür ist vor allem ein Transfer.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 kann auf turbulente Wochen und Monate zurückblicken. Täglich gab es neue Transfer-News zum S04, insgesamt verzeichnete der Zweitligist 15 Neuzugänge und 30 Abgänge. Vor allem gegen Ende der Transferperiode veröffentlichte der Klub nahezu Schlag auf Schlag neue Meldungen.

NameAmine Harit
Geboren18. Juni 1997 (Alter 24 Jahre), Pontoise, Frankreich
Größe1,79 Meter
Beitrittsdaten2012 (FC Nantes), 2017 (FC Schalke 04), 2021 (Olympique Marseille/Leihe)

FC Schalke 04: Ein Transfer war existenziell wichtig – trotzdem ist der S04 unzufrieden

Als letzter Spieler verließ Amine Harit den FC Schalke 04 zu Olympique Marseille. Der Marokkaner wechselte auf Leihbasis zu den Franzosen, die jedoch keine Kaufoption für den Offensivmann besitzen. Somit strich der S04 auch keine Ablösesumme ein. Dennoch war der Transfer für die Königsblauen offenbar überlebenswichtig.

S04-Sportvorstand Peter Knäbel führte gegenüber Bild-TV aus, dass der „Transfer von Amine Harit für uns von existenzieller Bedeutung“ war. „Speziell in Anbetracht seines Gehalts. Darum mussten wir dann noch einmal zwei Tage kämpfen.“ Eine Wunschlösung sei eine Leihe ohne Kaufoption jedoch nicht gewesen, die „Knappen“ sind unzufrieden.

FC Schalke 04: Amine Harit brachte dem S04 wichtige „finanzielle Liquidität“

Allerdings sicherte der Wechsel des Marokkaners den „Königsblauen“ wichtige „finanzielle Liquidität“, wie es Peter Knäbel ausdrückte. In der Vorbereitung kam Amine Harit zwar in manchen Testspielen zum Einsatz, in der zweiten Liga und im DFB-Pokal aber nicht. Grund waren zu hohe Prämien, die der Offensivspieler bei Pflichtspielen eingestrichen hätte.

Jetzt läuft Amine Harit für Olympique Marseille auf und der S04 kann durchatmen. Denn die Blau-Weißen müssen bis zum 15. September gewisse Lizenzauflagen für die zweite Liga erfüllen, ansonsten drohe im schlimmsten Fall ein Punktabzug von sechs Zählern. Schalke 04 musste Einsparungen in die Wege leiten und Großverdiener loswerden.

Ein Transfer war für den FC Schalke 04 existenziell wichtig, dennoch ist der S04 um Sportvorstand Peter Knäbel unzufrieden.

FC Schalke 04: Amine Harit gibt dem S04 Luft – Punktabzug als Damokles-Schwert

Neben Amine Harit verließen unter anderem auch Sebastian Rudy, Matija Nastasic, Ozan Kabak und Omar Mascarell den Verein trotz gültiger Verträge für die zweite Liga. Den S04 belastet ein XXL-Schuldenberg, durch den Abstieg gingen den „Königsblauen“ rund 70 Millionen Euro flöten, wie Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers vor mehreren Wochen in einer Medienrunde erklärte.

Doch nach dem Ende der Transferperiode kann der FC Schalke 04 jetzt offenbar durchatmen – unter anderem dank des Transfers von Amine Harit. Peter Knäbel sagte bei Bild-TV: „Das Damokles-Schwert war in der Tat die ganz Zeit über uns. Wir mussten immer mit dem Worst Case rechnen. Der Harit-Transfer war für uns von existenzieller Bedeutung, gibt uns Luft. Wir sind uns sehr, sehr sicher, dass wir diesen Sechs-Punkte-Abzug verhindern können.“

FC Schalke 04: Transfer-Angebote nicht wie erhofft – Profis spielen auch bei neuen Klubs nicht international

Allerdings sei es auch ein offenes Geheimnis, dass die Angebote für die Spieler nicht wie erhofft ausfielen. Hatte sich womöglich manch ein Profi nach dem Abstieg des FC Schalke 04 bei einem Champions-League-Klub gesehen, traf sie jetzt die harte Realität. Matija Nastasic (AC Florenz), Omar Mascarell (FC Elche) und Ozan Kabak (Norwich City) beispielsweise spielen allesamt mit ihren neuen Vereinen nicht international. Nur Amine Harit (Olympique Marseille) könnte in der Europa League auflaufen.

Peter Knäbel verrät zudem: „Wir sind nicht mit Angeboten für unsere Spieler überhäuft worden.“ Daher ging es eher darum „Lösungen zu suchen“, die der FC Schalke 04 jetzt gefunden hat. Wenngleich diese nicht unbedingt zufriedenstellend waren. Auch Ozan Kabak wurde vom S04 zunächst nur verliehen, im Sommer 2022 tritt im Falle des Klassenerhalts von Norwich City eine Kaufpflicht ein.

FC Schalke 04: Vergangenheit holt den S04 in den kommenden Jahren wieder ein

Geld sah der S04 somit auch für den jungen Türken aktuell nicht. Doch die Einsparungen bei den Gehältern halfen den Blau-Weißen bereits enorm, um offenbar die Lizenzauflagen erfüllen zu können. An der Vergangenheit wird Schalke 04 aber noch lange zu knabbern haben. Das zeigt unter anderem auch eine fünfjährige Fan-Anleihe mit einem Volumen von 8,6 Millionen Euro, dessen Rückzahlung im Jahr 2026 erfolgen muss.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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