Nationalspieler verlässt RB Leipzig

Fan-Seele des S04 kocht: So denkt Timo Werner jetzt über seine dreiste Schwalbe

Timo Werner von RB Leipzig hat laut eigener Aussage viel aus der Schwalbe gegen den FC Schalke 04 gelernt.
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Timo Werner von RB Leipzig hat laut eigener Aussage viel aus der Schwalbe gegen den FC Schalke 04 gelernt.

Timo Werner verlässt RB Leipzig und die Bundesliga. Zum Abschied spricht er unter anderem nochmal über seine Schwalbe gegen den FC Schalke 04.

  • Der FC Schalke 04 verbindet eine bestimmte Erinnerung mit Timo Werner.
  • Durch eine dreiste Schwalbe im Dezember 2016 fiel der Stürmer in Ungnade.
  • Vor seinem Wechsel nach England blickt er auf die Situation gegen den S04 zurück.

Leipzig/Gelsenkirchen - Gerade erst hat der FC Schalke 04 mit einer 0:4-Niederlage gegen den SC Freiburg eine katastrophale Rückrunde beendet. Während das noch nicht verdaut ist, spricht RB Leipzig-Stürmer Timo Werner über eine alte Geschichte, die bei S04-Fans Bauchschmerzen vergangener Tage hervorrufen dürfte.

Name

Timo Werner

Geboren

6. März 1996 (Alter 24 Jahre), Stuttgart

Größe

1,84 m

Gewicht

76 kg

Karrierebeginn

2013

Aktuelle Teams

RB Leipzig (#11 / Stürmer), Deutsche Fußballnationalmannschaft (#9 / Stürmer)

Eltern 

Günther Schuh, Sabine Werner

FC Schalke 04: Schwalbe von Timo Werner schlug hohe Wellen

Es war die erste Saison in der Bundesliga für den noch jungen Klub RB Leipz ig und seinen ebenfalls jungen Stürmer Timo Werner (24), als dieser bereits die Mehrheit der Schalke-Fans gegen sich aufbrachte. Am 13. Spieltag der Saison 2016/2017 gastierten die "Knappen" in Leipzig und nach nur zwei Minuten nahm das Unheil seinen Lauf.

Denn der damals 20-Jährige ließ sich zu einer offensichtlichen Schwalbe im gegnerischen Sechzehner hinreißen. Trotz Schalker Proteste gab es den Elfmeter, der Schuldige verwandelte selbst und die Gastgeber schickten die Königsblauen mit einer 1:2-Niederlage zurück nach Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Timo Werner blickt vor Wechsel auf Bundesliga-Zeit und die Schwalbe zurück

Jetzt, vier Jahre später, verabschiedet sich Timo Werner in Richtung London zum FC Chelsea. Was denkt er nun über die knifflige Situation? Angesprochen im Interview in der aktuellen Ausgabe des kicker (29. Juni) sagt er: "Die Schwalbe war eine Sache für sich." 

Nach dem Spiel war sich der heutige deutsche Nationalspieler keiner Schuld bewusst. Eine Meinung, die ihm vor allem auf Schalke keine neuen Freunde einbrachte (alle S04-Artikel auf RUHR24.de). Ändern wolle er laut eigener Aussage an seiner Zeit in der Bundesliga dennoch nichts.

Hier lässt sich Timo Werner im Heimspiel von RB Leipzig gegen den FC Schalke 04 plump fallen.

FC Schalke 04: Timo Werner zieht positive Aspekte nach Schwalbe und den heftigen Fan-Reaktionen

Denn "auch daraus habe ich viel gelernt", erklärt Timo Werner nun rückblickend. Nicht nur bei den Fans des FC Schalke 04, der eine Gehaltsobergrenze einführen will, kippte die Stimmung gegen den flinken Stürmer, auch weil sein Verein RB Leipzig von vielen Fußballfans kategorisch abgelehnt wurde (und wird).

Der Stürmer fasst die damalige Antipathie gegen seine Person zusammen: "Bei Heimspielen vom Gästeblock, bei Auswärtsspielen vom ganzen Stadion." Mit der Schwalbe hatte er sich in der Folge sicherlich keinen Gefallen getan. Doch der schnelle Torjäger sieht das Positive.

FC Schalke 04: Timo Werner hat aus Schwalbe gegen S04 und den Anfeindungen gelernt 

Es habe ihn "stärker gemacht", erklärt Timo Werner nun vor seinem Abschied aus Deutschland. "Aus dieser Zeit habe ich viel für meine Persönlichkeitsentwicklung mitgenommen." Die Mentalität scheint beim zweitbesten Torschützen der abgelaufenen Saison (26 Treffer) gefestigt.

"Ich glaube, nicht viele Stürmer hätten danach so viele Tore geschossen, wenn die Stimmung so gegen die eigene Person ist", resümiert er nun im Interview.

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Liebe RB Leipzig Familie, Time to say goodbye - nach 4 wunderbaren und prägenden Jahren ist es heute an der Zeit euch mitzuteilen, dass ich mich entschieden habe in der nächsten Saison nach England zu wechseln. Mit großer Vorfreude und dennoch schweren Herzens gehe ich diesen neuen Schritt in meinem Leben. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich 2016 als 20-Jähriger nach Leipzig kam. Mein erstes Spiel gegen Hoffenheim, mein erstes Heimspiel gegen Dortmund, mein erstes Tor gegen den HSV... Nun, 4 Jahre später, blicke ich auf so viele schöne Erlebnisse, Erfolge und Begegnungen zurück, die ich immer bei mir behalten werde. Deshalb möchte ich DANKE sagen. VIELEN DANK an die Fans, meine Teamkollegen, die Verantwortlichen, die Mitarbeiter, an alle weiteren Menschen, die ich hier bisher kennen gelernt habe und an diese wunderbare Stadt Leipzig, in der ich mich von Tag Eins zuhause gefühlt habe. Gleichzeitig freue ich mich total auf dieses neue, spannende Kapitel in meiner Karriere in England, das zur neuen Saison beginnt. Jetzt geht‘s aber natürlich erst einmal darum, die Saison in Leipzig erfolgreich zu beenden! Euer Timo

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Mit seinen beiden Treffern am vergangenen Samstag (27. Juni) gegen den FC Augsburg wurde er noch kurz vor seinem Abgang neuer Rekordtorschütze der Ostdeutschen (95 Treffer in 159 Pflichtspielen). Eine Qualität, die ihn nun zum FC Chelsea gebracht hat.