Großes Risiko

Schalke 04 will neuen Abwehrchef aus der 2. Liga: Transfer-Gespräche laufen schon

Timo Hübers im Zweikampf mit Thiago
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Verstärkt Timo Hübers (r.) den S04? Aktuell spielt der Verteidiger noch für Hannover 96.

Der FC Schalke 04 ist auf der Suche nach neuem Personal für die 2. Bundesliga. Dabei rückt der Abwehrchef eines künftigen Konkurrenten in den Fokus.

Gelsenkirchen – Schon Wochen vor der Öffnung des Transferfensters in Deutschland kursieren etliche Gerüchte rund um den FC Schalke 04. Verwunderlich ist das kaum: Der S04 muss Personalkosten senken und gleichzeitig eine schlagkräftige Zweitligamannschaft zusammenstellen, um die Mission „Wiederaufstieg“ in Angriff zu nehmen. Entsprechend viele neue Spieler werden benötigt.

FußballspielerTimo Hübers
Geboren20. Juli 1996 (Alter 24 Jahre), Hildesheim
Größe1,90 Meter
Aktuelles TeamHannover 96 (#15 / Abwehrspieler)

Schalke 04 bemüht sich angeblich um Timo Hübers von Hannover 96 – ablösefreier Transfer geplant

Große Blockbuster-Deals wird es in Gelsenkirchen nicht geben. Denn nicht nur bei Mark Uth (29) droht Schalke 04 ein übles Transfer-Szenario. Die sportliche Führungsriege um Interims-Sportvorstand Peter Knäbel (54) wird schon alle Hände voll damit zu tun haben, die Top-Verdiener überhaupt von der Gehaltsliste zu bekommen – von Ablösezahlungen ganz zu schweigen.

Entsprechend wird Königsblau in puncto Neuverpflichtungen nicht ins oberste Regal und nicht tief in die Tasche greifen können. Dass sich Schalke 04 laut Bild mit Timo Hübers (24) von Hannover 96 zu beschäftigen scheint, wäre eine logische Konsequenz daraus. Der Abwehrchef der Niedersachsen befindet sich in seinem letzten Vertragsjahr. Im Sommer wäre er ablösefrei zu haben.

Timo Hübers (Hannover 96) und S04 führten erste Transfer-Gespräche – Schalke hat gute Argumente

Dem Bericht zufolge sollen die Gespräche bereits fortgeschritten sein. Mit Peter Knäbel soll Timo Hübers bereits über sein mögliches Gehalt bei den akut abstiegsbedrohten Schalkern gesprochen haben. Auch mit einem englischen Talent soll der S04 bereits Transfer-Verhandlungen führen.

Obwohl Hannover 96 und die „Knappen“ in der kommenden Saison mit großer Wahrscheinlichkeit in der gleichen Liga spielen werden, scheint den 24-jährigen Innenverteidiger der Neuanfang im Ruhrgebiet sportlich mehr zu reizen. Laut Bild hat der gebürtige Hildesheimer zudem familiäre Beziehungen in der Region.

Solange es keinen neuen Sportvorstand gibt, treibt Peter Knäbel die sportlichen Planungen beim S04 voran.

Zudem plane 96-Chef Martin Kind (76) einen Sparkurs mit Blick auf den Etat der Profis. Ab dem 1. Juli soll demnach kein Spieler mehr als 400.000 Euro (brutto) verdienen. Wenngleich auch auf Schalke keine großen Millionen-Gehälter mehr ausgeschüttet werden sollen, dürfte der mögliche Lohn von Timo Hübers in Gelsenkirchen über der geplanten Grenze in Hannover liegen.

Schalke 04 nimmt Transfer von Timo Hübers in Angriff – Konkurrenz auch aus der ersten Liga

Allerdings gibt es auch Bedenken aufseiten des Spielers. Wie der Sportbuzzer berichtet, könne sich der Rechtsfuß nicht darauf verlassen, dass Peter Knäbel am Ende die Entscheidung treffen wird. Zwar spricht mittlerweile viel dafür, dass aus der Interims-Lösung eine dauerhafte wird. Offiziell sucht Königsblau aber nach wie vor nach einem neuen sportlichen Gesamtverantwortlichen.

Schrecken die Unwägbarkeiten Timo Hübers möglicherweise doch ab? Neben Schalke 04 gibt es für den 24-Jährigen noch eine Handvoll anderer Optionen. Laut Bild haben mit Hertha BSC, Union Berlin, dem HSV und dem 1. FC Köln weitere Vereine Interesse bekundet.

Video: Hannovers Hübers erster Coronafall im deutschen Profifußball

Völlig risikofrei wäre eine Verpflichtung des Abwehrspielers für keinen der Klubs. Zwar hat Timo Hübers bei Hannover 96 in den vergangenen Jahren eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Allerdings ist der in der laufenden Saison zweifache Torschütze verletzungsanfällig.

Timo Hübers (Hannover 96) hatte schon zwei Kreuzbandrisse – S04 ist gewarnt

Eine Verletzung des hinteren Oberschenkelmuskels setzte den Verteidiger Ende Februar außer Gefecht. Laut Sportbuzzer ist eine Rückkehr ins Mannschaftstraining nach Ostern vorgesehen. Ende April könnte er mit dem Tabellenneunten wieder auf Punktejagd gehen. Allerdings ist das nicht der erste Eintrag in der Krankenakte des Spielers.

Im Sommer 2016 hatte sich Timo Hübers das Kreuzband im rechten Knie gerissen. Knapp neun Monate war er nach der Diagnose zum Zuschauen verdammt. Ziemlich genau zwei Jahre später bekam der Verteidiger von den Ärzten eine ähnliche Diagnose. Im Trainingslager riss sich Timo Hübers erneut das Kreuzband – dieses Mal allerdings im linken Knie.

Während der Reha bereitete dann plötzlich wieder das rechte Knie Probleme. Weitere Operationen wurden nötig und verlängerten die Ausfallzeit. Auf Schalke wird man den Leidensweg genauestens studiert haben und in eine mögliche Transfer-Entscheidung einfließen lassen. Denn Verletzungen durchkreuzten in der Vergangenheit bereits mehr als einmal die Pläne in Gelsenkirchen.