Schalke hofft auf Millionen-Ablöse

Poker zwischen S04 und TSG Hoffenheim um Sebastian Rudy: Funkstille und Irritationen

Der FC Schalke 04 und die TSG Hoffenheim pokern um Sebastian Rudy. Im Moment löst ein möglicher Transfer aber offenbar noch eher Irritationen aus.

  • Angeblich hat die TSG Hoffenheim die Kaufoption für Sebastian Rudy verstreichen lassen.
  • Obwohl die Medienberichte nicht übereinstimmen, hat der FC Schalke 04* so oder so schlechte Karten im Poker um den Spieler.
  • Das gilt für den S04 aber offenbar nicht nur bei Sebastian Rudy, sondern ebenso bei Cedric Teuchert.

Gelsenkirchen - Es verwundert nicht, dass Sebastian Rudy (30) beim FC Schalke 04 angeblich auf der inoffiziellen Abschussliste unter insgesamt elf Abgängen zu finden* ist. Der Transfer des zentralen Mittelfeldspielers im Sommer 2018 entpuppte sich im Nachhinein beim S04 als großes Missverständnis, wie RUHR24.de* berichtet.

FC Schalke 04: Sebastian Rudy zählt beim S04 zu den Großverdienern

Sebastian Rudy konnte sportlich nicht überzeugen und zählt beim FC Schalke 04 (alle Artikel unter RUHR24.de)* zu den Großverdienern. Ein Zustand, den die Königsblauen im Sommer endgültig gerne ändern wollen.

Derzeit ist der 30-Jährige an die TSG Hoffenheim verliehen. Dorthin, wo der 29-malige deutsche Nationalspieler zwischen 2010 und 2017 spielte und aufblühte. So sehr, dass der FC Bayern München ihn anschließend verpflichtete.

FC Schalke 04: Sebastian Rudy bei der TSG Hoffenheim glücklich

Doch weder dort, noch beim FC Schalke 04 wurde Sebastian Rudy glücklich. Das änderte sich in Sinsheim, wo der Familienvater seit Sommer 2019 zum Stammpersonal zählt und von Trainer Alfred Schreuder (47) sehr geschätzt wird. Trotzdem sieht es danach aus, dass Sebastian Rudy aus zwei Gründen zurück zu Schalke 04 muss.

Dazu passt, dass der kicker im April berichtete, dass die TSG Hoffenheim die Kaufoption für Sebastian Rudy nicht ziehen würde und dieser somit zurück zum S04* müsste. Eine ähnliche Meldung gab es wenige Wochen später auf Bild.de.

FC Schalke 04: TSG Hoffenheim hat Kaufoption für Sebastian Rudy (S04) nicht gezogen

Denn Bild.de (Bezahlschranke) berichtet nun, dass die TSG Hoffenheim die 6-Millionen-Euro-Klausel tatsächlich hat verstreichen lassen. WAZ.de (Bezahlschranke) hält allerdings dagegen und schreibt, dass die festgeschriebene Ablösesumme über 6 Millionen Euro bis zum 30. Juni gilt.

Sebastian Rudy (r.) ist für eine Saison vom FC Schalke 04 an die TSG Hoffenheim verliehen.

Demnach wisse der FC Schalke 04 bislang auch angeblich nur aus den Medien, dass die Kraichgauer die Kaufoption für Sebastian Rudy nicht ziehen wollen. Zwischen den Klubs herrsche derzeit Funkstille.

FC Schalke 04: Sebastian Rudy im Poker zwischen TSG Hoffenheim und S04

Überraschen würde es nicht. Die TSG Hoffenheim ist aus einem sehr guten Grund nicht unter Zugzwang, was Sebastian Rudy betrifft.

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Auch im Kraichgau dürfte zum einen bekannt sein, dass der FC Schalke 04 den Spieler gerne loswerden wollen würde. Zum anderen sind die "Knappen" wegen ihrer finanziellen Probleme auf jeden Euro angewiesen.

FC Schalke 04 kann wegen Sebastian Rudy keine hohen Forderungen an TSG Hoffenheim stellen

Die TSG Hoffenheim wird pokern und darauf hoffen, im Sommer weniger als 6 Millionen Euro für Sebastian Rudy hinblättern zu müssen. 

Zwar ist nach Verstreichen der Kaufoption die Ablösesumme frei verhandelbar. Doch aus den oben genannten Gründen ist der FC Schalke 04 nicht in der Position, höhere Forderungen stellen zu können. Stattdessen wird der S04 froh über jeden Abgang eines teuren Spielers zu sein.

FC Schalke 04: Wie bei Sebastian Rudy handelt Hannover 96 bei Cedric Teuchert

Dazu zählen auf Schalke neben Sebastian Rudy zum Beispiel auch Nabil Bentaleb (25) und Mark Uth (27). Für die beiden Letztgenannten gibt es übrigens ebenfalls eine festgeschriebene Ablösesumme.

Es dürfte wenig überraschen, wenn weder Newcastle United noch der 1. FC Köln diese ziehen werden. Nach Bild-Angaben hat selbst Hannover 96 die Kaufoption für den vom S04 ausgeliehenen Cedric Teuchert (23) verstreichen lassen – obwohl die bei nur 1,5 Millionen Euro liegt.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa