Frühe Unruhe beim S04

Sebastian Rudy boykottiert Auftakt mit Ansage: FC Schalke 04 reagiert deutlich

Ein Mittelfeld-Star fehlt auf Schalke beim Corona-Test. Der S04 reagiert prompt und stellt die gemeinsame Zukunft infrage. Ein Transfer wird aber schwierig.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 hat die Vorbereitung auf die kommende Saison in der zweiten Liga begonnen. Am Montag (14. Juni) lud Trainer Dimitrios Grammozis zum Trainingsauftakt am Berger Feld.

NameSebastian Rudy
Geboren28. Februar 1990 (Alter 31 Jahre), Villingen-Schwenningen
EhepartnerinElena Rudy (verh. 2014)
Aktueller VereinFC Schalke 04 (per Leihe bei TSG Hoffenheim)

Schalke 04: Sebastian Rudy fehlt bei Trainingsauftakt, Mark Uth für Transfer-Gespräche freigestellt

Zunächst sollte für fast alle Profis, die nicht mit der Nationalmannschaft unterwegs sind, ein Corona-Test anstehen. Eine Ausnahme gab es für Mark Uth, dessen Transfer zum 1. FC Köln kurz bevorsteht. Der Spieler wurde bis zum Ende der Woche freigestellt, um seine Zukunft zu klären.

Allerdings fehlte zu dem Pflichttermin noch ein weiterer Profi. Auch Sebastian Rudy erschien nicht, obwohl er aus Sicht des FC Schalke 04 hätte kommen sollen. Denn im Gegensatz zu Mark Uth findet sich für den Ex-Hoffenheimer kein ernsthafter Transfer-Interessent.

Schalke 04 reagiert auf Fehlen von Sebastian Rudy: Rouven Schröder ist „nachdenklich“ gestimmt

Zu abschreckend sind wohl die fünf bis sechs Millionen Euro Gehalt, die in seinem bis Sommer 2022 laufenden Vertrag verankert sind. „Wir haben Sebastian - wie alle anderen Spieler und Mitarbeiter auch - für heute zum Corona-Test geladen“, sagte S04-Sportdirektor Rouven Schröder laut WAZ und Bild. „Er ist nicht gekommen, was uns mit Blick auf eine mögliche Zukunft bei Schalke 04 nachdenklich stimmt.“

Zuletzt hatte die SportBild sogar berichtet, Sebastian Rudy könne sich vorstellen, mit Schalke in die zweite Liga zu gehen. Und so weiterhin sein fürstliches Gehalt kassieren. Sportvorstand Peter Knäbel hingegen habe dem Spieler eine Vertragsauflösung nahegelegt.

Sebastian Rudy (l.) war per Leih-Transfer vom FC Schalke 04 an die TSG Hoffenheim ausgeliehen.

Schalke 04: Transfer-Poker mit Mittelfeld-Star Sebastian Rudy und TSG Hoffenheim?

Sehr wahrscheinlich ist, dass es sich um reinen Transfer-Poker handelt. Sebastian Rudy war in der abgelaufenen Saison an Ex-Verein TSG Hoffenheim ausgeliehen. Dort steht er genau genommen auch noch den kompletten Juni unter Vertrag. Die Freigabe sowie eine Spiel- und Trainingserlaubnis aus Hoffenheim hat laut WAZ aber vorgelegen.

Mit dem Trainings-Streik ergibt sich für den Transfer-Plan des FC Schalke 04 jedenfalls eine ungünstige Ausgangsposition. „Wir werden keinen Spieler verschenken oder uns ausnutzen lassen“, versprach Rouven Schröder erst kürzlich. „Wir werden gewisse Ablösen fordern. Das ist elementar für uns. Wenn es zu einem Abschluss kommt, dann kommt es zum Abschluss, weil alle zufrieden sind.“

Schalke 04: TSG Hoffenheim will bei Transfer von Sebastian Rudy abwarten

Bei der TSG Hoffenheim hingegen spielt man offenbar auf Zeit und mit der finanziellen Notlage des S04. „Bei den anderen beiden (Sebastian Rudy und Chris Richards, Anm. d. Red.) ist es kein Geheimnis, dass wir uns eine Zukunft für sie in Hoffenheim vorstellen könnten“, verriet Alexander Rosen schon vor einigen Tagen.

„Aber sie sind nun mal ab 1. Juli unter Vertrag bei ihren Stammvereinen. Da müssen wir einfach ein bisschen abwarten.“ Am 29. Juni fäht der FC Schalke 04 ins Trainingslager nach Mittersill (Österreich).

  • FC Schalke 04: Der aktuelle Kader des S04 für die Saison 2021/22
  • Tor: Ralf Fährmann, Markus Schubert, Michael Langer
  • Abwehr: Malick Thiaw, Timo Becker, Kerim Calhanoglu, Marcin Kaminski, Salif Sané, Matija Nastasic, Ozan Kabak, Hamza Mendyl, Thomas Ouwejan, Reinhold Ranftl
  • Mittelfeld: Mehmet-Can Aydin, Florian Flick, Can Bozdogan, Nassim Boujellab, Levent Mercan, Danny Latza, Victor Palsson, Omar Mascarell, Suat Serdar, Amine Harit, Sebastian Rudy
  • Sturm: Matthew Hoppe, Simon Terodde, Ahmed Kutucu, Benito Raman, Mark Uth, Rabbi Matondo

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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