Kaderplanung zusätzlich erschwert

Ablöse-Dilemma bei Schalke 04: Ein Detail wird im Sommer zum Problem

Der FC Schalke 04 muss sich durch den Bundesliga-Abstieg umstrukturieren. Ein neues Detail erschwert den sportlichen Neuaufbau der „Knappen“ allerdings erheblich.

Gelsenkirchen – Beim FC Schalke 04 setzt man nach dem Bundesliga-Abstieg alles daran, so schnell wie möglich in die Belletage des deutschen Fußballs zurückzukehren. Die finanzielle Situation erschwert die Mission „Wiederaufstieg“ allerdings erheblich.

Name Sebastian Rudy
Geboren28. Februar 1990 (Alter 31), Villingen-Schwenningen
Ehepartnerin Elena Rudy (verh. 2014)
Aktuelle Teams TSG Hoffenheim (Leihe bis Ende Juni 2021)

FC Schalke 04: Gigantischer Schuldenberg erschwert Kaderplanung beim S04

Aktuell schiebt der FC Schalke 04 einen gigantischen Schuldenberg vor sich her: 217 Millionen Euro Verbindlichkeiten mussten die „Knappen“ laut jüngstem Geschäftsbericht aus April 2021 ausweisen.

Quantensprünge auf dem Transfermarkt kann der S04 angesichts der erdrückenden finanziellen Situation selbsterklärend nicht vollziehen. Dennoch schaffte es die sportliche Führung rund um Sportvorstand Peter Knäbel (54) mit Danny Latza (31) und Simon Terodde (31) immerhin schon zwei Neuzugänge für das blau-weiße Projekt zu gewinnen.

FC Schalke 04 muss auch Transferbremse treten – auch wegen Großverdiener Sebastian Rudy

Mit Victor Palsson vom SV Darmstadt soll ein weiterer Profi kurz vor einem Transfer zum FC Schalke 04 stehen. Wie Bild berichtet, muss „Königsblau“ danach allerdings auf die Transferbremse treten.

Eben auch, um den Kader zuvor von Großverdienern zu befreien. Bei diesem Thema gelangt man unweigerlich bei der Personalie Sebastian Rudy an.

Der FC Schalke 04 hat Sebastian Rudy bis Juni 2021 an die TSG Hoffenheim ausgeliehen.

FC Schalke 04: Sebastian Rudy wechselte vom FC Bayern München zum S04

Sebastian Rudy war im Sommer 2018 mit hohen Erwartungen und einer gehörigen Portion Vorschusslorbeeren vom FC Bayern München zu Schalke 04 gewechselt.

Beidem konnte der einstige deutsche Nationalspieler zu keinem Zeitpunkt gerecht werden. Zwischen dem 31-Jährigen und dem S04 wollte sich schlicht keine sportliche Liebesbeziehung entwickeln.

FC Schalke 04: Dem S04 droht ein neues Ablöse-Dilemma wegen Sebastian Rudy

Knappe drei Jahre später droht den „Knappen“ der Wechsel gleich noch einmal auf die Füße zu fallen. Schließlich soll Sebastian Rudy auch in der zweiten Liga ein Mega-Gehalt bei Schalke 04 beziehen. Satte sechs Millionen Euro sollen nach Sky-Informationen fällig werden. Kürzungen sind demnach auch bei Abstieg nicht vorgesehen.

Einen derartigen Großverdiener sieht das eingeschränkte Gehaltsetat des S04 in der 2. Bundesliga nicht vor. Soweit war das Dilemma rund um Sebastian Rudy, der im Sommer von seiner Leihe bei der TSG Hoffenheim zurückkehrt und in Gelsenkirchen noch einen Vertrag bis Ende Juni 2022 besitzt, schon bekannt.

FC Schalke 04: Der S04 hat die Ablöse für Sebastian Rudy an den FC Bayern in vier Raten gesplittet

Wie die Sport Bild am Mittwoch (19. Mai) berichtet, versucht Schalke den Vertrag mit Sebastian Rudy folglich vorzeitig aufzulösen. Das würde bedeuten, dass die „Knappen“ keine Ablöse für den defensiven Mittelfeldspieler kassieren – zudem würde er demzufolge nur gehen, wenn eine Abfindung gezahlt würde.

Beinahe noch schlimmer wiegt jedoch ein weiteres Detail, welches das Sportmagazin zusätzlich nennt. Denn beim Transfer des 31-Jährigen vom FC Bayern München zum S04 soll die Ablösesumme von 16 Millionen Euro in vier Teile gesplittet worden sein.

FC Schalke 04: Der S04 muss noch vier Millionen Euro für Sebastian Rudy zahlen

Die vierte und letzte Rate in Höhe von vier Millionen Euro sei in diesem Sommer fällig, heißt es in dem Bericht der Sport Bild. Für die weitere Kaderplanung des FC Schalke 04 wäre dies ein weiterer bislang unbekannter Rückschlag.

Schließlich kommt die Nachzahlung für den Noch-Hoffenheimer zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Das Engagement von Sebastian Rudy beim S04 entwickelt also immer mehr Tragik.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO via Kirchner-Media

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