Leerer Stuhl in Gelsenkirchen

Schalke-Sportvorstand Knäbel verrät Plan für Schröder-Nachfolger

Mit neuem Trainer, aber ohne Sportdirektor, geht Schalke 04 in die lange Winterpause. Wird der Posten beim S04 neu besetzt?

Gelsenkirchen – Rund drei Wochen sind vergangen, seit Rouven Schröder völlig überraschend als Sportdirektor beim S04 hinschmiss. Der erste Schock scheint in Gelsenkirchen zwar allmählich verdaut, einen Nachfolger für den „Architekten des Wiederaufstiegs“ gibt es aber noch nicht.

Schalke 04 hat noch keinen neuen Sportdirektor: Auf Schröder-Aus nicht „gut genug vorbereitet“

Ein Quintett um Schalke-Sportvorstand Peter Knäbel höchstpersönlich sowie René Grotus (Referent Sport), André Hechelmann (Chefscout), Gerald Asamoah (Leiter Lizenzspielerabteilung) und Mario Grevelhörster (Team-Manager) haben die Aufgaben zunächst untereinander aufgeteilt. Doch ist das eine Dauerlösung?

Im Interview mit Sky hat sich Knäbel zu den Plänen für den vakanten Stuhl des Sportdirektors beim FC Schalke 04 geäußert. Dass nicht ad hoc ein Plan B aus der Schublade herausgeholt werden konnte, habe auch an der Plötzlichkeit der Entscheidung von Schröder gelegen. „Wir waren darauf nicht genug vorbereitet“, so Knäbel.

Noch dazu sind die Fußstapfen von Schröder groß. Es könne nicht sein, so Knäbel, „dass jemand, den man so gelobt hat, eine Lücke hinterlässt, die von heute auf morgen zu schließen ist“. Auch er selbst sehe sich nicht als alleinige Lösung, um das Aufgaben-Vakuum zu füllen.

S04-Sportvorstand bastelt an Schröder-Nachfolger: Entscheidung soll kein Schnellschuss werden

Der Plan sehe deshalb vor, dass sich der S04 in diesem Bereich personell verstärken wird. Konkrete Namen oder Ideen nennt Knäbel aber nicht. Aktuell erarbeite man noch das genaue Aufgabenprofil eines Schröder-Nachfolgers. „Wir müssen die richtige Person auswählen und nicht möglichst schnell einen Nachfolger finden.“

S04-Sportvorstand Peter Knäbel (l.) hat der plötzliche Rücktritt von Rouven Schröder überrascht.

Zumindest mit Blick auf dringend benötigte Winter-Neuzugänge bleibt dafür noch etwas Zeit. Das Transferfenster der Bundesliga öffnet erst am 1. Januar 2023. Vorher könnte ein neuer Sportdirektor, oder wie die genaue Bezeichnung letztlich lauten wird, zumindest offiziell keine Transfers abwickeln.

Klar ist schon jetzt: Wer auch immer am Ende die Verhandlungen für die S04-Seite führen wird – einfach wird es nicht. Der Kaderschuh drückt bei Königsblau an mehreren Stellen. Gleichzeitig ist das Transfer-Budget bei Schalke 04 jedoch arg limitiert.

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