S04 plant hohes Budget ein

Irre Zahlen bei Schalke 04: Ralf Rangnick soll Rekord-Etat für 2. Liga bekommen

Der FC Schalke 04 verhandelt mit Ralf Rangnick um den Posten als Sportvorstand. Der 62-Jährige soll beim S04 ein Budget bekommen, mit dem der Wiederaufstieg nahezu Pflicht wäre.

Gelsenkirchen – Im Grunde warten viele Fans des FC Schalke 04 nur noch auf die Verkündung: Ralf Rangnick (62) soll der neue Sportvorstand der „Knappen“ werden. Fakt ist: Der Aufsichtsratsvorsitzende des S04, Jens Buchta (57), hat mit dem 62-Jährigen die Verhandlungen mittlerweile aufgenommen.

NameRalf Rangnick
Geboren29. Juni 1958 (Alter 62 Jahre), Backnang
Größe1,81 Meter
EhepartnerinGabriela Rangnick
KinderDavid Rangnick, Kevin Rangnick
Stationen als SportdirektorRB Salzburg (2012-2015), RB Leipzig (2012-2019)

FC Schalke 04: Jens Buchta begründet, warum Ralf Rangnick nicht die erste Wahl war

In den vergangenen Tagen preschte die „geheime Gruppe“ beim FC Schalke 04 wegen Ralf Rangnick bereits vor. Jens Buchta favorisierte zunächst eine andere Lösung: Markus Krösche (40) von RB Leipzig. „Wir hatten Ralf Rangnick nicht angesprochen, weil wir meinten, wir könnten ihm nicht die Rahmenbedingungen bieten, wie er sie in Leipzig und Hoffenheim hatte“, so der Aufsichtsratschef.

Die gesamte Vorgehensweise rund um den Rangnick-Plan der Geheim-Gruppe sorgte bereits für einen Mega-Zoff beim S04. Jetzt ist die Gruppierung nicht mehr geheim, sie stellte sich am Mittwoch (17. März) unter dem Namen „FC Schalke 04 e.V. - Tradition und Zukunft“ in der Öffentlichkeit vor.

FC Schalke 04: „Geheime Gruppe“ möchte Ralf Rangnick unbedingt beim S04 sehen

Auf Nachfrage von RUHR24 nannte die „Geheim-Gruppe“ fünf Gründe, warum Schalke 04 Ralf Rangnick holen muss. So sei die Spielphilosophie bei Klubs des 62-Jährigen herausragend, er baue eine gute Scouting-Abteilung auf, zudem gebe er den Vereinen eine gute Struktur und vereine diese mit dem Fußball. Die Gruppierung sprach von einem „absoluten Fachmann“.

Hinter der Gruppierung stecken mindestens 14 Leute. Geschäftsleute, Sponsoren des FC Schalke 04, Mitarbeiter des S04 sowie mit Ingo Anderbrügge (57) auch ein Ex-Profi. Nachdem sie das Thema Ralf Rangnick an die Vereinsführung der „Knappen“ absichtlich medial-öffentlich herantrugen, nahm der Aufsichtsratschef Jens Buchta nun den Spielball auf und startete die Verhandlungen mit dem 62-Jährigen und dessen Berater Marc Kosicke.

Ralf Rangnick könnte neuer Sportvorstand beim FC Schalke 04 werden. Er soll bei S04 einen Mega-Etat erhalten.

FC Schalke 04: Der S04 tritt in Verhandlungen mit Ralf Rangnick ein

„Im nächsten Schritt wird sich der Aufsichtsrat unmittelbar mit dem Berater von Ralf Rangnick zusammensetzen, um die Möglichkeit einer Zusammenarbeit unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu erörtern“, sagte Jens Buchta den Medien am Mittwochabend.

So stellte der Berater bereits klar, dass Schalke 04 unter einer Bedingung eine Chance auf Ralf Rangnick hätte. „Wenn definitiv der ganze Klub Schalke 04 hinter Rangnick steht und ihn unbedingt haben will“, sagte Marc Kosicke.

FC Schalke 04: Ralf Rangnick soll einen Rekord-Etat beim S04 erhalten

Allen Anschein nach sieht es jetzt danach aus, denn Ralf Rangnick soll laut übereinstimmenden Medienberichten einen Rekord-Etat beim FC Schalke 04 für die 2. Liga erhalten. Dieser soll im Bereich von 30 bis 35 Millionen Euro liegen. Kein anderer Zweitligist konnte jemals mit solch hohen Zahlen aufhorchen. Der Transfer von Danny Latza (31) zum S04 dürfte daher erst der Anfang sein.

Die „Geheim-Gruppe“ sprach im Vorfeld bereits mit Ralf Rangnick über „Eckpunkte“, wie sie es selbst nannten. „Das waren keine fantastischen Forderungen, ein oberes Zweitliga-Budget. Das sollte Schalke hinbekommen“, sagte der Gruppen-Sprecher Ulrich Paetzel (59), Chef der Emschergenossenschaft und ehemaliger Bürgermeister der Stadt Herten.

FC Schalke 04: Der S04 hätte mit Abstand den höchsten Etat der 2. Liga

Die Bezeichnung „oberes Zweitliga-Budget“ für eine „konkurrenzfähige Mannschaft in der 2. Liga“, wie es weiter hieß, ist angesichts der Zahlen im Vergleich mit den ambitionierten Zweitliga-Klubs in den vergangenen Jahren fast schon untertrieben. Der Hamburger SV soll aktuell mit einem Etat von 23 Millionen Euro arbeiten, der auf 36 Millionen aufgestockt werden würde, sollte dem HSV der Aufstieg gelingen. So berichtet es die Sport Bild.

Damit ist der Hamburger SV der Krösus der 2. Liga. Fortuna Düsseldorf soll bei 15 Millionen Euro liegen, der VfL Bochum bei knapp 11,5 Millionen Euro, der SC Paderborn lediglich bei 7 Millionen Euro.

Ulrich Paetzel (l.) und Frank Haberzettel, beide Sprecher der Gruppe „FC Schalke 04 - Tradition und Zukunft“, erklärten auf einer Pressekonferenz die Pläne der Initiative zum S04.

FC Schalke 04: Etat für Ralf Rangnick wäre höher als in den Zweitliga-Jahren mit Leipzig und Hoffenheim

Selbst mit RB Leipzig (16 Millionen Euro) und der TSG Hoffenheim (18,5 Millionen Euro) hatte Ralf Rangnick laut Focus in der 2. Liga keinen derart hohen Etat zur Verfügung.

Angesichts der hohen Verbindlichkeiten des FC Schalke 04 über 240 Millionen Euro hatte wohl auch Aufsichtsratschef Jens Buchta Zweifel mit Blick auf eine Finanzierbarkeit des Projekts rund um Ralf Rangnick. Andererseits gibt der Erfolg in den vergangenen Jahren dem 62-Jährigen recht. Mit Leipzig und Hoffenheim stieg er in die Bundesliga auf und etablierte die Klubs im internationalen Geschäft.

FC Schalke 04: Das Gehalt von Ralf Rangnick soll sich an den Zahlen von Jochen Schneider orientieren

Doch an der Finanzierbarkeit solle es beim S04 nicht scheitern, wie die Sprecher der Initiative „FC Schalke 04 e.V. - Tradition und Zukunft“ klarstellen. „Wenn wir die Chance haben, Mittel zu akquirieren, wollen wir das gerne tun“, so Ulrich Paetzel.

Die Gruppe habe „eine ganze Reihe von Anfragen“ von möglichen neuen Sponsoren bekommen, die im Falle des Einstiegs von Ralf Rangnick den S04 unterstützen wollen. Die Initiative wolle die Kontakte an die Verantwortlichen der „Knappen“ weitervermitteln.

Immerhin wäre das Gehalt für Ralf Rangnick wohl das geringste Problem, soll es laut übereinstimmenden Medienberichten im Bereich seines Vorgängers Jochen Schneider (50) liegen. Der Ex-Sportvorstand verdiente wohl knapp eine Million Euro. Dazu solle es eine Aufstiegsprämie geben. Mit dem Mega-Etat rund um eine Verpflichtung von Ralf Rangnick wäre der Grundstein für das Erreichen der Prämie wohl gelegt.

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