S04-Analyse mit Spannung erwartet

Alle Aussagen und Entscheidungen der großen Schalke-PK: Stambouli soll bleiben

Die große PK des FC Schalke 04 ist vorbei. Benjamin Stambouli soll beim S04 bleiben. Alle weiteren Aussagen und Entscheidungen zum Nachlesen.

  • Gegen 11.30 Uhr startete die Pressekonferenz des FC Schalke 04* zur großen Saison-Analyse.
  • Im Video gibt es die Aussagen von Trainer David Wagner und den Vorständen Jochen Schneider und Alexander Jobst live zeigen, zudem war RUHR24 vor Ort.
  • Es wurde über Fehler, Transfers und den Rücktritt von Clemens Tönnies gesprochen.

12.55 Uhr: Nach fast 90 Minuten beendet der neue Leiter der Sportkommunikation, Marc Siekmann, die Pressekonferenz in den Katakomben der Veltins-Arena. Viel Rauch um Nichts? RUHR24-Redakteur Christian Keiter kommentiert die heutige Schalke-Pressekonferenz*.

12.54 Uhr: David Wagner gesteht den Fehler ein, viele zuvor Langzeitverletzte im Derby gegen Borussia Dortmund in der Startelf augeboten zu haben. Auch in der Belastungssteurerung hätte es dabei Versäumnisse gegeben.

12.51 Uhr: David Wagner spricht über den angedachten Trainingsstart am 31. Juli.

  • Das ist unter Vorbehalt der Termine, die wir noch bekommen werden. Wir müssen noch viel telefonieren, auch was Testspiele, Corona-Tests etc. angeht. Der Plan ist die Vorbereitung vom 31. Juli bis zum 11. September abzuhalten.

12.47 Uhr: Jochen Schneider über Gespräche mit Benjamin Stambouli und Jonjoe Kenny.

  • Wir sprechen mit Benji und wir würden ihn gerne hier behalten. Was er sagt? Schauen wir mal (lächelt).
  • Jonjoe hätten wir gerne ein weiteres Jahr ausgeliehen. Everton hat das anders gesehen.

12.44 Uhr: Jochen Schneider über die Leihspieler wie Rudy, Bentaleb und Uth:

  • Erst einmal planen wir, die ab heute wieder Vertrag bei uns haben oder nach der Saison, wenn sie woanders jetzt noch läuft. Auf welcher Position wir jemanden holen oder nicht holen, dazu vermeiden wir eine Diskussion. Vor allem, weil es sich gegebefalls um Spieler handelt, die anderen Vereinen gehören.

David Wagner über das Torwart-Duo Markus Schubert und Ralf Fährmann.

  • Sie sind beide bei uns und ich bin mit beiden absolut einverstanden.
Alexander Jobst, David Wagner und Jochen Schneider (v.l.n.r.) saßen als Gesprächspartner bei der großen Schalke-PK auf dem Podium.

12.44 Uhr: Was verändert David Wagner an seiner Arbeit?

  • Der Zugang, der Umgang hat sich zuletzt schon verändert. Aber, dabei bleibe ich, wir haben auch gesehen, dass wenn die Mannschaft zusammen ist, dass es erfolgsversprechend ist. Ich werde meine Arbeit also nicht exorbitant ändern.

12.42 Uhr: David Wagner über einen möglichen Appell an Spieler sich anders vorzubereiten:

  • Dadurch, dass wir im Staff Veränderungen vornehmen, werden sich natürlich auch die Herangehensweisen ändern. Die Trainingspläne wurden schon mit den neuen Kollegen abgestimmt.

12.40 Uhr: Jochen Schneider über die Zukunft von wichtigen Spielern.

  • Ozan Kabak und Weston McKennie haben beispielsweise langfristige Verträge. Ich kann nicht in die Zukunft gucken, aber klar entwickeln sich Spieler und Verein auch unterschiedlich. Wir müssen gucken, wohin es führt. 

12.37 Uhr: David Wagner über den schweren Rucksack für die neue Saison. Schließlich malen die Schalke-Bosse ein düsteres Bild für die Ziele.

  • Dass es keinen Rucksack oder keine Hypthek gibt, ist Quatsch, ist ja klar, dass das da ist. Ich freue mich trotzdem über die Rückendeckung, die ich vom Vorstand bekomme und wir wollen zeigen, dass wir es besser können. Die ersten sieben Monate waren ja kein Zufall. Ebenso wenig die letzten vier Monaten. Es ist einfach nicht weniger wahr, nur weil ich öfter auf die vielen Verletzungen angesprochen werden, dass das ein Problem war. Und wenn ich darauf angesprochen werde, dann beantworte ich es auch entsprechend.

12.29 Uhr: Jetzt spricht David Wagner.

  • Ich persönlich, da gehe ich konform, teile die Saison in zwei Teile. Nach den Spielen gegen Hertha, in der Liga und im Pokal, war der große Bruch im Team. Ich bin sportlich dafür verantwortlich, und zwar für beide Phasen. Es gibt fünf entscheidene Szenarien, warum wir ab Mitte Februar eine andere Mannschaft hatten.
  • Die Verletzungen nach dem Pokalspiel, vor allem auch zeitversetzt, sind das eine. Wir hatten auch in der Reha Schwierigkeiten. Eigentlich sollten Sané und Stambouli früher zurückkehren. Benji kehrte sechs Monate und Salif zwei Monate später zurück als geplant. Die Auswirkungen in Summe war eklatant.
  • Dann hatten wir erst ein überragendes Torwart-Duo, das uns dann Schwierigkeiten besorgt hat.
  • Unser Transfer-Fenster im Januar war von uns nicht gut, da bin ich mit für verantwortlich. Die fehlende Balance im Sturm konnten wir auch im Winter nicht korrigieren. Das ist nach der Winterpause geblieben. 
  • Die Corona-Pause, in der wir viel Hoffnung gesteckt haben, haben wir nicht so hinbekommen in Form zu kriegen, wie wir es wollten. Wir hatten unabhängig davon wegen der vielen Verletzungen eine geringe Trainingsqualität. Das eine ist die Analyse, das andere ist nun die Umsetzung. Ich freue mich darauf, wenn wir uns am 31. Juli wiedersehen. Wir sind nicht mehr der FC Schalke 04, der es mal war, aber wir haben klare Vorstellungen, wie er es wieder werden soll. Mit geringen Mitteln müssen wir jetzt kluge Transfers treffen.

PK beim FC Schalke 04 live: Jochen Schneider gibt David Wagner erneut Jobgarantie

12.21 Uhr: Jochen Schneider blickt zunächst zurück.

  • Die Voraussetzungen zum Start von David Wagner waren nicht einfach. Wir haben einen Kader vorgefunden, der nicht ausbalanciert war. Die wirtschaftliche Situation war auch vor einem Jahr schon schwierig, weswegen wir uns entschieden haben, nicht aufs Gaspedal zu drücken. Wir haben nur für Ozan Kabak und Benito Raman Ablöse gezahlt. Unter dem Strich haben wir gut agiert. Aber, das sehen sie auch, der Kader war immer noch nicht ausbalanciert.
  • Die Saison kann man dreiteilen. Bis zum 18. Spieltag, dann die Corona-Pause und dann den Rest. Man könnte auch sagen, dass wir bis zum 25. Spieltag nur viermal verloren haben. Es soll keine Ausrede sein, aber es gab viele Verletzungen, viele schwierige und langwierige Verletzungen. Stambouli und Sané schon im Noember, Kabak vor Köln, Mascarell nach Köln, torgefährliche Spieler wie Serdar, Harit und Caliiguiri sind auch weggebrochen und Stürmer-Tore fehlten uns. Wir haben hinten raus also mit einer Mannschaft gespielt, die mit der vom Saisonbeginn nicht mehr viel zu tun hatte.
  • Ich drücke Alexander Nübel die Daumen und ich bin mir sicher, dass er eine tolle Karriere auch in der Nationalmannschaft hinlegen wird. Das habe ich ihm Samstagabend in einem Vier-Augen-Gespräch auch gesagt. Aber klar, im Tor hatten wir auch keine Stabilität mehr.
  • Eines ist klar: Der branchenübliche Reflex, den Trainer zu entlassen, wenn es nicht mehr läuft, das bin nicht ich. Wir stehen ganz klar zum Trainer-Team. Wenn wir aus dieser Situation herauskommen, und dessen bin ich mir sicher, dann haben wir ein starkes Fundament für die Zukunft.
  • Wir haben Entscheidungen getroffen, die auch das Personal betreffen. Werner Leuthard kenne ich seit 18 Jahren und er hat hier und woanders schon erfolgreich gewirkt hat, verstärkt uns.
  • Can Bozdogan, den wir für weniger Geld geholt haben, als ich gelesen habe, hat seine Platzreife gezeigt. Ich weiß, Talent bringt nichts, das betont Norbert Elgert auch immer und wir werden weiter den alternativlosen Weg weiter verfolgen, in die Knappenschmiede zu investieren. 

12.20 Uhr: Jetzt geht es um die sportlichen Belange.

12.19 Uhr: Wurde versucht, Clemens Tönnies umgestimmt und wird etwas ohne ihn einfacher? Dazu Alexander Jobst:

  • Der Entschluss hat uns überrascht, aber wer Clemens Tönnies kennt, der weiß, dass wenn er einen Entschluss trifft, er dabei bleibt. Es gab keine Überredungsversucheh von uns, das ist schlicht nicht wahr. Er will sich vollkommen seinem Unternehmen widmen. Das gilt es zu respektieren und damit umzugehn.
  • Wie es ohne ihn läuft, kann ich jetzt noch nicht sagen. Fragen Sie mich in zwei Jahren nochmal (lächelt).

12.17 Uhr: Wie geht es mit den Arbeiten am Berger Feld weiter, wird Alexander Jobst gefragt:

  • Diese Projekte laufen weiter, da wir hier mit Vernunft arbeiten und wir wissen, dass die perfekten Bedigungen für Schalke 04 unabdingbar sind.

PK beim FC Schalke 04 live: Leitbild vom S04 soll laut Alexander Jobst nicht korrigiert werden

12.15 Uhr: Muss das Leitbild modernisiert werden, wird Alexander Jobst gefragt:

  • Ich durfte als Kommissionsmitglied am Leitbild mitarbeiten und das wird weiter eine tragende Rolle spielen. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass wir mit vollkommener Transparenz dabei arbeiten müssen. Aber einige Aspekte wurden aus dem Leitbild nicht berücksichtigt. Es bleibt ein Kumpel- und Malocherclub, damit steht die soziale Verantwortung weiter über allem. 

12.11 Uhr: Bleibt es bei der Entscheidung, dass die Jugend-Fahrer entlassen werden? Dazu Alexander Jobst:

  • Die Entscheidung ist getroffen. Den Fehler und die Entschuldigung, wie es dazu geführt hat, das war nicht gut. Das hätten wir im Vorfeld anders machen können. Dafür müssen wir uns entschuldigen. Ein Teil der Fahrer werden in anderen Funktionen oder beim Dienstleister untergebracht, sofern der Wunsch besteht.

12.04 Uhr: Wie groß ist die Sorge, dass der FC Schalke 04 langfristig zum Mittelmaß zählt? Dazu Alexander Jobst:

  • Das ist schwer, jetzt so langfristig zu prognostizieren. Ich kann jetzt keinen Zeitplan mitteilen, wann es wie läuft. Wirtschaftliche Vernunft hat Vorrang vor ambitionierten Zielen. Ein Europa-Anspruch auszurufen ist nicht realistisch, wenn der Etat es nicht hergibt.

PK beim FC Schalke 04 live: Jochen Schneider verweist auf S04-Konkurrenz

Auch Jochen Schneider bezieht dazu Stellung:

  • Es spielen auch andere Vereine eine andere Rolle. Klar haben wir zuletzt nicht gut abgeschnitten. Aber man muss neidlos anerkennen, dass andere wie Max Eberl und Fredi Bobic mehr gute als schlechte Entscheidungen getroffen haben und die Klubs wie Gladbach und Frankfurt gut vorangebracht. Diesem Wettbewerb können wir uns nicht verschließen. Aber klar, das können wir nicht wegdiskutieren, der letzte Eindruck war schlecht, der war richtig schlecht.

11.59 Uhr: Jochen Schneider zu einem Gehaltsverzicht über den 30. Juni hinaus:

  • Wir sind mit den Jungs so verblieben, dass wir uns zum Trainingsauftakt noch einmal konkret zusammensetzen. Klar ist aber, dass nach wie vor Einnahmen fehlen und wir kommen nicht drum herum, weiter Maßnahmen zu treffen.

PK beim FC Schalke 04 live: Jochen Schneider deutet zu hohe Gehälter beim S04 an

11.57 Uhr: Jochen Schneider über die konkrete Nachfrage zur Gehaltsobergrenze:

  • Ich hatte schon das Gefühl, dass zuletzt hier nicht schlecht verdient wurde. Aber wir müssen nachhaltig wirtschaften. Und deswegen haben wir uns Richtlinien auferlegt. Zu konreten Zahlen werde ich aber keine Auskunft geben. Aufwand und Ertrag, so schwer es auch in dem Geschäft ist, mssen stimmen.
Marketing-Vorstand Alexander Jobst betonte auf der S04-PK unter anderem die Treue etlicher Sponsoren.

11.56 Uhr: Jochen Schneider bittet um Verständnis, dass er keine genauen Zahlen kommunizieren möchte, wie sehr der Personaletat nach unten geschraubt werden muss.

11.55 Uhr: Wie geht es mit den Aufgaben im Vorstand weiter, wird Alexander Jobst gefragt:

  • Der Aufsichtsrat wird sich im Juli treffen und dann wird auch über die Zuteilung im Vorstand gesprochen. Bis dahin bitte ich um Verständnis, dass wir da nicht vorgreifen können. Bis dahin haben wir unsere Aufgaben und die Finanzen werden kommissarisch von einer unserer Direktoren geführt.

PK beim FC Schalke 04 live: Alexander Jobst will und darf mögliche Bürgschaft nicht kommentieren

11.51 Uhr: Warum war es dem Vorstand nicht schon vor Corona möglich, die existenzbedrohende Situation zu beschreiben und gibt es einen Antrag auf eine Bürgschaft beim Land NRW? Dazu Alexander Jobst:

  • Wer mich aufmerksam in den vergangenen Jahren verfolgt hat, der hat mitbekommen, dass ich darauf hingewiesen habe, dass wir an unsere Grenzen stoßen. Wir haben immer mutig investiert. Dass durch Corona sich alles dynamisiert hat, war nicht absehbar - so wie für alle Branchen. Aber damit sind wir jetzt konfrontiert. Ich bin mir aber sicher, dass wenn wir das offen ansprechen, dass das die einzig konsequente Marschrichtung ist und der Aufsichtsrat dem zustimmen wird.
  • Zur zweiten Frage: Das kursierte Thema in den Medien ist ein Instrument, dem sich andere Vereine in der Branche schon bedient haben und dem wir uns schon bedient haben. Aber wir unterliegen der Schweigepflicht und bitte daher um Verständnis, dass wir dazu nichts sagen können.

11.49 Uhr: Wie existenzbedrohend ist die Situation, wird Alexander Jobst gefragt.

  • Heute sind wir sehr zuversichtlich, dass wir Schalke durch die Corona-Krise steuern können. Bei Kapitalbedarf können wir entsprechend steuern. Bei den wichtigen Erlösen wie Partner und Medien haben wir ein stabiles Fundament. Es bleibt aber eine herausfordernde Zeit. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir die Lage stabilisieren können.

PK beim FC Schalke 04 live: Jochen Schneider deutet Gehaltsobergrenze beim S04 an

11.47 Uhr: Jochen Schneider über eine Gehaltsobergrenze:

  • Alexander Jobst hat es treffend erörtert. Schalke ist auf Europa ausgerichtet. Doch der Trend zuletzt ist erkennbar, dass dem nicht mehr so ist. Wir haben die Verantwortung, alles in Einklang zu bringen. Wir müssen gewisse Maßnahmen treffen. Kostensenkungsprogramm, wie hoch das Budget ist, welche Investitionen wir tätigen können und welche nicht, sind Beispiele. Stopp aller Vertragsgespräche ist auch eines.

11.46 Uhr: Jetzt beginn die Fragen der Journalisten.

PK beim FC Schalke 04 live: Alexander Jobst entschuldigt sich bei allen vom S04

11.35 Uhr: Alexander Jobst spricht:

  • Ich kann mich den Worten von Jochen anschließen. Ich möchte Clemens danken, für das Vertrauen in den vergangenen Jahren. Durch ein Telefonat weiß ich, dass ihm die Entscheidung überhaupt nicht einfach gefallen ist. Wir als Vorstand möchten dem neuen Vorsitzenden Jens Buchta danken, uns das Vertrauen weiter auszusprechen.
  • Der heutige Tag ist eine Zäsur beim FC Schalke 04. Ein "Weiter so" kann und wird es nicht geben. In der Öffentlichkeit haben wir zuletzt ein miserables Bild abgegeben.  Neben der sportlich schlechten Rückrunde haben wir uns auch in vielen anderen Dingen keinen Gefallen getan und haben Fehler gemacht, für die wir uns entschuldigen möchte. Ich spreche von der Ticketrückertattung, der Härtefallantrag und das Entlassen von Jugend-Fahrern. Das hätte nicht passieren dürfen. Dafür entschuldigen wir uns bei allen Mitgliedern, Fans und betroffenen Joblern. Es ist müßig, die Fehler bei ehemaligen und aktuellen Kollegen zu suchen. Wir als Vorstand tragen dafür die Verantwortung und wir müssen dafür sorgen, dass diese Fehler in Zukunft nicht mehr passieren. Wir wissen, dass wir viel Vertrauen verloren haben und viele Mitglieder uns den Rücken kehren wollen. Wir werden alles dafür tun, Glaubwürdigkeit und bestenfalls Vertrauen zurückzugewinnen. Dafür sind Taten wichtiger, doch dazu gleich mehr.
  • Für Jochen Schneider und mich ist es wichtig mit Transparenz den Verein in Zukunft führen. Der Verein ist wirtschaftlich angeschlagen, das wurde durch Corona glasklar aufgezeigt. Wir haben zuvor sehr stark in die Zukunft investiert - mit der Prämisse, dass sich sportlicher Erfolg einstellt. Fakt ist aber, dass wir in den vergangenen vier Jahren dreimal den Europapokal verpasst haben. Wir können nicht mehr so in Zukunft investieren wie zuvor. Bei der Wette in die Zukunft haben wir mehrmals die Wette verloren. Schalke wurde oft nachgesagt, Schalke hat kein Einnahme, sondern ein Ausgabeproblem. Durch Corona ist das Missverhältnis eklatanter zum Tragen gekommen. Durch Corona brechen uns große Einnahmeströme weg. Wir sind froh, dass wir ein stabiles Sponsoring haben. Aber wir führen trotzdem Gespräche, da wir ein Imageverlust haben. Das alles führt uns dazu, dass wir bei den Ausgaben massiv sparen müssen. Wir werden den Verein so gesunden wollen, dass wir den Personaletat stoppen müssen, um besser steuern und konsolidieren zu können. Das hat auch zur Konsequenz, dass wir die sportlichen Ziele für die nächsten ein, zwei vielleicht auch drei Jahre korrigieren müssen. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir Europa erreichen werden.
  • Wir werden Budgets justieren müssen. Aber so, dass wenn wir sportlich in Fahrt kommen, dass dieser Klub seine grundsätzliche Aansprüche wieder nachkommen kann. Wir wollen mit wirtschaftlicher Vernunft, Augenmaß und vollkommener Transparenz Vertrauen bei unseren Fans und Mitgliedern zurückgewinne. Nur mit Transparenz, mit dem Dialog, wir werden die Gespräche suchen, wird es geht. Wir werden im Lizenspielerbereich Entscheidungen treffen und auch bei den Profis etwas kürzen müssen. Es wird Zeit, dass wir transparent agieren und Vertrauen zurückgewinnen. Mit schwäbischer Mentalität wollen wir wirtschaftlich handeln. Dazu bin persönlich voll committed. Ich freue mich auf die sehr herausfordernden Maßnahmen in der nahen Zukunft. Worte sind das eine, Taten müssen folgen. Wir haben alle Hände voll zu tun, den Schalter umzulegen. 
  • Uns erwarten große Aufgaben, aber ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können. Dazu bin ich gewillt und deswegen ist der heutige Tag eine Zäsur und dementsprechend werden wir handeln.

FC Schalke 04 PK live: Jochen Schneider dankt Clemens Tönnies für S04-Zeit

11.33 Uhr: Jochen Schneider spricht:

  • Es sind bewegende Tage wieder hier auf Schalke. Gestern erreichte uns die Mitteilung, dass Clemens Tönnies zurückgetreten ist. Zunächst gilt es, ihm für die vergangenen 26 Jahre zu danken. Er steht stellvertretend für große Projekte, wie die Veltins-Arena, die Knappenschmiede, aber auch für den Umbau des Berger Felds. Jeder von uns weiß, wie schwer ihm die Entscheidung gefallen ist, dafür gebührt ihm Respekt.
  • Jetzt gilt es den Verein in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Das heißt miteinander und nicht übereinander sprechen. Das hat dieser großartige Verein verdient.

11.32 Uhr: Marc Siekmann, neuer Leiter Kommunikation, eröffnet die PK. Zunächst wird erklärt, dass es um Nicht-Sportliche-Themen gehen soll, inklusive anschließender Fragen, ehe es um das Sportliche geht.

11.30 Uhr: Die Protagonisten kommen, es geht wohl pünktlich los. Zunächst folgt Blitzlichtgewitter der Fotografen.

11.28 Uhr: Nur noch wenige Augenblicke, dann geht es los.

11.20 Uhr: Die Umstände sind schon kurios genug, aber der Anblick im Medienzentrum auch. Jeder Journalist hat vorher eine zugeordnete Nummer bekommen und musste dann sofort seinen Platz einnehmen. Erst dann durfte die Maske abgenommen werden.

11.18 Uhr: RUHR24-Reporter Raphael Wiesweg hat es noch rechtzeitig geschafft. Jetzt kann die Pressekonferenz pünktlich starten.

11.07 Uhr: Im Vorfeld der Pressekonferenz bestätigt der FC Schalke 04 den Abgang von Linksverteidiger Juan Miranda (20). "Wir danken Juan für seinen Einsatz in der vergangenen Saison. Für seine Zukunft wünschen wir ihm alles Gute", sagt Sportvorstand Jochen Schneider. Ursprünglich war die Leihe für zwei Spielzeiten angesetzt, sie wurde aber bereits nach einer Saison einvernehmlich beendet.

10.55 Uhr: Wie die Polizei Gelsenkirchen mitteilt, ist die Sperrung auf der A2 zwischen Essen/Gladbeck und Gelsenkirchen-Buer aufgehoben. Damit ist der Weg für den Beginn der S04-PK wortwörtlich frei.

10.42 Uhr: Weil viele der akkreditierten Journalisten noch im Stau auf der A2 feststecken, beginnt die Pressekonferenz von Schalke 04 mit 30 Minuten Verzögerung, also um 11.30 Uhr. Das hat der Verein soeben auf Twitter vermeldet.

Live-Ticker: PK beim FC Schalke 04 verzögert sich wegen einer Sperrung auf der A2

Update, Mittwoch (1. Juli), 10.28 Uhr: Macht ein Stau auf der A2 dem pünktlichen Start der Schalke-PK einen Strich durch die Rechnung? Nach einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen gibt es dort aktuell eine Vollsperrung, die gegen 11 Uhr aufgehoben werden soll. Laut Sky-Reporter Dirk große Schlarmann könnte sich der Beginn der Pressekonferenz deshalb um 20 bis 30 Minuten verzögern.

+++ Herzlich willkommen zum Live-Ticker von RUHR24* zur großen S04-PK am Mittwoch, den 1. Juli. Heute stellen Trainer David Wagner und Sportvorstand Jochen Schneider die Saison-Analyse vor, die mit Spannung erwartet wird. Marketing- und Kommunikationsvorstand Alexander Jobst wird auch zugegen sein. +++

Erstmeldung, Mittwoch (1. Juli), 09.50 Uhr: Mit Spannung wird die Pressekonferenz des FC Schalke 04 erwartet. Ursprünglich sollte sie sogar schon am vergangenen Montag (29. Juni) stattfinden.

FC Schalke 04 Live-PK: David Wagner, Jochen Schneider und Alexander Jobst zur S04-Krise

Offiziell wurde der Termin um zwei Tage verschoben, da es zu einer kurzfristigen Terminkollision bei Sportvorstand Jochen Schneider gekommen sein soll. Fakt ist: Nicht nur der Sportvorstand sowie Trainer David Wagner werden bei dem Mediengespräch auf dem Podium sitzen (alle S04-Artikel auf RUHR24.de*).

Am Dienstagabend (30. Juni) teilte der FC Schalke 04 mit, dass nun sogar "Alexander Jobst aus aktuellem Anlass teilnehmen wird". Ganz klar: Der Vorstand für Marketing und Kommunikation wird unter anderem wegen des Rücktritts von Clemens Tönnies* Stellung beziehen.

Live-PK beim FC Schalke 04 im Live-Ticker: S04-Situation bei Benjamin Stambouli unklar

Ansonsten wird mit Spannung erwartet, ob David Wagner und Jochen Schneider Transfers verkünden. So ist nach wie vor nicht klar, ob der gestern ausgelaufene Vertrag mit Benjamin Stambouli doch noch verlängert wird. Dabei gibt es mehrere Gerüchte zu Spieler-Transfers zum S04.

Fakt ist, dass das Leihgeschäft mit dem FC Barcelona wegen Juan Miranda abgebrochen* wird. Ansonsten stehen neben den weiteren Leihspielern Jean-Clair Todibo, Jonjoe Kenny und Michael Gregoritsch die Abgänge von Alexander Nübel (FC Bayern) und Daniel Caligiuri (FC Augsburg) fest. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digitalnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa