Viele gute Leistungen beim S04

Zweimal Note 5: Die Einzelkritik zur Nullnummer des FC Schalke 04 gegen Union Berlin

Matthew Hoppe am Ball für den FC Schalke 04 gegen Union Berlin.
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Matthew Hoppe lief für den FC Schalke 04 erneut im Sturmzentrum auf. Seine Einzelkritik und Note gegen Union Berlin fielen nicht gut aus.

Der FC Schalke 04 holt einen Punkt in der Bundesliga gegen Union Berlin. Die Leistung war ordentlich, dennoch gibt es in der Einzelkritik auch zweimal die Note 5.

Berlin – Der FC Schalke 04 tritt auf der Stelle: Zwar holt der S04 am 21. Bundesliga-Spieltag beim 0:0-Remis bei Union Berlin einen Punkt, doch um im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen, ist das zu wenig. Die Einzelkritik mit Noten fällt aber recht ordentlich aus.

Schalke-Einzelkritik: Alle Noten des S04 gegen Union Berlin

Ralf Fährmann: Der Schlussmann des S04 rettete sein Team mit mehreren guten Reflexen vor einer Niederlage. In der vierten Minute parierte er stark gegen Taiwo Awoniyi, in der 84. Minute gut gegen den Kopfball von Marcus Ingvartsen aus kurzer Distanz. Erneut einer der besten bei Schalke. Klärungsversuche mit dem Fuß landeten des Öfteren beim Gegner, strahlte aber ansonsten viel Sicherheit aus, daher eine gute Einzelkritik. Note: 2

Timo Becker: Der Rechtsverteidiger war zurück im Kader und in der Startelf und hinterließ einen guten Eindruck. Offensiv schaltete sich der 23-Jährige immer wieder mit nach vorne ein, einzig am Zusammenspiel im Angriff hapert es noch. In der Defensive mit Licht und Schatten mit sechs gewonnenen und sechs verlorenen Zweikämpfen. Im Stellungsspiel muss sich Timo Becker aber noch verbessern, in der 51. Minute springt er unter dem Ball her und ermöglicht Union dadurch eine Chance. In der 84. Minute lässt sich der Abwehrmann zu leicht von Marcus Ingvartsen wegblocken. Note: 3

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 2,5 für Shkodran Mustafi

Shkrodan Mustafi: Der Neuzugang zeigte sich stark verbessert im Gegensatz zu seinem Debüt gegen RB Leipzig. Er strahlte viel Sicherheit aus und war erneut das Sprachrohr in der Abwehr. Als Innenverteidiger gewann er 13 von 16 Zweikämpfen. Ab der 62. Minute spielte Shkodran Mustafi mit Schmerzen an der Leiste, aber biss auf die Zähne. Bei der Doppelchance von Union in der 57. und 59. Minute war er jedoch zu weit von seinen Gegenspielern weg und ließ gute Schüsse zu, das schwächt die Einzelkritik. Note: 2,5

Malick Thiaw: Der Youngster rückte für den an der Wade verletzten Matija Nastasic ins Team und machte seine Sache gut. Gewann sechs von acht Zweikämpfen und zeigte sich vor allem bei Kopfball-Duellen stark. Der 1,95 Meter große Innenverteidiger machte Werbung in eigener Sache und könnte auch im Derby gegen den BVB von Beginn an auflaufen. In der Spieleröffnung könnten seine Pässe jedoch etwas genauer sein. Note: 2

Shkodran Mustafi (l.) zeigte sich beim FC Schalke 04 gegen Union Berlin deutlich verbessert und bekam deshalb eine gute Einzelkritik.

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 4 für Sead Kolasinac

Sead Kolasinac: Der Kapitän zeigte sich in Berlin im Vergleich zu den vergangenen Wochen etwas verbessert. Sead Kolasinac schaltete sich wieder mehr mit nach vorne ein, leistete sich aber des Öfteren Stockfehler am Ball. Sein Offensivspiel litt etwas darunter, dass Amine Harit vor ihm oft stark nach innen zog und somit als Anspielstation auf der Außenbahn fehlte. In der Defensive verlor der Bosnier fünf von sechs Zweikämpfe, insgesamt keine überzeugende Einzelkritik. Note: 4

Benjamin Stambouli: In der Rolle als Abräumer vor der Abwehr findet sich der Franzose immer besser zurecht. Er gewann sieben von acht Zweikämpfen und brachte 78 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler. Er hat etwas Glück, dass Schiedsrichter Daniel Schlager bei der Umklammerung von Marvin Friedrich in der 68. Minute nicht auf Elfmeter entschied. Manch ein Referee hätte da womöglich anders entschieden. Note: 2,5

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 3,5 für Suat Serdar

Suat Serdar: Er war der meistgefoulte Spieler des Spiels und schloss die meisten erfolgreichen Dribblings ab (jeweils dreimal). Sein Schuss in der 29. Minute verfehlte knapp das Tor. Ansonsten fehlt dem 23-Jährigen aber in dieser Saison noch der Zug zum Tor, der ihn eigentlich auszeichnet. Note: 3,5

William: Allzu viel war vom Brasilianer auf der rechten Außenbahn nicht zu sehen. Er war aktiv und startete durchaus zwei-, dreimal durch, jedoch ohne Erfolg. Der eigentliche Rechtsverteidiger findet sich auf der offensiveren Position noch nicht so ganz zurecht, zog zu oft in die Mitte und machte damit den Raum für seine Teamkollegen eng. Seine einzig gute Offensivaktion war eine Flanke auf Amine Harit in der 39. Minute. Die Auswechslung in der 63. Minute war logisch. Note: 5

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 2 für Nabil Bentaleb

Nabil Bentaleb: Der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des FC Schalke 04! Fast jeder Angriff lief über den Algerier. Dass der 26-Jährige seit dem November 2020 kein Spiel mehr bestritten hat, merkte man dem Mittelfeldspieler zunächst nicht an. Nabil Bentaleb überzeugte auf der Zehner-Position mit einer Passquote von 90,7 Prozent. Bekam früh in der 2. Minute einen Tritt von Christopher Trimmel ab, der dafür Gelb sah. Nach 63 Minuten musste der Rückkehrer entkräftet runter, dass die Fitness fehlte, ist nur logisch. Dennoch eine gute Einzelkritik. Note: 2

Amine Harit: Ähnlich aktiv wie Nabil Bentaleb, doch die Aktionen des Marokkaners wirkten selten glücklich. Er versuchte sich immer wieder mit Dribblings, aber zeigte sich auch fehlerhaft: zu unkonzentriert in seinen Abspielen, in der 39. Minute kann er frei im Strafraum den Ball nicht verarbeiten. Zudem rutschte der 23-Jährige immer wieder weg, ein anderes Schuhwerk hätte vielleicht geholfen. Note: 3,5

Amine Harit (l.) versuchte beim FC Schalke 04 viel, agierte in seinen Aktionen aber nicht immer so ganz glücklich.

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 5 für Matthew Hoppe

Matthew Hoppe: Ja, der Stürmer ist erst 19 Jahre alt und absolvierte erst sein 13. Profi-Spiel, daher sollte der Maßstab nicht allzu kritisch angesetzt werden. Dennoch: Als Bundesliga-Startspieler muss mehr kommen. Matthew Hoppe hatte die wenigsten Ballkontakte aller Feldspieler (34) und wirkte in seinen Aktionen unglücklich. Wenn er an den Ball kam, stand der US-Amerikaner oft mit dem Rücken zum Tor. Mit Flanken wurde der 1,91 Meter große Offensivmann aber auch so gut wie gar nicht gefüttert. Wie heißt es so schön: „Er war stets bemüht“, deshalb keine gute Einzelkritik. Note: 5

Nassim Boujellab: Kam in der 63. Minute für Nabil Bentaleb. Er versuchte die Position des Algeriers ähnlich auszuführen, doch so ballsicher wie der 26-Jährige ist Nassim Boujellab nicht. In der 89. Minute kam er zum Torschuss, doch Loris Karius parierte. Note: 4

Benito Raman: Auch er kam in der 63. Minute und ersetzte William auf der rechten Außenbahn. Viel zu sehen war vom Belgier in der knappen halben Stunde Einsatzzeit inklusive Nachspielzeit jedoch nicht. Der Offensivspieler kam auf 17 Ballkontakte und ging ansonsten unter. Note: 4,5